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RESTAURANT / NEUKÖLLN

LA PECORA NERA — DER KLEINE SYMPATHISCHE VENEZIANER

Die Polenta wird in einem kleinen gusseisernen Pfännchen serviert. Ein großer Teller Risotto und frische, hausgemachte Ravioli stehen dampfend auf dem Tisch – herzhaft, ehrlich, unaufgeregt. So ist die Küche im La Pecora Nera, dem kleinen Venezianer im Schillerkiez. Und genau so ist auch das Ambiente: Gegessen wird an kleinen Tischen mit rot-weissen Tischdecken. Rundherum erblickt man Venedig-Devotionalien, eine alte Gitarre, dazwischen ein Sofa, der surrende Kühlschrank und die hell erleuchtete Vitrine mit Käse, Schinken und Salaten. Wenn man genau hinsieht, merkt man, dass die braune Tresen-Holzkonstruktion sich nicht wirklich mit dem Altbau verbindet, aber das macht nichts, denn das La Pecora Nera besticht eben vor allem durch seine unprätentiöse Art. Hier trifft man sich nicht fürs fancy Dinner – bei diesem sympathischen Norditaliener lässt man zu zweit oder in kleiner Gruppe bei gutem Essen und einem feinen Glas Wein den Tag ausklingen. Im Sommer übrigens auch der ideale Ort für eine Stärkung vor oder nach einem Ausflug zum Tempelhofer Feld. (Text: Nina Trippel / Fotos: Benjamin Lindenkreuz)
 

La Pecora Nera, Herrfurthplatz 6, 12049 Berlin-Neukölln; Stadtplan

Di-So 18 bis spät

VERMISCHTES / MITTE

GORKI APARTMENTS: INDIVIUELLE UNTERKÜNFTE FÜR REISENDE

Wer Freunde und Bekannte mit einem neuen Unterkunftstipp beeindrucken will, sollte die Gorki Apartments erwähnen. Zwischen Rosenthaler Platz und Volkspark am Weinbergsweg gelegen, sind diese nicht nur zentral und gut erreichbar in Mitte, sondern vor allem 35 charmante und persönliche Domizile. Den Look hat die Deutsch-Französin Sandra Pauquet in Zusammenarbeit mit dem Architekt Kim Wang kreiert: Jedes Apartment besticht durch einen anderen Mix aus Möbelklassikern, Fundstücken und Anfertigungen, wie Kissen des Modelabels Odeeh. Leih-Fahrräder der Finnland-Marke Pelago machen die Gäste stilvoll mobil. Für Anonymität sorgen die fiktiven Identitäten auf den Klingelschildern und fürs Zuhause-Gefühl der eigene Briefkasten. Wer nicht aufs Budget achten muss, kann sich in eine der beiden Penthouse-Wohnungen einmieten (auch für Veranstaltungen buchbar) denn hier lockt die Dachterrasse mit Blick über die Stadt – das macht sogar Einheimische neidisch. (Text: Nina Trippel)
 

Gorki Apartments, Weinbergsweg 25, 10119 Berlin-Mitte; Stadtplan

Öffnungszeiten Empfangsbüro: 7-19h; info@gorkiapartments.de

GASTBEITRAG

NADINE EL ISHMAVI EMPFIEHLT: MAXIM — VINS & COCHONNERIES

Endlich Schluss mit dem unguten Gefühl, bei der Frage: "Dürfen wir auch nur etwas trinken?". Dieses schlechte Gewissen will Maxime Boillat dem Gast mit seiner Anfang Januar 2014 eröffneten Bar à Vins nehmen: "Wir sind eine Weinbar, auch wenn man hier sehr gut speisen kann", erklärt der aus dem französischen Teil der Schweiz stammende Gastronom, bekannt aus dem Münzsalon, HBC und Tartan. Im Maxim ist der ausgebildete Sommelier sein eigener Herr – und das aus Leidenschaft. "Vins & Cochonneries" (zu deutsch: Schweinereien) stehen auf der Karte. Bei denen Weinen liegt das Interesse nicht auf der Herkunft, sondern der Machart. Ganz im Trend: Naturweine, also ungeschwefelte Weine aus biologischem Anbau; Boillat nennt sie schlicht "lebendig", weil sie "Fragen stellen". Meine Frage, ob ich mir den Kater nach dem Genuss von Naturwein erspare, bleibt allerdings unbeantwortet. Die Preise sind fair – ab ca. 21 Euro pro Flasche – und die wechselnden Zwischengerichte als Weinbegleitung, die Hugo De Cavalho zaubert, verlockend. Auch die Käseauswahl beeindruckt: Fritz Blomeyer beliefert das Maxim mit Hiesigem und Käsepapst Anthony, der in Berlin ansonsten nur noch das Hotel Adlon versorgt, mit französischem Käse. Chapeau!


