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Lebenshaus-Newsletter

13. Juni 2020
Liebe Freundinnen und Freunde,

an den Beginn dieses Lebenshaus-Newsletters möchte ich ein paar aktuelle Gedanken der indischen Schriftstellerin, Aktivistin und Globalisierungskritikerin Arundhati Roy stellen.
 
Was auch immer es ist, vor dem Coronavirus sankendie Mächtigen in die Knie und es brachte die Welt zum Stillstand, wie dies sonst niemand geschafft hätte. Unsere Gedanken rasen immer noch hin und her. Sie sehnen sich nach einer Rückkehr zur „Normalität“.
Sie versuchen, unsere Zukunft an unserer Vergangenheit zu orientieren und weigern sich, den Bruch anzuerkennen. Aber der Bruch existiert. Und doch bietet uns die schreckliche
Verzweiflung über den Bruch die Chance, über die Weltvernichtungsmaschine, die wir selbst gebaut haben, neu nachzudenken. Nichts könnte schlimmer sein als die Rückkehr zur Normalität.
 
Historisch gesehen haben Pandemien die Menschen gezwungen, mit der Vergangenheit zu brechen und sich ihre Welt neu vorzustellen. Die Corona-Krise ist nicht anders. Sie ist ein Portal, ein Tor zwischen einer Welt und der nächsten. Wir können wählen, ob wir durch dieses Tor hindurchgehen und die Kadaver unserer Vorurteile und unseres Hasses, unserer Habsucht, unserer Datenbanken und toten Ideen, unserer verschmutzten Flüsse und des rauchverhangenen Himmels hinter uns herschleppen wollen. Oder wir können mit Leichtigkeit durchgehen, mit wenig Gepäck und bereit sein, uns eine andere, bessere Welt vorzustellen. Und für sie zu kämpfen.
 
Arundhati Roy
Aus: „Financial Times“, London, 3. April 2020
Eine Anmerkung In eigener Sache:
Vermutlich bedingt durch die Corona-Krise müssen wir leider einen Rückgang bei den Spenden im Vergleich zu den Vorjahren feststellen.
Wir sind allerdings auf soziale Nähe trotz physischer Distanz angewiesen. Und auf Solidarität. Deshalb bitten wir zur Fortsetzung unseres unabhängigen Engagements Menschen, die dazu trotz dieser gesellschaftlichen Ausnahmesituation in der Lage sind, um Unterstützung. Gerne mit einer Spende (siehe Spendenkonto unten am Seitenende). Außer einer Einzelspende sind natürlich zudem regelmäßige Spenden per Dauerauftrag oder Einzugsermächtigung hilfreich. Oder werden Sie Fördermitglied im Lebenshaus-Verein. Mehr zu den Möglichkeiten der Unterstützung:  https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004130.html

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die die Arbeit des Lebenshauses möglich machen!
 
Den Mut zur Hoffnung auch in Zeiten der Corona-Krise
wünscht Ihnen / Euch

Michael Schmid
Artikel

Während der Pandemie sehen wir, dass Gandhis Vorstellung vom "praktischen Idealismus" verwirklicht werden kann

Aus den inspirierenden Reaktionen der Menschen in aller Welt auf diese noch nie da gewesene Katastrophe kann eine neue Gesellschaft entwickelt werden. Von Michael Nagler. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013033.html

Von der Gutgläubigkeit zum Bleichmittel Clorox - wie wir den Totenkult endgültig hinter uns lassen

Wissenschaftler der ganzen Welt sehen die Menschheit jetzt hoffnungsvoller. Wir können diesem Wandel den Rücken stärken und eine neue Revolution aufbauen. Von Michael Nagler. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013035.html

Erinnerung an Rosa Parks

Aus aktuellem Anlass erinnern wir mit einem Artikel von Clayborne Carson vom Dezember 2005 an Rosa Parks. Mit Rosa Parks ist am 24.10.2005 eine prägende Figur der gewaltfreien Bürgerrechtsbewegung in den USA der fünfziger und sechziger Jahre gestorben. Clayborne Carson, Herausgeber der Schriften von Martin Luther King und profunder Kenner der Bürgerrechtsbewegung, erinnert sich an seine erste persönliche Begegnung mit Rosa Parks und beschreibt ihren politischen Hintergrund. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/003436.html

Otto Umfrid - als "Friedenshetzer" verspottet und verachtet

Otto Umfrid war zu Beginn des letzten Jahrhunderts ein im In- und Ausland renommierter Pazifist und im Jahr 1914 sogar für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Der 1857 im württembergischen Nürtingen geborene evangelische Pfarrer widersetzte sich dem damaligen geistigen Klima der Aufrüstung vor dem Ersten Weltkrieg. Gedanken zum 100. Todestag am 23. Mai 2020. Von Michael Schmid. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013010.html

