NFI-NEWSLETTER 01/2018
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NEWSLETTER  1 / 2018


+++ Opening of the Landscape of the Year 2018/19 Senegal/The Gambia +++ Tour d´ Horizon +++


 

Landschaft des Jahres 2018/2019 – Senegal/Gambia


 
Am 13. Januar wurde die erste afrikanische Landschaft des Jahres im Grenzgebiet von Senegal und Gambia feierlich eröffnet. Erfahren Sie mehr dazu in diesem Newsletter!

Im Januar fand auch die Tour d´Horizon statt. Kommende Woche startet die NFI auf ihrer Facebook-Seite einen Reisebericht der besonderen Art: Erleben Sie Tag für Tag die zweiwöchige Reise – mit Berichten der Reisenden, Statements der afrikanischen Naturfreunde und Stimmen aus der Bevölkerung vor Ort. Tauchen Sie ein in die Landschaft des Jahres Senegal & Gambia! --->



Eine Landschaft des Jahres, die bewegt!

Manfred Pils, der Präsident der Naturfreunde Internationale, war bei der Eröffnung der Landschaft des Jahres Senegal/Gambia dabei. Hier sein Bericht:

Eine großartige Eröffnung
Mehr als 800 Menschen in farbenprächtiger Kleidung kamen am 13. Januar 2018 nach Koumbidja Socé, etwa 300 Kilometer im Landesinneren von Senegal an der Grenze zu Gambia. Jede eintreffende Gruppe erschien mit traditionellen Masken und tanzte zu Ehren des Publikums. Die Tänze wurden von Ansprachen begleitet. Das war die großartige Eröffnungsveranstaltung der Landschaft des Jahres 2018/19 – Senegal/Gambia. Das ausgewählte Motto "Klimagerechtigkeit solidarisch leben" war in Englisch und Französisch auf den T-Shirts der gastgebenden senegalesischen NaturfreundInnen zu lesen. Ein gemeinsamer Gedenkstein erinnert an die Eröffnung der ersten Landschaft des Jahres in Afrika, der ersten außerhalb Europas. Aber auch viele, viele Obstbäume werden an diesen Tag erinnern, die im Anschluss an die Feierlichkeiten von den afrikanischen und europäischen NaturfreundInnen gemeinsam mit den DorfbewohnerInnen gepflanzt wurden.

Dorftourismus und Aufbau einer Zivilgesellschaft
Auf der gambischen Seite ein ähnliches Bild. Ebenfalls etwa 800 Menschen beim Kankurang Festival in Janjanbureh, nun verstehen wir die Masken und ihre Bedeutung schon besser, auch weil es gleich neben dem Festplatz ein Museum zu dieser Maskenkultur gibt. Nach dem Regimewechsel vor einem Jahr befindet sich Gambia in Aufbruchsstimmung in Richtung Demokratie. Die Zivilgesellschaft ist gerade im Aufbau – deswegen war es gar nicht leicht, für die Landschaft des Jahres Kooperationspartner zu finden. Umso schöner die große Anzahl Beteiligter an der Festveranstaltung. Einer der Schwerpunkte der Landschaft des Jahres ist der Aufbau eines gemeindebasierten Tourismus, also eines Tourismus, der Einkommen für die lokale Bevölkerung schafft. Das Land hat alle Voraussetzungen dazu: Der Gambia River ist eine gewaltige Lebensader, hier gibt es viele Naturschutzgebiete, in denen Wildtiere wie Schimpansen, Krokodile oder Flusspferde leben.
Lesen Sie hier weiter.

