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Info-Mail Wissenschaft
von respect_NFI & FH JOANNEUM Bad Gleichenberg

Im Fokus:
Frauen im Tourismus. Nachhaltiger Tourismus braucht Frauen-Power!


Ausgabe Nr. 7 (Juni 2021)

Liebe Leserin, lieber Leser!

Eine zukunftsfähige Entwicklung des Tourismus braucht Gleichberechtigung! Das war der Konsens unserer Veranstaltungsreihe „Frauen im Tourismus“ im vergangenen Mai, die wir in Kooperation mit fairunterwegs organisiert haben. Zum Artikel auf unserer Website.
Die Kraft und Macht von Frauen in ihren unterschiedlichen Rollen im Tourismus – sei es als Mitarbeiterin, Gastgeberin, Trainerin, Führungskraft oder Reisende – steht auch im Fokus dieses Infomails Wissenschaft.

Die Corona-Pandemie hat vor allem Frauen getroffen und den Gleichstellungsprozess um Jahre zurückgeworfen, so die Bestandsaufnahme von Angela Kalisch von der NGO „Equality in Tourism“. Sie erläutert im Interview, wie die gläsernen Decken für Frauen durchlässiger werden können. Zum Interview auf unserem tourism_LOG.

Frauen profitieren nur dort vom Tourismus, wo dies auch beabsichtigt ist, sagt Carla Izcara Conde, Mitarbeiterin der Forschergemeinschaft Alba Sud in Barcelona. Die Tourismusindustrie scheint die systematische Ungleichheit zwischen den Geschlechtern auszunutzen, darauf weisen aktuelle Forschungen hin. Zum Artikel auf der Seite von fairunterwegs.

Isatou Foon, Präsidentin der Janjanbureh Tour Guide Association in der Central River Region (Gambia), engagiert sich in ihrer Heimat dafür, einen nachhaltigen gemeindebasierten Tourismus aufzubauen, bei dem sie insbesondere mit Frauen arbeitet. In einem Interview berichtet sie über ihre Arbeit und die aktuelle Situation in Gambia. Zum Artikel auf der Seite von fairunterwegs.

Würde mehr Frauen-Power auch mehr Nachhaltigkeit bedeuten? Ist der weibliche Habitus umweltfreundlicher? Diese Frage stellte Harald A. Friedl drei jungen Frauen – Natascha Dockal, Nina Kampitsch und Sophie Schaad, die an der FH JOANNEUM Bad Gleichenberg studieren. Zum Gespräch auf unserer Website.

Wie weibliche Führung als Erfolgsfaktor wirken könne, um Verantwortungsträger*innen in Tourismusbetrieben vom nachhaltigen Wirtschaften zu überzeugen, zeigt Natascha Dockal in ihrer Masterarbeit auf. Zum Artikel auf unserer Website.

Was Frauen als Reisende in der Welt bewirken können, reflektiert die Journalistin Maria Kapeller in ihrem Essay. Zum Essay auf unserer Website.

Julia Zotter, Studentin an der FH JOANNEUM Bad Gleichenberg, gibt Frauen Tipps für die Vorbereitung selbst organisierter Reisen. Zum Artikel auf unserer Website.

Dass die eigene Tochter ganz allein die Welt entdecken möchte, bereitet Eltern mitunter schlaflose Nächte. Welcher Ratschlag wäre für die junge Frau als Reisegepäck hilfreich, um sie zu „schützen“? Diese Frage diskutiere ich mit meinem Kollegen Harald A. Friedl. Zum Diskurs auf unserer Website.

Vor Kurzem wurde eine Plattform auf der Website des BMLRT gestartet, auf der ausgezeichnete Abschlussarbeiten von touristischen Ausbildungsinstitutionen zu den Sustainable Development Goals (SDGs) präsentiert werden. Zum Beitrag auf unserer Website.




Ich wünsche eine interessante Lektüre – und freue mich über Kommentare an: cornelia.kuehhas@respect.at
 
Cornelia Kühhas

 

Frauen-Power für einen nachhaltigen Tourismus

 
Ob Mitarbeitende im Tourismus, Gastgeberinnen oder Reisende – Frauen nehmen im Tourismus unterschiedlichste Rollen ein. Obwohl mehr Frauen als Männer im Tourismus tätig sind, sind sie mit zahlreichen Hürden wie Ausbeutung, Diskriminierung und gläsernen Decken konfrontiert. In einer Veranstaltungsreihe von respect_NFI und der Schweizer NGO fairunterwegs im Mai 2021 wurde beleuchtet, wie sich die Rollen der Frauen im Laufe der letzten Jahrzehnte verändert haben, warum Frauen-Power für eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus so wichtig ist, wie Chancengleichheit geschaffen werden kann und warum die COVID-19-Pandemie insbesondere Frauen (be)trifft.