Maxim – Bar à Vins, Gormannstr.25, 10115 Berlin-Mitte; Stadtplan

Di-Sa ab 18h; +49 30 658 339 62

Nadine El Ishmawi lebt seit 1997 in Berlin, unterrichtet Yoga and bäckt für das Lokal und die David Chipperfield Kantine.

SHOP / MITTE

ÉCOLE — AUSSERGEWÖHNLICHE ACCESSOIRES, SCHMUCK & MODE

Die Torstrasse ist zweifellos eine der wandlungsfreudigsten Straßen dieser Stadt. Aber zwischen Rosa-Luxemburg-Platz und Prenzlauer Allee ging bisher nicht viel. Nun gibt es Zuwachs: Neben dem Soho-Haus und Luxus-Latex-Shop Très Bonjour wird mit École eine neue Boutique eröffnet. Die Selektion reicht von Mode der Berliner Designer Dawid Tomaszewski oder Isabell de Hillerin über Accessoires, wie außergewöhnliche Handschuhe, bis zu einer großen Bandbreite an Schmuck, etwa vom australischen Label Maripossa. Diesen Samstag (22.2.2014) wird mit Musik und Drinks Einweihung gefeiert — um 17 Uhr geht's los! (Text: Sven Hausherr)

École Boutique, Torstr.3, 10119 Berlin-Mitte; Stadtplan
Opening: Sa 22.2.2014 ab 17h
Öffnungszeiten: Mo-Sa 12-20h

EVENT / WILMERSDORF

IDENTITY SUCKS? EIN ABEND ÜBER DAS ICH IM VIRTUELLEN RAUM

Falls Du Dir noch nicht sicher bist, ob vermehrtes Selfie-Publishing Dir ein Ego-Update verpassen könnte oder ein wirkungsvoller Künstlername für die virtuelle Sphäre dafür reicht: Samstag. Falls Du mit dem Gedanken spielst, als Flarf-Dichter den Durchbruch zu schaffen oder doch lieber als Slacktivist etwas bewegen willst: Samstag! Richte Dir jetzt einen Reminder ein, dann verpasst Du die dritte Veranstaltung der Reihe Netzkultur zum Thema "Identity Sucks" nicht. Der Abend will Dich und Deines Alter Ego vom Abend bis in die Nacht mit Vorträgen und Workshops ins Haus der Berliner Festspiele locken. Programm-Highlight: der Auftritt von Momus, dem eigenwilligen Künstler-Autor-Musiker. Falls Dir das aber doch zu real ist: Du kannst Dir das Hauptprogramm auch als Live-Stream am Endgerät Deines Vertrauens ansehen. (Text: Nina Trippel / Fotos Gebäude: Detlef Eden)

 

Haus der Berliner Festspiele, Schaperstr.24, 10719 Berlin-Wilmersdorf; Stadtplan

Netzkultur. Freunde des Internets: "Identity Sucks"

Sa 22.2.2014, 18-23h; Programm

KULTUR / MITTE

MOMENTE EINER VERGANGENEN ÄRA: FOTOS VON FRANK HORVAT

Ein gut gemachtes Modefoto hat Bestand. Egal, ob die Mode, die darauf zu sehen ist, von der Zeit überholt wurde. Bester Beweis dafür sind die Werke von Frank Horvat aus den 1950er bis 1970er Jahren. Der italienisch-französische Fotograf inszenierte Bilder für Modemagazine wie die US-amerikanische Elle, war aber auch als Reportage-Fotograf unterwegs. Ob situativ oder inszeniert: Jedes einzelne Bild atmet die Aura einer vergangenen Epoche und taugt meines Erachtens aber noch immer bestens zur Inspiration. Die Ausstellung läuft nur noch bis übernächsten Samstag (1.3.2014) – nicht verpassen! (Text: Nina Trippel / Fotos: Frank Horvat / Courtesy: Galerie Hiltawsky)

 

Galerie Hiltawsky, Tucholskystr.41, 10117 Berlin-Mitte; Stadtplan

Mi-Sa 14-18h; bis 1.3.2014

A project by Nina Trippel and Sven Hausherr

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