 
Bäume für die Zukunft

Die von afrikanischen und europäischen Naturfreundinnen und Naturfreunden gemeinsam mit der Bevölkerung durchgeführte Pflanzung von Obstbäumen in drei Dörfern war einer der Höhepunkte im Rahmen der Eröffnung der neuen Landschaft des Jahres.
Bäume sind in der trockenen Sahelzone überlebenswichtig – insbesondere Obstbäume leisten wichtige Dienste: Sie spenden Schatten, festigen den Boden, liefern gesunde Nahrung, die Früchte können auch vermarktet werden und jeder Baum ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Damit die Bäume gedeihen, müssen sie mindestens drei Mal am Tag bewässert werden und jeder Baum braucht ein eigenes Schutzgerüst, damit die Blätter nicht von Ziegen und anderen Tieren abgefressen werden. Über 2.000 Bäume wollen die Naturfreunde hier pflanzen – gemeinsam mit der Bevölkerung. Vor jeder Baumpflanzung sind daher ausführliche Gespräche und eine Schulung zur Pflege der Bäume notwendig, damit die Dorfgemeinschaft hinter der Aktion steht und dafür sorgt, dass die Bäume auch überleben.
Die Baumpflanzungen werden aus dem Naturfreunde-Klimafonds finanziert. Lesen Sie hier weiter.

 


 
Von "Landschaft des Jahres" zu "Landschaft des Jahres"

Seit 1989 erklärt die NFI grenzüberschreitende und ökologisch wertvolle Regionen zur Landschaft des Jahres, bisher in Europa. Nun wurde der große Schritt aus Europa hinaus vollzogen, erstmals nach Afrika. Anlässlich der Auftaktveranstaltung überbrachte eine Delegation aus der vorherigen Landschaft des Jahres (2013/14 – Oberrhein) Geschenke, die als Zeichen der Verbundenheit mit der neuen Landschaft des Jahres und als Ermutigung für ihre Verantwortlichen zu sehen sind. Landschaften des Jahres sind immer grenzüberschreitend, oft waren dabei Flüsse die Grenze oder spielten eine wichtige Rolle und die Brücke war ein wichtiges Symbol. So auch diesmal. Uschi Böss-Walter und Roland Walter von den Naturfreunden Rastatt überreichten an Cheikh Diakhaté, den Vorsitzenden der Naturfreunde Koungheul, eine Tafel mit dem Bild einer Brücke über den Gambia-Fluss und eine Statue, die die Verbindung zwischen den drei Ländern der Landschaft des Jahres Oberrhein und den zwei der Landschaft des Jahres Senegal-Gambia symbolisiert. Lesen Sie die Ansprache zur Übergabe im Wortlaut --->
 


NaturfreundInnen im Gespräch








PETRA MÜLLER, Afrika-Beauftragte der NaturFreunde Deutschlands & Vizepräsidentin der Naturfreunde Internationale

Du bist Afrika-Beauftragte der NaturFreunde Deutschlands. Warum engagieren sich die NFD in Afrika? Und wie sieht die Zusammenarbeit der NFD mit dem Afrika-Netzwerk der Naturfreunde konkret aus?
Die Naturfreunde Deutschlands pflegen schon seit vielen Jahren einen regen Austausch mit den Naturfreundeorganisationen in Senegal und Togo. Initialzündung für unsere Zusammenarbeit waren Naturfreundereisen in diese Länder. So haben wir die Aktivitäten unserer FreundInnen in den Bereichen Umweltbildung, Biodiversität und Klimawandel kennen gelernt. Das alles sind Themen, die auch bei den NFD eine große Rolle spielen. Unsere Projekte haben immer auch einen sozialen Aspekt, sodass die Menschen vor Ort einen konkreten Nutzen davon haben.
Um die Zusammenarbeit zu intensivieren und unsere Aktivitäten zu koordinieren, haben wir 2012 das Afrika-Europa-Netzwerk der Deutschen Naturfreunde gegründet. Das Netzwerk steht allen interessierten NaturfreundInnen offen und hat einen eigenen Mail-Verteiler. Es findet jährlich ein gemeinsames Seminar mit VertreterInnen der afrikanischen Naturfreundeverbände statt. Wir befassen uns dort mit gemeinsamen Themen wie z.B. Klimagerechtigkeit, genmanipulierte Organismen oder Landgrabbing. Weitere Schwerpunkte sind der Erfahrungsaustausch über gemeinsame Projekte, Berichte über Gruppenaktivitäten bei uns und die Weiterentwicklung unserer Zusammenarbeit. Bei der Auswahl der Tagungsorte beziehen wir die jeweilige regionale Ortsgruppe ein, damit unsere afrikanischen FreundInnen auch die lokalen Aktivitäten der NFD kennen lernen.