Lesen Sie auf unserer Website weiter.
 

Weiblichkeit als Erfolgsfaktor für Nachhaltigkeitsorientierung
 

Aktionsanalyse eines Tiroler Fünf-Stern-Hotels zur Frage, wie die Führungskräfte vom Österreichischen Umweltzeichen und der Nachhaltigkeitsorientierung überzeugt werden können

von NATASCHA DOCKAL, BA, FH JOANNEUM Bad Gleichenberg
 

Die Tourismusbranche ist als umsatzstarke Branche für hohen Ressourcenverbrauch verantwortlich. Das erscheint fatal, bedeutet aber gleichzeitig hohes Verbesserungspotenzial: Durch strategisch kluge Priorisierung von Umweltschutz im täglichen Wirtschaften können schnelle Erfolge durch hohe Einsparungen erzielt werden. Vor allem erwarten sich immer mehr Reisekund*innen ein effektives Umweltschutzengagement. Dies erfordere von touristischen Unternehmer*innen die Analyse der Umweltschutzpotenziale ihrer Betriebe.

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Die gläsernen Decken durchbrechen!

Interview mit ANGELA KALISCH, Vorsitzende von Equality in Tourism 

Angela Kalisch engagiert sich seit vielen Jahren für die Gleichberechtigung von Frauen im Tourismus. Sie war Vortragende bei der Online-Gesprächsrunde zum Thema „Die Macht der Frauen! Frauen in touristischen Führungspositionen“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Frauen im Tourismus“ von respect_NFI & fairunterwegs im Mai 2021.
 

Angela, in eurer Studie „Sun, Sand & Ceilings. Women in Tourism and Hospitality Boardrooms” 2013 habt ihr festgestellt, dass der Frauenanteil im touristischen Management nur gut 15 Prozent ausmacht, bis 2018 ist er auf 25 Prozent angestiegen. Es geht also recht langsam voran. Nun liegen 1,5 Jahre COVID-Pandemie hinter uns, mit extremen Auswirkungen auf die Tourismusbranche. Wie hat sich die Pandemie denn auf die Chancengleichheit von Frauen ausgewirkt?

Die COVID-Pandemie hat katastrophale Auswirkungen auf die Gleichstellung der Geschlechter im Tourismus und Gastgewerbe. Es zeigt sich weltweit ein düsteres Bild. Es wird erwartet, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen, einschließlich des Verlusts von Arbeitsplätzen und Lebensgrundlagen, Millionen von Menschen in extreme Armut stürzen werden, insbesondere im Globalen Süden, wobei der asiatisch-pazifische Raum am stärksten betroffen ist, nachdem der Tourismus dort vor COVID enorme Wachstumsraten verzeichnete. Frauen und Mädchen sind am stärksten betroffen. Letztes Jahr schätzte die Frauenorganisation der Vereinten Nationen (UN Women), dass Ende 2020 mindestens 13 Prozent der Frauen und Mädchen auf der Welt - 469 Millionen Menschen - in extremer Armut leben werden. Diese Zahl könnte 2021 mit den anhaltenden Auswirkungen mehrerer Corona-Wellen rund um den Globus noch ansteigen.

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Nur wo es Absicht ist, profitieren Frauen vom Tourismus
von CARLA IZCARA CONDE / fairunterwegs-Redaktion



Tourismus ist einer der Wirtschaftszweige, in denen besonders viele Frauen beschäftigt sind. Die Branchenführer loben den Tourismus als Beschäftigungsmotor für Frauen, weil er Jobs biete, bei denen sich Beruf und Familie vereinbaren liessen. Carla Izcara Conde, Mitarbeiterin der Forschergemeinschaft Alba Sud in Barcelona, steht diesen Versprechen skeptisch gegenüber. Vielmehr scheinen neuere Forschungen darauf hinzuweisen, dass die Tourismusindustrie die systematische Ungleichheit zwischen den Geschlechtern ausnutzt und in den meisten Fällen fortsetzt, erklärte Izcara an dem von fairunterwegs und respect_NFI gemeinsam organisierten Podium vom 27. Mai 2021 zum Thema "Herrliche Aussichten? - Frauen im Tourismus zwischen Chance und Ausbeutung".

