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Ein neuer, digitaler Weg für Deutschland
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Liebe Kunden, Freunde und Kollegen,

letzte Woche hatte ich Gelegenheit in Washington an einer Gesprächsrunde  zu Digitalisierung bzw. Cyber Issues teilzunehmen.
 
Als Vertreter einer sehr kleinen Organisation, die sich primär auf Digitalisierungsprozesse innerhalb von Unternehmen spezialisiert hat, war es mir eine Freude von anderen Experten zu hören, welche Auswirkungen die immer weiter voranschreitende Digitalisierung auf Außenpolitik hat und dass sich (nach Meinung der Experten in Washington) auch Deutschland darauf einstellt. Jedoch konnte ich in diesen Gesprächen sowie in anderen Konstellationen immer wieder einen roten Faden ausmachen: Deutschland wird als eine große Wirtschaftsmacht angesehen, deren Unternehmen ein hohes Ansehen genießen. Gleichzeitig scheint Deutschland immer nur als Reaktion zu bestimmten Ereignissen zu handeln anstatt einen eigenen Gestaltungsrahmen zu setzen.

Wir haben diesen Aspekt bereits einige Male thematisiert. Es ist jedoch spannend zu sehen, dass auch Experten in den USA eine ähnliche Ansicht vertreten bzw. auf diesen Punkt positiv reagiert haben. 
 
Dass es nun direkt im Kanzleramt eine Abteilung für Digitalisierung gibt, ist ein Plus. Auch hier ist die Entscheidung richtig gewesen, eine solche Funktion einzuführen. Dies hätte jedoch bereits vor vielen Jahre passieren sollen. Während Frau Merkel dafür bekannt ist aus dem Bundestag heraus direkt auf Twitter zu schauen, was andere so sagen, ist das für eine Digitalisierungsagenda zu wenig.
 
Wichtiger ist es, ein konsequentes Narrative für eine deutsche Rolle im Digitalzeitalter zu erarbeiten. Dies bedeutet in keiner Weise einen fein ausgearbeiteten Handlungsplan zu haben. Dieser würde, in unserem Szenario, erst mit dem Testen einer Narrative für das Digitale Deutschland mit entstehen. 
 
Eins der Probleme in der Art und Weise wie Digitalisierung in Deutschland umgesetzt wird ist: Handlung werden disproportional hoch bewertet im Vergleich zu der Entwicklung einer Zukunftsvorstellung. Weil Deutschland viel zu oft aus einer Reaktion heraus handelt, erscheint die Notwendigkeit vor allem zu handeln viel höher als zu wissen auf welches übergreifende Ziel die Handlung einzahlen wird. Wer zu spät kommt, will nicht mehr lange überlegen. Dies wird sich auch nicht auf absehbare Zeit vermeiden lassen. In diesem Bereich hat Deutschland einiges aufzuholen und wird noch lange auf die Handlungen aus den USA und China reagieren müssen.
 
Wir brauchen einen Parallelprozess zur Reaktion. Dieser muss und kann dazu führen, dass während einige Teams sich innerhalb der Organisation mit der Reaktion beschäftigen, andere Bereiche der Organisation mit der Entwicklung von längerfristigen Narrativen der Digitalisierung betraut werden.
 
Die Aufgabe ist, im ersten Schritt, relativ einfach: wir sollten eine gemeinsame Geschichte für ein Deutschland schreiben, in dem unser Land nicht den Digitalisierungserfolgen von anderen hinterher rennt, sondern diese selbst gestalten und setzen kann. Wie würde sich dieses Deutschland, sagen wir in einer nicht zu weit entfernten Zukunft von 2050, anfühlen? Wie würde es anders von anderen wahrgenommen werden? Welche Unternehmen könnten hier entstehen? Wie entwickeln sich bestehende, renommierte Marken weiter? Wie agieren wir als ein Nationalstaat in einer digitalisierten Zukunft? 
 
Wir würden uns freuen Gleichgesinnte zu finden, die mit uns zusammen diese Geschichte gerne gestalten und schreiben würden!
 
Auf die eine oder andere Weise, wir freuen uns immer von euch zu hören. Sagt uns, was ihr denkt, wie sich das, was wir veröffentlichen, für euch anfühlt. 

Schönen Sonntag,
Igor

Wir sind auf Ihr Feedback gespannt.
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