Was sind bzw. waren für dich bislang die Highlights in der Kooperation mit den Naturfreunden in Afrika?
Die Highlights waren und sind immer die direkten Begegnungen mit den Naturfreunden, die im Rahmen unserer Afrika-Reisen stattfinden. Das Engagement der Jugendlichen in den Umweltclubs der Naturfreunde, die Gespräche mit den Schülergruppen und den Ortsgruppen über ihre konkrete Arbeit, die sichtbaren Fortschritte und die Weiterentwickelung der Projekte zeigen, dass unsere Zusammenarbeit auf einem guten Weg ist.
Lesen Sie hier weiter!


    Kurzmeldungen – Termine – Interna


Am 16. Januar 2018 wurde die Europäische Strategie für Kunststoffe in einer Kreislaufwirtschaft verabschiedet. Die Strategie ist Teil der Forcierung der Kreislaufwirtschaft in Europa und wird auch dazu beitragen, die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Welt (Sustainable Development Goals), die globalen Klimaschutzverpflichtungen und die industriepolitischen Ziele der EU zu erreichen. ---> | Kommentar des Europäischen Umwelt-Büros (EEB)

Positionspapier zum mehrjährigen EU-Finanzrahmen. Sämtliche Finanzentscheidungen müssen zukünftig an Nachhaltigkeitskriterien gekoppelt werden – das fordern 24 Verbände unter dem Dach des Deutschen Naturschutzrings, darunter die NaturFreunde Deutschlands. In einem Positionspapier sind detaillierte Forderungen der Zivilgesellschaft für den Mehrjährigen Finanzrahmen nach 2020 zusammengefasst. --->

50.000 Euro für Kinder tödlich verunglückter Arbeiter aus Nepal. Die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) und der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) unterstützen das Projekt "Bildung für Nepal" der Naturfreunde Niederösterreich. In einer Spendenaktion haben sie 50.000 Euro gesammelt, die für den Bau einer Schule mit Kindergarten verwendet werden, in der Kinder von Wanderarbeitern unterrichtet werden. --->


Das neue Dossier "Eine Seefahrt, die ist lustig …!?" der Naturfreunde Internationale – respect blickt hinter die Kulissen des boomenden Kreuzfahrttourismus, auf seine ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen. Downlaod

Die Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz der NaturFreunde Deutschlands – kurz FARN – hat im Oktober 2017 ihre Arbeit aufgenommen. FARN untersucht die historischen und aktuellen Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit extrem rechten und völkischen Strömungen. Mehr Informationen und das Veranstaltungsprogramm finden Sie hier.


Die Internationale Naturfreundejugend hat die Guidelines "Working with migrants and refugees" herausgegeben. Darin sind die Ergebnisse der Aktionen zusammengefasst, die 2017 im Rahmen des Projektes "Border-Free Solidarity" durchgeführt wurden. Das Handbuch soll alle – Einzelpersonen oder NGOs - unterstützen, die MigrantInnen und Flüchtlingen helfen wollen.  --->
 

ENGLISH

Landscape of the Year 2018/2019 – Senegal/The Gambia


 
On January 13, the first African Landscape of the Year in the border region between Senegal and the Gambia was ceremoniously opened. Find out more in this issue of our Newsletter!

In January, the Tour d’Horizon took place as well. Next week the NFI will start a special travel log on our Facebook page - reports from travellers, statements from African Naturefriends and reactions from the local community. Immerse yourself in the Landscape of the Year Senegal & the Gambia! --->



A Landscape of the Year that will move you!