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Ist der weibliche Habitus umweltfreundlicher?

Ein Streitgespräch von HARALD A. FRIEDL mit NATASCHA DOCKAL, NINA KAMPITSCH und SOPHIE SCHAAD (FH JOANNEUM Bad Gleichenberg)


Greta Thunberg hatte vor der COVID-Epidemie den Impuls für die Gründung von Fridays for Future gesetzt. In Österreich gilt Dr. Helga Kromp-Kolb, emeritierte Professorin für Meteorologie und „Wissenschaftlerin des Jahres 2005“, als die Grande Dame des Klimaschutzes. Die britische Primatenforscherin Jane Goodall hatte als Öko- und Friedensaktivistin schon 1977 ein Institut gegründet, das sich mittlerweile in 30 Ländern für den respektvollen Umgang mit Menschen, Tieren und der Natur einsetzt.
Es scheint, als ob Frauen sich häufiger für Umweltschutz einsetzen als Männer.

Wie sehen dies die drei jungen Frauen Natascha Dockal, Nina Kampitsch und Sophie Schaad? Ihnen gemeinsam ist ihr Studium am Institut für Gesundheit und Tourismus Management an der FH JOANNEUM in Bad Gleichenberg sowie die Abfassung ihrer akademischen Abschlussarbeiten über Aspekte des Umweltschutzes im Tourismus. Ist aus ihrer Sicht Umweltschutz weiblich? Harald A. Friedl führte durch die Diskussion.

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„Vorurteile gegen Frauen ändern sich mit jeder Erfolgsgeschichte“

Interview mit ISATOU FOON, Präsidentin der Janjanbureh Tour Guide Association in der Central River Region, Gambia.
Das Interview führte Nina Sahdeva, fairunterwegs-Redaktion



Isatou Foon lebt in der Stadt Janjanbureh im zentralen Flussgebiet von Gambia – dem von Senegal umgebenen westafrikanischen Staat mit etwa einem Viertel der Fläche und einem Viertel der Einwohnerzahl der Schweiz. An der Küste hat die Regierung die Tourismusentwicklung gefördert, trotzdem bleibt die Zahl auch in  Janjanbureh überschauber: Es kommen nur etwa Eintausend Reisende pro Jahr. Ein Geheimtipp also. Doch diesen internationalen Gästen wollen die Frauen, die Isatou Foon und ihre Kollegen (sie ist die einzige Frau im Team) für den Community Based Tourism begeistert haben, besondere Erlebnisse und Begegnungen ermöglichen. fairunterwegs wollte von Isatou Foon wissen, ob und wie die Frauen vom Tourismus in Gambia profitieren.

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Was reisende Frauen in die Welt tragen (können)

von MARIA KAPELLER
 

Es war in einem Jazzlokal in Krakau. Ich kannte niemanden und all die Menschen rund um mich kannten mich nicht. Die Bar war klein, wir mussten mit den Stühlen eng aneinanderrücken. Irgendwann kam ich mit irgendjemandem ins Gespräch, der mir Ewa vorstellte. Rote Haare, Mütze am Kopf, gestreifter Pullover. Auch sie war an diesem Abend allein gekommen. Sie strahlte Selbstbewusstsein aus, ein breites Lächeln zog sich über ihr Gesicht. Lange hatte sie im Ausland gelebt, erzählte sie. Gerade drehe sie einen Dokumentarfilm. Warum ich in der Stadt sei? „Mich hat es hierher getrieben, frag nicht wieso, es ist kompliziert“, murmelte ich. Ewa wusste sofort Bescheid. „Wenn jemand liebt und zurückgewiesen wird, verspürt er einen ganz realen Schmerz. Genauso, als würde man sich körperlich verletzt haben“, sagte sie mit sanfter Stimme. Wir zogen weiter, in eine Wodkabar, wo wir bis vier Uhr morgens blieben.

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Als Frau alleine unterwegs?
Mittels welcher Vorbereitungen die Angst vor Gefahren einer Vorfreude weicht …

von JULIA ZOTTER



Die Globalisierung macht das heutige Reisen so leicht wie noch nie zuvor. Individualreisende bewegen sich hierbei gerne als Backpacker, auch Rucksacktourist*innen genannt, fort. Auf der Suche nach Abenteuern und neuen Erfahrungen sind sie jedoch auf sich alleine gestellt. Ungewissheit ist dabei vorprogrammiert. Als (allein) reisende Frau muss man neben den typischen Stressoren wie Gefahren für die persönliche Sicherheit, mangelhaften Zugang zu medizinischer Versorgung und der Bedrohung durch Infektionskrankheiten auch Herausforderungen betreffend die (Intim-)Hygiene bewältigen. Eine ausreichende Vorbereitungszeit dahingehend erscheint sinnvoll, um durch das Sammeln von Information vor der Reise kritischen Situationen vorbeugen zu können.

