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Mit dem Impuls Newsletter informieren wir Sie regelmäßig über Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen im Bereich der Verkehrspsychologie. 
Cover Photo Newsletter Impuls GmbH
 
Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kollegen und Mitarbeiter,
 
mit unserem Frühlings-Newsletter informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen in der Verkehrspsychologie sowie über Neuigkeiten rund um die Impuls GmbH. Dies sind unsere Themen:   


Bewährungshilfe-Projekt wird fortgesetzt: Der erste Ansatz war erfolgreich

Die Impuls GmbH setzt das Krefelder „Bewährungshilfe-Projekt“ für Menschen in der Bewährungsphase fort. Der zweite Durchgang startete am 7. März 2014 mit einem Info-Abend der Projekt-Partner: dem Verein zur Förderung der Bewährungs- und Straffälligenhilfe Krefeld, der Impuls GmbH sowie dem Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz NRW, Fachbereich Bewährungshilfe (ASD) als Kooperationspartner. 
Der Grund: Alle Beteiligten waren mit dem Erfolg des ersten Projektes im vergangenen Jahr zufrieden. Die neun Kunden, die bis zum Schluss mitgemacht haben, hatten am Ende eine professionelle Lösungsstrategie und können – auch mit Unterstützung ihrer Bewährungshelfer – weiter an der Aufarbeitung ihrer Situation arbeiten. Sie gaben nach Ablauf in einer Befragung an, dass ihnen durch die Arbeit des Impuls-Verkehrspsychologen Oliver Kappes die persönlichen Hintergründe ihres Fehlverhaltens deutlich geworden seien. Acht meinten, dass für sie eine weitere Aufarbeitung notwendig sei, um eine MPU zu bestehen. Der ASD sieht das Projekt als Beginn eines Veränderungsprozesses bei den Teilnehmern. Der Anreiz Führerschein sei sehr hoch - denn für die infrage kommenden Klienten sei das Papier einfach wichtig, um den bereits erfolgten Berufseinstieg weiter auszubauen oder auch ihre persönliche Lebenssituation aufzuwerten. Die Impuls setzt ihre Preisgestaltung als Unterstützung für den Förderverein sehr niedrig an. „Wir möchten damit in einem Bereich ein Zeichen der Verantwortung setzen und die Integration von Menschen in der Bewährungsphase unterstützen“, so Impuls-Geschäftsführer Ulrich Veltgens.
 


 
Impuls ist Kooperationspartner der Perspektive 50plus - Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen
 
„Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in der Region“ ist ein Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Verbesserung der Beschäftigungschancen Langzeitarbeitsloser über 50 Jahre. Ziel ist die Reintegration von älteren Arbeitslosen in den allgemeinen Arbeitsmarkt.
Gerade in ländlich geprägten Gebieten ist nun der Besitz einer Fahrerlaubnis eine wichtige Voraussetzung für die Reintegration in den Arbeitsmarkt. Schätzungsweise ein Drittel der im Beschäftigungspakt befindlichen Personen ist jedoch ohne Führerschein, ein Teil dieser Gruppe muss sich der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) unterziehen. Die Perspektive 50plus fördert nun in Kooperation mit Verkehrspsychologen die Möglichkeit, sich seriös und fachlich fundiert auf die MPU vorzubereiten. In Zusammenarbeit mit dem Jobcenter ist die Impuls GmbH im Raum Kaiserslautern an diesem Projekt beteiligt.
 


Empfehlungen des Verkehrsgerichtstags 2014 im Arbeitskreis V „Fahreignung und MPU