Manfred Pils, President of Naturefriends International, took part in the opening ceremonies of the Landscape of the Year Senegal/the Gambia. Here is what he experienced:

A fantastic opening ceremony
On January 13, 2018 more than 800 people in colourful clothes came together in Koumbidja Socé, about 300 kilometres from the Senegalese-Gambian border. Every group wore traditional masks and showed traditional dances to honour the guests. Speeches accompanied the dances. This was the fantastic opening ceremony of the Landscape of the Year 2018/19 – Senegal/the Gambia. The chosen motto “Living climate justice” was printed in English and French on T-shirts worn by our hosts from Senegal. A memorial stone can be found in remembrance of the opening of the first African Landscape of the Year, the first one outside of Europe. In addition, many, many fruit trees, which were planted after the festivities by both African and European Naturefriends together with the local community, will serve as reminders as well.

Village tourism and developing the civil society
We had similar experiences in the Gambia, where also 800 people came to the Kankurang festival in Janjanbureh. The masks and their meaning were now easier to understand, especially since there is a museum about the culture behind the masks right next to the fairgrounds. After the regime change last year, the Gambia is on its way towards democracy. The civil society is just starting to develop – so it was not easy to find partners for the Landscape of the Year. Thus, the large crowd at the festival was even more special. One of the priorities within the Landscape of the Year is the development of community based tourism – a tourism which creates income for the local people. This country should be able to achieve this: The Gambia River is a big lifeline with many nature reserves where wildlife such as chimpanzees, crocodiles or hippos can be found.
Read on at our website.
 


Trees for the future

One of the highlights of the opening ceremony of the new Landscape of the Year was the fruit tree planting in three villages, done by African and European Naturefriends together with the local community. In the dry Sahel region trees are essential for survival – especially fruit trees are important: They provide shade, they prevent erosion, create a healthy food supply, which can also be sold, and every tree is important for climate protection. So that the trees can grow they need to be watered at least three times a day and the leaves of each tree need to be protected so they are not eaten by goats or other animals. Naturefriends want to plant more than 2.000 trees together with the local community. Before each tree planting, extensive talks and a training on how to take care of the trees need to happen, to get the whole community on board in order to keep the trees alive.
The tree plantings are financed through the Naturefriends Climate Fund. Read on at our website.

 


From „Landscape of the Year“ to „Landscape of the Year“

Since 1989 NFI declares a border region which is environmentally valuable to be the “Landscape of the Year”. Now a big step has been taken and the Landscape of the Year moved from Europe to Africa for the first time. For the opening festivities, a delegation from the previous Landscape of the Year (2013/14 – Upper Rhine Valley) brought gifts – to show the solidarity to the new Landscape of the Year and to encourage the people in charge. Landscape of the Years are always cross-border, rivers always play an important role – often as the border – and the bridge is an important symbol. Also this time.
Uschi Böss-Walter und Roland Walter from Naturefriends Rastatt gave Cheikh Diakhaté, President of Naturefriends Koungheul, a plaque showing a picture of a bridge across the Gambia River, as well as a statue which symbolizes the connection between the three countries of the Landscape of the Year Upper Rhine Valley and the two countries of the Landscape of the Year Senegal/the Gambia.
Please find here the speech given by the delegation from the previous Landscape of the Year for the opening ceremony on January 13, 2018 in Koumbidja Sossé --->

 

Naturefriends talk








PETRA MÜLLER
Programme coordinator for Africa of Naturefriends Germany & Vice President of Naturefriends International

