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Mit dem Impuls Newsletter informieren wir Sie regelmäßig über Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen im Bereich der Verkehrspsychologie. 
impuls GmbH
Cover Photo Newsletter Impuls GmbH
 
Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kollegen und Mitarbeiter,


auch weiterhin halten wir Sie mit unserem Impuls Newsletter regelmäßig über Neues und Aktuelles aus der Verkehrspsychologie und der Impuls GmbH auf dem Laufenden. Dies sind unsere Themen:   
 
„Cannabis ist doch harmlos...“
 
Dritte Auflage der Beurteilungskriterien für die Fahreignungsbegutachtung


Neu: Unser MPU-Forum

MPU-FINISH hat sich bewährt



„Cannabis ist doch harmlos...“


So oder in ähnlicher Form wird oft argumentiert, wenn es um die Droge Cannabis (und damit einhergehende Führerscheinprobleme) geht. Dass Cannabis bei weitem nicht so harmlos ist, belegen jetzt die Ergebnisse einer Langzeitstudie aus Neuseeland. Offenkundig führt langjähriger Konsum von Marihuana zu einer Beeinträchtigung geistiger Fähigkeiten.
 
Madeline Meier und ihr Team von der Duke University in Durham analysierten die Daten von über 1000 Probanden, die seit dem Kindesalter an der Studie teilnahmen. Dabei wurden in regelmäßigen Abständen der Intelligenzquotient sowie der Cannabiskonsum erfasst. In der letzten Studienphase wurde auch das Umfeld der Probanden befragt, wie sie deren Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit einschätzen.

Deutlich wurde unter anderem, dass bei 38-jährigen Probanden, welche schon vor ihrer Volljährigkeit über mehrere Jahre regelmäßig Cannabis konsumierten, der Intelligenzquotient deutlich niedriger ist als im Alter von 13 Jahren. Zudem berichtete das Umfeld über Probleme bei der Aufmerksamkeit und Konzentration. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass bei Probanden, welche erst im Erwachsenenalter mit dem regelmäßigen Konsum anfingen, die Einschränkungen weniger stark ausgeprägt waren. Letztendlich ist dies ein Beleg für die schon länger existierende Annahme, dass vor allem der Konsum im jugendlichen Alter, wenn sich das Gehirn also noch in einer Entwicklungsphase befindet, besonders schädlich ist.

Quelle: http://www.pnas.org/content/early/2012/08/22/1206820109.abstract


 
Dritte Auflage der Beurteilungskriterien für die Fahreignungsbegutachtung

Die Fahrerlaubnisverordnung fordert von den amtlich anerkannten Begutachtungs-stellen, dass die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen vorgenommen wird. Um hier einen ständig aktuellen Stand zu gewährleisten, werden die Beurteilungskriterien für die Fahreignungsuntersuchung kontinuierlich weiterentwickelt. Für das Jahr 2013 ist die Veröffentlichung der 3. Auflage der Beurteilungskriterien geplant. Bereits mit dem Erscheinen der 1. Auflage im Jahr 2005 wurde erreicht, dass die Begutachtung der Fahreignung bei allen amtlich anerkannten Trägern von Begutachtungsstellen auf der Grundlage gleicher Grundsätze und Kriterien erfolgen konnte. Die Einhaltung der hier gesetzten Standards wird durch die Bundesanstalt für Straßenwesen periodisch überwacht.

Auf einer Informationsveranstaltung am 10.10.2012 in Berlin stellten die Deutsche Gesellschaft für Verkehrspsychologie und die Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmedizin die geplante neue Struktur und Inhalte der 3. Auflage der Beurteilungskriterien vor. Insbesondere für die verkehrs- und strafauffälligen Fahrer wird es erweiterte und vertiefte Kriterien geben. Zum Beispiel wird künftig nicht mehr so sehr zwischen Punktetätern und allgemeinrechtlich Strafauffälligen unterschieden. Vielmehr ist demnächst in der MPU zu prüfen, ob persönlichkeitsbezogene Störungen vorliegen, die eher überdauernd sind und selbst durch Therapie wenig bzw. nur sehr zeitintensiv veränderbar sind. Oder aber es handelt sich nur um Fehleinstellungen im Hinblick auf die Einhaltung von (Verkehrs-)Regeln, die zur Gewohnheit geworden sind. Diese können durch geeignete verkehrstherapeutische Programme korrigiert werden und dann auch viel leichter zu einem positiven MPU-Ergebnis führen. Auch auf medizinischem Gebiet kommen neue Inhalte dazu, z. B. Neuregelungen für die Substitutionsbehandlung. Die Richtlinien für chemisch-toxikologische Untersuchungen (CTU) werden präzisiert.

