NFI – respect Info-Mail September 2016

September 2016



Liebe Leserin, lieber Leser!

 
Im heutigen Info-Mail wollen wir Sie über aktuelle Initiativen für einen nachhaltigen und sozialen Tourismus informieren. Hiking Europe ist ein ambitioniertes Projekt, in dem sich mehrere Regionen in Europa zusammentun, um gemeinsam Konzepte und Produkte für einen nachhaltigen Wandertourismus zu entwickeln. Auf einen nachhaltigen Kongresstourismus setzt das Tiroler Bergdorf Alpach. Es wurde unlängst für seine Bemühungen mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Die Insel Sylt engagiert sich im Rahmen des Projektes "Festmachen auf Sylt" für die Integration von Flüchtlingen. Diese werden in Betrieben auf der Insel zu Gastronomie-Fachkräften ausgebildet.

Wir wünschen eine interessante Lektüre!
 

 

INTERNATIONAL


Hiking Europe: Gemeinsame Strategien für einen nachhaltig erfolgreichen Wandertourismus
 

 

Unter dem Titel „Hiking Europe“ findet am 27.9. 2016 in Barcelona ein internationales Seminar statt, mit dem Ziel, erfolgreiche Konzepte und Produkte eines nachhaltigen Wandertourismus zu entwickeln. Partner im HikingEurope-Projekt sind die Regionen Katalonien, Emilia-Romagna, Donegal, Dubrovnik-Neretva, Pirineu Emoció sowie die Naturfreunde Internationale, NIT Kiel und die Universität Girona. Gemeinsam mit ExpertInnen aus ganz Europa (z.B. VertreterInnen des Isländischen Fremdenverkehrsamtes, der Wanderhotels, des finnischen Naturzentrums Haltia, von Europäischen Wanderreiseveranstaltern) werden sie über die Themen Produktentwicklung, Kooperation und Vermarktung/Vertrieb diskutieren und Best-Practice-Beispiele vorstellen. Das Seminar richtet sich an Behörden, MitarbeiterInnen im Destinationsmanagement, Tourismus-Unternehmen in ländlichen Regionen, Reiseveranstalter, NGOs, ForscherInnen usw.
Mehr Informationen bei David Bröderbauer (E-Mail: david.broederbauer@nf-int.org) oder hier.

 

20. Jahrestag: Erster Weltkongress gegen die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern
 


Vor 20 Jahren, zwischen dem 27. und 31. August 1996, fand auf gemeinsame Initiative von ECPAT, UNICEF und der NGO Group for the Rights of the Child (jetzt als „Child Rights Connect“ bekannt) der „Erste Weltkongress gegen die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern“ in Stockholm (Schweden) statt. Mit dem Kongress wurde Geschichte geschrieben. Regierungen, zivilgesellschaftliche Organisationen und MedienvertreterInnen aus 122 Ländern weltweit kamen zusammen, um Aufmerksamkeit auf die Beendigung von kommerzieller sexueller Ausbeutung von Kindern zu lenken. Am 30. August 1996 gaben VertreterInnen von 122 Regierungen, nationalen Parlamenten, der Vereinten Nationen, aus der Privatwirtschaft, akademischen und zivilen Gesellschaften Kindern das Versprechen, eine globale Partnerschaft gegen die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern zu bilden. Presseinformation von ECPAT Österreich.
 

Countdown für den 2. BloggerInnen-Wettbewerb der NFI: FAIReisen und die Welt erleben


Nur noch bis Ende September können BloggerInnen – und solche, die es noch werden wollen – ihre Beiträge zum fairen Reisen einreichen. Was hast du selbst erlebt? Wie sieht dein Beitrag zu einem fairen Tourismus aus? Wie siehst du die Zukunft des Tourismus? Gesucht sind kritische, humorvolle, kontroversielle, spannende ... Blog-Beiträge zum Thema „Fair Reisen“.
Die besten Artikel werden von einer Jury aus ExpertInnen der Naturfreunde Internationale und der Reisebranche sowie JournalistInnen ausgewählt und mit Angabe des eigenen Blognamens auf dem „tourism_LOG“ – der Plattform der NFI für die kritische Auseinandersetzung mit dem Tourismus – veröffentlicht. Zusätzlich gibt es Kurzurlaube und Sachpreise zu gewinnen. Alle Informationen zum Wettbewerb.
 

Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus in der Praxis umsetzen
 


Eine Orientierungshilfe, wie Tourismusdestinationen den komplexen Nachhaltigkeitsgedanken in die Praxis umsetzen können, bietet  der Praxisleitfaden „Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus – Anforderungen, Empfehlungen, Umsetzungshilfen“, den der DTV gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und dem Bundesamt für Naturschutz sowie der BTE Tourismus- und Regionalberatung herausgegeben hat. Die kostenfreie Broschüre erklärt, was Tourismusverantwortliche zur nachhaltigen Ausrichtung ihrer Destinationen tun können – anhand eines praxistauglichen Kriterien-Sets, das nicht an bestimmte Zertifikate oder Labels gekoppelt ist. Dafür wurden 1.364 Kriterien internationaler und europäischer Nachhaltigkeitsstandards im Tourismus abgeglichen und bewertet. Das Ergebnis sind 40 Kriterien, verteilt auf acht Handlungsfelder, die ökologische, ökonomische, soziale sowie managementbezogene Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen.
Mehr Informationen | Download Praxisleitfaden
 

TOURA D´OR Filmwettbewerb – letzter Aufruf
 

 
Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V. hat wieder den internationalen „TOURA D´OR – Filmwettbewerb zukunftsfähiger Tourismus“ ausgeschrieben. Er wendet sich an ProduzentInnen, RegisseurInnen, RedakteurInnen und AuftraggeberInnne von tourismusbezogenen Filmen. Anmeldeschluss ist der 30. September 2016. Alle Informationen finden Sie hier.

NATIONAL


Österreichisches Umweltzeichen für Alpbach
 


Mit dem Europäischen Forum wurde das Tiroler Bergdorf Alpbach nicht nur als Tourismusziel, sondern auch als herausragendes Tagungsziel weltbekannt. Das Congress Centrum Alpbach hat sich inzwischen international einen Namen für nachhaltiges Tagen gemacht. Hier wurde auch das erste „Green Meeting“ mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert. Nun geht man in Alpbach einen Schritt weiter in Richtung nachhaltige Destination: Das Congress Centrum Alpbach wurde am 17. August 2016 durch Bundesminister Rupprechter als „Green Location“ ausgezeichnet und neun Hotels und Gästehäusern wurde das Österreichische Umweltzeichen verliehen.
 

Masterarbeit: Airbnb & sein Einfluss auf die (Tourismus-)Wirtschaft in Wien
 


Elisabeth Sailer, MA hat im Rahmen ihrer Masterthesis an der IMC Fachhochschule Krems das Thema „The Impact of the Sharing Economy on a City: The case of Airbnb in Vienna“ bearbeitet. Auftraggeber war die WAVV (Wiener Apartementvermieter Vereinigung). Das Thema war Airbnb in Wien, oder genauer gesagt der Einfluss, den die Vermietung von Privatunterkünften über Airbnb auf die Stadt hat und die Motivationen, warum sich Reisende für Airbnb entscheiden. Es wurde analysiert, welchen Effekt Airbnb auf Hotels und die lokale Wirtschaft hat. Außerdem werden die Charakteristika des Apartment-Gastes, die Motivation, ein Apartment zu buchen und die wichtigsten Kriterien, die ein Apartment aus Sicht des Gastes haben sollte, beleuchtet. Die Arbeit wird abgerundet durch Empfehlungen für die Stakeholder. Mehr Informationen und Download-Möglichkeit der Arbeit hier.