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„Meine Tochter will auf eigene Faust nach Südamerika reisen. Was soll ich ihr sagen, um sie zu schützen?“

ein Diskurs zwischen CORNELIA KÜHHAS (respect_NFI) & HARALD A. FRIEDL (FH JOANNEUM Bad Gleichenberg)


Kinder werden irgendwann erwachsen und wollen Grenzen überwinden. Vom Zauber der Exotik gelockt, wollen sie ferne Welten mit außergewöhnlichen Kulturen an magischen Orten entdecken und erleben. Für besorgte Eltern, die aus den Medien von Überfällen, Vergewaltigungen, Drogenkriegen und fundamentalistischem Terror in jenen Welten jenseits der All-inclusive-Resorts hörten, eine Horror-Vorstellung. Was kann soll man dem Kind als Ratschlag mitgeben, wenn es sich dieser Welt mit seinen Gefahren und Verlockungen aussetzt? Wie kann man einen jungen Reisenden am besten „schützen“?

Antworten auf diese Frage suchten Cornelia Kühhas und Harald A. Friedl. Cornelia Kühhas ist Expertin für Nachhaltige Tourismusentwicklung und Entwicklungszusammenarbeit bei respect_NFI. Harald A. Friedl ist assoz. Professor für Nachhaltigkeit und Ethik im Tourismus am Institut für Gesundheit und Tourismus Management der FH JOANNEUM in Bad Gleichenberg. Er ist zudem Autor des Buches „Respektvoll reisen“ und „Kulturschock Tuareg“, beide im Reise-Know-how-Verlag erschienen.

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BM für Landwirtschaft, Regionen & Tourismus startete Plattform für Forschungsarbeiten zu Nachhaltigkeit im Tourismus

17 Studierende der FH JOANNEUM unter insgesamt 22 Autor*innen als treibende Kraft für Nachhaltigkeitsforschung



 
Wie lässt sich Nachhaltigkeitsorientierung in Forschung und Lehre an touristischen Schulen und Hochschulen besser verankern? Diese Frage stellte sich der „Runde Tisch für Ethik im Tourismus“ unter der Schirmherrschaft der Sektion Tourismus des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus. Der jüngste „Coup“ dieses Runden Tisches ist die Entwicklung einer Plattform für ausgezeichnete Abschlussarbeiten von touristischen Ausbildungsinstitutionen zu den Sustainable Development Goals (SDGs) der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.
 
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Aktuelles


 

16. August 2021
Bewerbungsfrist Studiengang „Gesundheitsmanagement im Tourismus“ (Bachelor) in Bad Gleichenberg unter Gesundheitsmanagement im Tourismus (fh-joanneum.at)  


16. August 2021
Bewerbungsfrist Studiengang „Gesundheitstourismus und Freizeitmanagement“ (Master) in Bad Gleichenberg unter Gesundheitstourismus und Freizeitmanagement (fh-joanneum.at)

 
Das Info-Mail WISSENSCHAFT wird von respect_NFI und der FH JOANNEUM Bad Gleichenberg als Sonderausgabe des respect_NFI-Info-Mails herausgegeben. Das Info-Mail WISSENSCHAFT erscheint zwei Mal jährlich.

           
 
Wir freuen uns über Ideen, Anregungen, Termine und News aus dem Bereich Nachhaltige Tourismusentwicklung an cornelia.kuehhas@respect.at.
 


Photos Header: Cornelia Kühhas; ATLED NF Algerien
Photos: Doris Banspach, FH JOANNEUM Bad Gleichenberg, Harald A. Friedl, JUST ACT/Isatou Foon, Angela Kalisch, Maria Kapeller, Katrin Nolland, Julia Zotter



Redaktion: Cornelia Kühhas (respect_NFI) & Harald A. Friedl (FH JOANNEUM Bad Gleichenberg)

respect_NFI (Naturfreunde Internationale), Viktoriagasse 6/1, A-1150 Wien |
FH JOANNEUM Bad Gleichenberg, Institut für Gesundheits- und Tourismusmanagement,
Kaiser-Franz-Josef-Straße 24, A-8344 Bad Gleichenberg

 
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