Dieser Arbeitskreis war mit 460 Teilnehmern nicht nur im Vergleich zu den anderen Arbeitskreisen mit Abstand der größte, sondern auch in der Geschichte des seit 52 Jahren stattfindenden Verkehrsgerichtstags hat es nie mehr Teilnehmer in einem Arbeitskreis gegeben. Angesichts der Teilnehmerzahl und der nachstehenden 9 Diskussionspunkte war die Ergebnisfindung mit den entsprechenden Empfehlungen sehr diszipliniert und effizient verlaufen.
Impuls begrüßt insbesondere die ersten drei der nachstehenden Empfehlungen / Feststellungen, da hierdurch für die Betroffenen eine deutlich verbesserte Transparenz sowie Qualitätssicherung im Vorfeld einer MPU gewährleistet ist: 
  1. Die MPU ist ein bewährtes Instrument, das nachhaltig zur Verkehrssicherheit beiträgt. Die von der Projektgruppe „MPU-Reform“ bereits erarbeiteten Maßnahmen - z. B. die Bereitstellung des Infoportals auf der Homepage der BASt (www.bast.de/mpu) und die Informationsblätter - werden begrüßt.
  2. Eine frühzeitige und umfassende Information der Betroffenen ist erforderlich. Über Voraussetzungen, Abläufe und Rechtsfolgen der MPU haben bereits die Ermittlungsbehörden frühstmöglich zu informieren.
  3. Die Qualifikation von Personen, die zur Vorbereitung auf die MPU tätig sind, bedarf einer gesetzlichen Regelung. So wird es den Betroffenen erleichtert, seriöse Anbieter zu finden.
  4. Tonaufzeichnungen der ärztlichen und psychologischen Untersuchungs-gespräche können die Transparenz der Fahreignungsbegutachtung erhöhen. Ob sie gesetzlich vorgeschrieben werden sollen, hängt von der Klärung wissenschaftlicher und rechtlicher Fragen ab. Damit soll die Projektgruppe „MPU-Reform“ befasst werden.
  5. Zur Vereinheitlichung der Verwaltungspraxis ist ein bundesweit geltender Fragenkatalog für die wesentlichen Untersuchungsanlässe zu erarbeiten.
  6. Obergutachtenstellen sind bundesweit erforderlich, weil dort strittige Fälle geklärt werden können. Für die Stellen sind Qualitätsstandards festzulegen.
  7. Die fachlichen Standards der MPU sind auf den Bereich der ärztlichen und fachärztlichen Begutachtungen zu übertragen. Zu fordern sind eine vertiefte verkehrsmedizinische Aus- und Fortbildung und die Sicherung der Gutachtenqualität. Die Fragestellungen und Ergebnisse sind statistisch zu erfassen.
  8. Bereits die Anordnung, ein Fahreignungsgutachten beizubringen, ist einer unmittelbaren verwaltungsgerichtlichen Kontrolle zu unterwerfen.
  9. Qualität hat ihren Preis. Die Durchführung einer MPU muss angemessen vergütet werden. Die rechtlichen Grundlagen hierfür sind zu überprüfen.
     

 
Gesetzliche Regelung zur Vorbereitung auf die MPU
 
Eine wichtige Empfehlung des Arbeitskreises V des Verkehrsgerichtstages 2014 in Goslar betrifft die Qualifikation von Personen im Bereich der MPU-Beratung/-Vorbereitung. Um den Verkehrsteilnehmern, die sich einer MPU unterziehen müssen, die Auswahl von seriösen Anbietern zu erleichtern, hat man inzwischen hinsichtlich der Qualifikation der Berater/Vorbereiter die Notwendigkeit einer gesetzlichen Regelung erkannt. 
Auffällig ist aber inzwischen die Entwicklung, dass fachfremde Gruppen das Thema „MPU-Beratung“ bzw. MPU-Vorbereitung“ für eigene Geschäftsmodelle nutzen wollen. Dies wurde auch bei den Diskussionen des Arbeitskreises V des Verkehrsgerichtstags deutlich. So gab es beispielsweise Wortmeldungen von Personen, die sich als „geprüfte Fahreignungsberater“ vorstellten, deren beruflicher Hintergrund jedoch nicht primär in der Verkehrspsychologie verankert ist (z. B. Anwälte, Fahrlehrer).  
Wir meinen, dass hier auch gem. der Qualitätskriterien auf der Homepage der BASt (www.bast.de/mpu) die Aussage „Schuster bleib bei deinen Leisten“ gerechtfertigt ist, indem verkehrspsychologische Themen eben durch Verkehrspsychologen und nicht durch fachfremde Gruppen bearbeitet werden sollten. Es ist bei einem „fachfremden“ Berater z. B. fraglich, ob aufgrund des rudimentären Kenntnisstandes eine korrekte diagnostische Einschätzung des MPU-Kandidaten gelingen kann und somit geeignete Empfehlungen gegeben werden können (z. B. Abstinenznachweise über 6 oder 12 Monate, Wahl der passenden Vorbereitungsmaßnahme etc). Dies kann zweifellos nicht im Interesse der Betroffenen sein.
Wir setzen uns darum weiterhin dafür ein, dass die vorgenannte gesetzliche Regelung im Bereich der MPU-Vorbereitung tatsächlich die Qualifikation der Berater und Vorbereiter definiert:
  • Diplom- oder Masterabschluss in Psychologie
  • Verkehrspsychologische Ausbildung
  • Regelmäßige Weiterbildung speziell auch in den Beurteilungskriterien Fahreignung
  • Unterziehung einer Qualitätssicherung
 


Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen und Anregungen zu unserem Newsletter und stehen Ihnen für einen fachlichen Austausch gerne zur Verfügung.

 
  Herzliche Grüße
  Ulrich Veltgens
  und das gesamte Impuls-Team





Dipl.-Psych. Ulrich Veltgens
Geschäftsführer Impuls GmbH
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