AUS DER PRAXIS




Festmachen auf Sylt – Pilotprojekt zur Ausbildung von Flüchtlingen

 
Auf Initiative Sylter Hoteliers beginnt ab Oktober ein Pilotprojekt zur systematischen Vermittlung von Flüchtlingen in die Gastronomieausbildung auf der Insel. Um das Ausbildungsprogramm  „Festmachen auf Sylt“ zu ermöglichen, engagieren sich die Gemeinde und der DEHOGA Sylt, die Kreisverwaltung und das Jobcenter Nordfriesland, die Agentur für Arbeit Flensburg, die Berufsschule Niebüll, der Verein Sylter Unternehmer, die Integrationshilfe Sylt, das Projekt „Interkulturelle Öffnung“ im Netzwerk Mehr Land in Sicht und die IHK Flensburg als Kooperationspartner. Die Initiatoren versprechen sich von dem Projekt zum einen die erfolgreiche Integration geflüchteter Menschen – die Gemeinde Sylt hat seit dem letzten Jahr über 250 asylsuchende Menschen aufgenommen –, zum anderen einen Beitrag zur Deckung des Nachwuchskräftebedarfs auf der Insel. Vor allem die Gastronomiebetriebe haben hier immer größere Schwierigkeiten bei der Suche nach Fachkräften. „Festmachen auf Sylt“ wird sowohl die Ausbildungsanwärter als auch die beteiligten Betriebe sorgfältig auf die Ausbildung vorbereiten und somit von Beginn an für möglichst hohe Erfolgschancen sorgen.

NFI – respect EMPFIEHLT


FAIR reisen – Das Handbuch für alle, die umweltbewusst unterwegs sein wollen
 


Reisen ist ein Massenphänomen geworden und der Touismus hat sich zu einer der größten Wirtschaftszweige der Welt entwickelt. Doch die Reisebranche hat auch negative Auswirkungen auf die Ökosysteme, das Klima und die Menschen. Autor Frank Herrmann stellt sich die Frage, wie viel Tourismus die Erde verträgt. Er stellt – untermauert mit  Hintergrundinformationen, Daten, Fakten und Interviews mit ExpertInnen – die Problemfelder dar. Darüber hinaus zeigt er auch auf, wie verantwortungsvolles Reisen gelingen kann. In Infokästen, Checklisten und einem ausführlichen Serviceteil gibt es Antworten auf Fragen wie: Welche Tourismussiegel sind seriös? Welche Reiseveranstalter achten auf die Einhaltung der Menschenrechte? Wo bekomme ich ökologisch und fair produzierte Trekkingkleidung? 

Frank Hermann: FAIRreisen. Das Handbuch für alle, die umweltbewusst unterwegs sein wollen. Oekom Verlag, 324 Seiten, Paperback. ISBN 978-3-86581-808-9.
 

Studie zur Entwicklung des öffentlichen Verkehrs im Bereich von Großschutzgebieten
 

 
Das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr e. V. an der Universität München (dwif e.V.) hat untersucht, wie im ländlichen Raum und insbesondere im Umfeld von Schutzgebieten nachhaltige Mobilität initiiert und gefördert werden kann. Handelnden Akteuren sollen Argumente, Handlungsempfehlungen und Leitfäden für ihre tägliche Arbeit in Hinblick auf eine Erfolg versprechende Umsetzung nachfragegerechter Mobilitätskonzepte zur Verfügung gestellt werden.
Zur Studie „Nachhaltige Mobilitätskonzepte für Touristen im öffentlichen Verkehr mit Fokus auf Regionen im Bereich von Großschutzgebieten“.
 