You are the Programme coordinator for Africa of Naturefriends Germany. Why are the Naturefriends Germany so involved in Africa? What does the partnership between NF Germany and the African Naturefriends Network look like?
Naturefriends Germany have been working with Naturefriends Senegal and Togo for many years now. It all started with the trips to both countries organised by Naturefriends, which gave us a chance to experience our friends’ activities regarding environmental education, biodiversity and climate change first hand. Those topics are also very important for NF Germany. Our projects always have a social aspect so that the local community can benefit as well.
To improve the cooperation and to help coordinate joint-activities we established the Africa-Europe-Network within Naturefriends Germany in 2012. The network is open for all interested Naturefriends and has its own mailing list. There is a yearly seminar with representatives from the African Naturefriends organisations. Together, we discuss common issues such as climate justice, genetically modified organisms or land grabbing. In addition, experiences regarding mutual projects, reports about our group activities and the development of our cooperation are being shared. When choosing the location for the next meeting, we always include the local Naturefriends group so that our friends from Africa can get to know the local activities within the NF Germany network.

So far, what are/were the highlights of working together with Naturefriends Africa?
The highlights are and always were the personal encounters with Naturefriends during our tours in Africa. The commitment of the teenagers in the environmental clubs of the Naturefriends, talking to student groups and the local groups about their specific projects, seeing the visible improvements and the continuing development of the projects show that our cooperation is well on its way.

Read on at our website!


    Memos – dates – internal


The European Strategy for Plastics in a Circular Economy was adopted on January 16, 2018. The Strategy is part of Europe's transition towards a circular economy, and will also contribute to reaching the Sustainable Development Goals, the global climate commitments and the EU's industrial policy objectives. ---> | Comment by the European Environmental Bureau --->

Policy Paper regarding the perennial EU financial framework. All financial decisions have to be contingent on sustainability criteria – this is what 24 associations under the umbrella of the German Nature Conservation, including Naturefriends Germany, ask for. The policy paper gives detailed demands of the civil society for the perennial EU financial framework.

IYNF pulished the Working with migrants and refugees guidelines, the outcomes of 2017 "Border-Free Solidarity" events. They are aimed to help anyone – individual or NGO - who wants to start or continue help migrants and refugees! --->

50.000 Euro for the children of workers in Nepal who were killed. Die trade union “Gewerkschaft Bau-Holz (GBH)” and the Austrian Trade Union Confederation (ÖGB) support the project “Education for Nepal” of Naturefriends Lower Austria. Through a fundraising campaign they collected 50.000 Euro, so that a new school, including a kindergarten, can be built so the children of migrant workers can be taught.

 

FRANÇAIS

Paysage de l´Année 2018/2019 – Sénégal/Gambie


 
Le 13 janvier le premier Paysage de l‘Année africain a été lancé officiellement dans la région frontalière entre le Sénégal et la Gambie. Apprenez les détails dans la présente Newsletter !

Le Tour d’horizon a également eu lieu en janvier. La semaine prochaine, l’IAN lance sur sa page Facebook un rapport de voyage d’un type spécial : vivez jour par jour ce voyage de deux semaines – avec des rapports des voyageurs, des commentaires des Amis de la Nature africains et d’amis et partenaires dans la région. Plongez avec nous dans le Paysage de l’Année Sénégal&Gambie ! --->



Un Paysage de l’Année mobilisateur !

Manfred Pils, Président de l’Internationale des Amis de la Nature, a participé au lancement du Paysage de l‘Année Sénégal-Gambie. Voici son rapport :

Un lancement grandiose
Le 13 janvier, plus de 800 personnes dans leurs habits multicolores se sont rendues à Koumbidja Socé, village situé à environ 300 kilomètres du littoral, à l’intérieur du Sénégal, sur la frontière gambienne. Chaque groupe se présente avec ses masques traditionnels et danse en l’honneur de l’assistance. Les danses alternent avec les discours. C’est ainsi que s’est déroulé le lancement impressionnant du Paysage de l’Année 2018/2019 – Sénégal/Gambie. La devise « Vivre la justice climatique dans la solidarité » figurait en anglais et en français sur les t-shirts des Amies et Amis de la Nature hôtes de la manifestation. Une stèle commémore l’inauguration du premier Paysage de l’Année en Afrique, du premier en dehors de l’Europe. Mais de nombreux arbres fruitiers feront aussi penser à cette date mémorable, plantés après les cérémonies par les Amis de la Nature africains et européens, avec les habitants et habitantes du village.