Nähere Informationen zu den geplanten Neuerungen finden Sie auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie und der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin:
http://www.dgvp-verkehrspsychologie.de
http://www.dgvm-verkehrsmedizin.de

 
Neu: Unser MPU-Forum

Was erwartet mich bei der MPU? Was wird dort von mir erwartet? Wie kann ich mich am besten auf die MPU vorbereiten? Diese und ähnliche Fragen werden uns häufig von Kunden und Interessenten gestellt. Dabei erfahren wir auch von allerlei Märchen und Mythen rund um den sogenannten Idiotentest. Ein großer Teil dieser Falschinformationen und Vorurteile stammt aus dem Internet, das für viele Betroffene eine erste Informationsquelle ist - leider aber oft keine sehr verlässliche. Deswegen bieten wir von Impuls seit vielen Jahren mit unserem Internetauftritt umfangreiche sachliche Informationen zu den Anlässen der MPU, ihrem Ablauf, den möglichen Gutachterergebnissen usw. Dazu ein Stichwortverzeichnis und einen FAQ-Bereich mit häufig gestellten Fragen.

Jetzt gehen wir noch einen Schritt weiter auf die Betroffenen zu: Unter www.mpu-forum.com können Interessierte selbst Ihre Fragen rund um die MPU stellen, die zeitnah von unseren qualifizierten MPU-Beratern beantwortet werden. Auch können sich die Nutzer untereinander über Ihre Erfahrungen austauschen. Dabei können sie sicher sein, dass Empfehlungen von Nutzer zu Nutzer von den Moderatoren der Impuls GmbH mitgelesen werden und dass diese sich einschalten, wenn dort Halbwahrheiten oder falsche Empfehlungen verbreitet werden. Unser Expertenforum bietet den vielen Ratsuchenden im Internet eine niederschwellige, anonyme und neutrale Informationsquelle und kann als erster Schritt für eine fundierte Vorbereitung auf die MPU betrachtet werden.

Machen Sie sich Ihr eigenes Bild: www.mpu-forum.com. Wir sind gespannt auf Ihre Rückmeldung.


MPU-FINISH hat sich bewährt

Nachdem wir im März-Newsletter unsere neue Dienstleistung MPU-FINISH angekündigt haben, freuen wir uns, Ihnen heute erste statistische Ergebnisse und Meinungen dazu  mitteilen zu können. Im Zeitraum vom 13.02. bis zum 24.08.2012 haben insgesamt überregional 20 Kurse mit 105 Personen stattgefunden. Davon haben 54 Kunden bereits mit folgenden Ergebnissen eine MPU absolviert: 39 positiv (72,2 %), 11 §70-Empfehlungen (20,4 %) und 4 negativ (7,4 %). Anbetracht der Tatsache, dass bei einer so kurzen Maßnahme natürlich bei dem einen oder anderen Kunden noch Restbedenken auftreten können, freuen wir uns vor allem darüber, dass nur 7,4 % unserer MPU-FINISH Absolventen negativ begutachtet wurden.

„Durch MPU-FINISH habe ich überhaupt erst mal begriffen, worum es in der MPU geht – um meine Persönlichkeit und nur sekundär um meinen Führerschein.“ (Martin S.)

„Ganz schön anstrengend, aber die beiden Tage incl. Hausaufgaben haben sich definitiv gelohnt. Ohne MPU-FINISH hätte ich meine MPU ganz sicher nicht geschafft.“ (Kerstin R.)

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen und Anregungen zu unserem Newsletter und stehen Ihnen für einen fachlichen Austausch gerne zur Verfügung.

 
  Herzliche Grüße
  Ulrich Veltgens
  und das gesamte Impuls-Team





Dipl.-Psych. Ulrich Veltgens
Geschäftsführer Impuls GmbH

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Telefon 0800 130 0800 (kostenfrei) :: Fax 0221 2090611