111 Gründe, um die Welt zu reisen
 

Die Reisebloggerin Marianna Hillmer zeigt, was das Reisen zu etwas ganz Besonderem macht. Sie nimmt die LeserInnen mit auf eine Reise um die Welt, zu bekannten und weniger bekannten Orten. In 111 kurzen Beiträgen erzählt sie über ihre Erlebnisse und Begegnungen mit Menschen und Tieren. Sie bäckt mittelalterliches Brot in Südtirol, genießt den Sternenhimmel in der Sahara, fährt mit der Transibirischen Eisenbahn, entdeckt den schönsten Campingplatz Europas, erleidet eine Niederlage im Kampf gegen Kakerlaken ... Als Weltreisende gibt sie außerdem allen, die auch das Reisefieber packt, praktische Tipps rund ums Reisen.

Marianna Hillmer: 111 Gründe, die Welt zu bereisen. Von der Lust, sich auf den Weg zu machen. Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, 254 Seiten, Paperback. ISBN 978-3-86265-549-6.

TERMINE


 

Kommunikation von CSR im Tourismus – Wahrheit oder Lüge?
Networking-Abend des Travel Industry Club Austria in Kooperation mit der Naturfreunde Internationale und ECPAT Österreich
26. September 2016, Wien

CSR und Nachhaltigkeit sind in aller Munde. Immer mehr touristische Unternehmen handeln in diesem Sinn und Reisende interessieren sich verstärkt für ihre CSR-Performance. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, die Leitsätze und das Engagement sowie die Aktivitäten nach außen zu kommunizieren. Zielsetzung ist es, sich gegenüber dem Wettbewerb zu profilieren und CSR mit Leben zu füllen sowie die individuelle Geschichte ihres Unternehmens zu erzählen. Details und Anmeldung.



9. Mostviertler Nachhaltigkeitskonferenz
19. und 20. September 2016, Waidhofen/Ybbs, Österreich

Kommt die Alpenrepublik ins Schwitzen? Auf der Konferenz beantworten ExpertInnen und PraktikerInnen aus dem In- und Ausland spannende Fragen rund um den Klimawandel und seine Auswirkungen auf den Tourismus. --->



3. Tourismus-Mobilitätstag
11. Oktober 2016, Velden am Wörthersee, Österreich

Am Vormittag wird die Broschüre „Wie wird meine Tourismusdestination nachhaltig mobil?“ präsentiert und Expertinnen und Experten gehen näher auf die darin angeführten notwendigen Schritte bei der Planung und Umsetzung von nachhaltigen Mobilitätslösungen ein. Der Nachmittag steht ganz im Zeichen des individuellen Informationsaustausches sowie der Präsentation von konkreten Beispielen. --->



AlpenWoche – Alpen & Menschen
11.–15. Oktober 2016, Grassau, Deutschland

Die vielfältigen Aspekte der Beziehung zwischen den Alpen und den Menschen, die dort leben, arbeiten und sich erholen, stehen im Zentrum der vierten AlpenWoche 2016. Die AlpenWoche bietet die Gelegenheit, bisherige Erfahrungen auszutauschen und daraus neue Lösungsansätze zu entwickeln, die den speziellen alpinen Gegebenheiten und dem natürlichen und sozio-kulturellen Erbe Rechnung tragen. --->



ISTO World Congress 2016
18.–21.10.2016, Zagreb, Kroatien

Die International Social Tourism Organisation (ISTO) lädt zum internationalen Kongress, der sich mit diesen Schwerpunktthemen beschäftigt: Tourismus für alle; Sozialpolitik als Wachstumstreiber für den heimischen Tourismus; Tourismus als Instrument für die nachhaltige Regionalentwicklung. --->
 
 

Das Info-Mail von respect informiert regelmäßig über Neuigkeiten aus dem Themenfeld Entwicklung, Umwelt und Soziales im Tourismus.

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Photos Header: Cornelia Kühhas; ATLED NF Algerien
Photos:
Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V., Peter Hautzinger, mr.basile/flickr, pixabay/lighthouse, RABe526/flickr

respect – die Marke der Naturfreunde Internationale für Nachhaltige Tourismusentwicklung
Diefenbachgasse 36/9, A-1150 Wien | Redaktion: Cornelia Kühhas


 
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