Tourisme villageois et développement d’une société civile
Le tableau est presque le même côté gambien. De nouveau environ 800 personnes assistent au festival du Kankourang – nous comprenons déjà mieux le rôle des masques, car à côté de la place des fêtes il y a un musée expliquant la culture des masques traditionnels. Après le revirement politique il y a un an, la Gambie est sur le chemin de la démocratie. La société civile prend tout juste forme – il n’allait pas de soi qu’on trouve des partenaires pour le Paysage de l’Année. D’autant plus réjouissant est le grand nombre de participants à la cérémonie d’ouverture du Festival. L’une des priorités du Paysage de l’Année est de développer un tourisme communautaire créateur de revenus pour les populations locales. Le pays en a le potentiel : le fleuve Gambie est une puissante artère, avec nombre de réserves abritant chimpanzés, crocodiles ou des hippopotames. Lire la suite.

 


Des arbres pour l‘avenir

Les reboisements en arbres fruitiers, effectués par des Amies et Amis de la Nature d’Afrique et d’Europe, avec les populations de trois villages, ont compté parmi les moments forts dans le cadre du lancement du nouveau Paysage de l‘Année. Dans les zones sèches du Sahel les arbres sont nécessaires à la survie – notamment les arbres fruitiers rendent service à plusieurs égards : ils donnent de l’ombre, stabilisent le sol, procurent des aliments sains, les fruits peuvent être commercialisés et chaque arbre est une importante contribution à la protection du climat.
Pour que les arbres puissent se développer bien, il faut les arroser au moins trois fois par jour, et chaque arbre doit disposer d‘un dispositif pour protéger les feuilles contre les chèvres et autres animaux. Les Amis de la Nature ont l’intention de planter plus de 2000 arbres dans la zone – toujours en étroite association avec les populations. Avant chaque opération de reboisement il faut donc prévoir des entretiens détaillés et des séances d’information pour l’entretien des arbres, afin que le village adopte le projet et assure la survie des arbres.
Les reboisements sont financés par le Fonds des Amis de la Nature pour le climat. Lire la suite.

 



D’un Paysage de l’Année à l‘autre

Depuis 1989 l’IAN déclare des Paysages de l’Année, transfrontaliers et d’intérêt écologique majeur, jusqu’ici situés en Europe. Or, pour la première fois, le pas important pour sortir d’Europe a été fait : le Paysage de l’Année est arrivé en Afrique. À l’occasion de la manifestation de lancement une délégation du Paysage de l’année précédent (2013/14 – la vallée du Rhin supérieur) a remis des cadeaux en signe de sympathie avec le nouveau Paysage de l’Année et d’encouragement pour ses responsables. Les Paysages de l’Année sont toujours transfrontaliers, et une rivière ou un fleuve a souvent marqué la frontière ou joué un rôle important, et des ponts ont été des symboles forts. C’est
aussi le cas de l’actuel Paysage de l‘Année. Uschi Böss-Walter et Roland Walter des Amis de la Nature de Rastatt (Allemagne) ont remis à Cheikh Diakhaté, président des Amis de la Nature de Koungheul, un tableau représentant le fleuve Gambie avec un pont, ainsi qu’une statue symbolisant le lien entre les trois pays du « Rhin supérieur » et les deux pays de l’actuel Paysage de l’Année. Voici le texte intégral de l’allocution à l’occasion de la remise des cadeaux --->

 


Des Amis et Amies da la Nature en conversation








PETRA MÜLLER
Chargée des affaires africaines des Amis de la Nature d’Allemagne & Vice-Présidente de l’Internationale des Amis de la Nature

Tu es chargée des affaires africaines des Amis de la Nature d’Allemagne (NFD). Pourquoi ceux-ci s’engagent-ils en Afrique ? Et comment se présente concrètement la collaboration entre les NFD et le Réseau Afrique des Amis de la Nature ?
Les Amis de la Nature d’Allemagne entretiennent depuis bien des années des échanges intenses avec les organisations d’Amis de la Nature au Sénégal et au Togo. Les voyages d’Amis de la Nature dans ces pays ont été le point de départ de notre collaboration. Ils nous ont permis de connaître les activités de nos amies et amis dans les domaines de l’éducation environnementale, de la biodiversité et du changement climatique. Tous ces thèmes jouent aussi un grand rôle pour les NFD. Nos projets ont toujours aussi une dimension sociale, de sorte que les populations sur place en tirent un bénéfice concret.
Afin d’intensifier la coopération et de coordonner nos activités, nous avons créé en 2010 un Réseau Afrique-Europe des Amis de la Nature d’Allemagne. Le Réseau est ouvert à tous et toutes les Ami et Amies de la Nature et dispose d’une propre mailing list. Chaque année il y a un séminaire avec des représentants des fédérations africaines d’Amis de la Nature. Nous y abordons des thèmes d’un commun intérêt, par exemple la justice climatique, les organismes génétiquement modifiés ou l’accaparement de terres. D’autres thèmes sont l’échange d’expériences sur des projets que nous réalisons en commun, des rapports sur les activités de sections ou de groupes et l’évolution continue de notre collaboration. Lors du choix des lieux des séminaires nous associons également les sections locales, pour que les amis africains puissent aussi faire connaissance avec les activités locales des NFD.

Quels ont été / sont jusqu’ici les moments forts dans la coopération avec les Amis de la Nature en Afrique ?
C’étaient et ce sont toujours les rencontres directes avec les Amis de la Nature, dans le cadre de nos voyages en Afrique. L’engagement des jeunes dans les clubs environnementaux des Amis de la Nature, les entretiens avec les membres des cellules scolaires et des sections, sur leur travail concret, les progrès visibles et le développement des projets montrent que notre coopération est sur la bonne voie.

Lire la suite sur notre site web.


    Nouvelles brèves – calendrier – informations internes


La Stratégie européenne sur les matières plastiques dans l’économie circulaire a été adoptée le 16 janvier 2018. La Stratégie fait partie de la transition à l’échelle européenne vers plus d’économie circulaire et contribuera aussi à atteindre les Objectifs du développement durable (ODD), les engagements mondiaux en matière de protection du climat et les objectifs de l’UE quant à sa politique industrielle. ---> | Commentaire du Bureau européen de l’Environnement (BEE) --->

L’Internationale des Jeunes Amis de la Nature a publié le vade-mecum Working with migrants and refugees, qui est le résultat d’actions entreprises en 2017 sous le titre « Solidarité sans frontières ». Le vade-mecum rendra service à tous et toutes – individus ou ONG – souhaitant d’entamer ou de poursuivre des actions en faveur de migrants et de refugiés ! --->

Document de synthése sur le cadre financier pluriannuel de l’UE. Toutes les décisions financières sont désormais à associer à des critères de durabilité – voici ce que demandent 24 associations de protection de la nature, réunies sous le toit de leur organisation de tutelle Deutscher Naturschutzring, parmi elles les Amis de la Nature d’Allemagne. Leurs demandes détaillées figurent dans un document de synthése de la société civile, relatives au Cadre financier pluriannuel après 2020.

50 000 euros pour les enfants d’ouvriers victimes d’accidents au Népal. Le Syndicat autrichien « Bau-Holz » (Construction/Bois) et la Confédération syndicale d’Autriche soutienne le projet « Éducation pour le Népal » des Amis de la Nature de Basse Autriche. Un appel à dons leur a rapporté 50 000 euros qui seront affectés à la construction d’une école avec jardin d’enfants, destinée aux enfants de travailleurs migrants.

 
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Photos: Doris Banspach, Manfred Pils

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