"Friedenshetzer" und Gegner des "Schwertglaubens", Europäer und Armenienfreund

Zwei Weltkriege sind von deutschem Boden ausgegangen. Und doch gibt es auch in der jüngeren deutschen Geschichte Gruppierungen und Personen, die dem blutigen Wahnsinn die Gefolgschaft versagt haben. Dies ist weder eine erstaunliche noch eine zufällige Tatsache. Wo große Teile eines Volkes der Unmoral verfallen, dort wachsen Charaktere heran, die sich der militaristischen Verseuchung und säbelrasselnden Knechtseligkeit entziehen. Im Meer der geistigen und sittlichen Verrohung bilden sie gleichsam Inseln, weit davon entfernt, bloße Stätten der Zuflucht zu sein, bieten sie doch den Entwurf für ein friedfertiges Zusammenleben, der in unüberwindbarem Gegensatz zu der Auffassung steht, dass die Gewalt eine überragende Triebfeder der Geschichte darstelle und der rüstungsschwangere Wille zur Wehrbereitschaft ein Garant des Friedens sei. Der vor 100 Jahren gestorbene deutsche Pazifist Otto Umfrid (1857-1920) gehört zu diesen engagierten Persönlichkeiten. Von Helmut Donat. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013044.html

"Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" stellt erneut Strafanzeige gegen SIG Sauer wegen illegaler Waffenexpor

Die Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" hat am 30. April 2020 über ihren Tübinger Rechtsanwalt Holger Rothbauer erneut Strafanzeige gegen das Rüstungsunternehmen SIG Sauer gestellt - dieses Mal wegen illegaler Waffenlieferungen nach Mexiko und Nicaragua und sowie erneut nach Kolumbien. Es besteht der Verdacht des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie des wiederholten gewerbs- und bandenmäßigen Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Die Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013046.html

KSK-Soldat mit Verbindungen zu "Identitären" war in Fall Kurnaz verwickelt

Nach Recherchen des SWR1 spielte ein wegen seiner Nähe zur neonazistischen "Identitären Bewegung" suspendierter KSK-Soldat schon bei der mutmaßlichen Misshandlung von Murat Kurnaz in Afghanistan eine zentrale Rolle. Ihm war vorgeworfen worden, den deutschen Staatsbürger in Afghanistan misshandelt zu haben. Er wurde jedoch nicht entlassen, sondern konnte weiter Karriere beim KSK machen. Von Tobias Pflüger. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013043.html

Deutsche Drohnen-Debatte: Wo sind die Stimmen der Opfer?

Seit einigen Wochen wird in Deutschland über die Anschaffung bewaffneter Drohnen debattiert. Dabei wird nicht nur der Mythos der präzisen Drohne, die ausschließlich "Terroristen" trifft, wiederbelebt, sondern auch die Stimme jener Zivilisten übertönt, die tagtäglich von den Killermaschinen getötet werden. Von Emran Feroz. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013031.html

Ami goes home?

Jahrzehntelang drängte die Friedensbewegung zu Recht auf einen Abzug der US-Truppen. Insofern lässt sich aus dieser Perspektive der Ende letzter Woche erfolgten Ankündigung, die US-Armee werde über ein Viertel ihrer SoldatInnen aus Deutschland abziehen, sicher etwas Positives abgewinnen. Unklar ist allerdings, was mit diesen Truppen geschehen wird - sollten sich die Berichte bewahrheiten, dass zumindest ein Teil von ihnen in Polen stationiert werden soll, ist das vor allem mit Blick auf das Verhältnis zu Russland äußerst bedenklich. Von Jürgen Wagner. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013038.html

"Die Gefahr eines Atomkrieges ist so groß wie im Kalten Krieg"

Nachdem er als Whistleblower der "Pentagon Papiere" die Vietnam-Lügen Präsident Lyndon Johnsons aufgedeckt hatte, macht sich Daniel Ellsberg, 89, seit Jahrzehnten für den Frieden stark. Im folgenden Beitrag geht er auf den "Wahnsinn" der nuklearen Aufrüstung ein. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013019.html

Datteln 4: Der reine Wahnsinn!

Die Bundesregierung will bis 2038 aus der Kohle aussteigen. Als 2019 dieser sogenannte "Kohle-Kompromiss" zustande kam, haben die Umweltverbände nur deshalb zugestimmt, weil ihnen zugesichert wurde, dass der Umstieg Schritt für Schritt bald beginnen werde. Doch Regierung und Energiewirtschaft werden jetzt wortbrüchig. Denn am Tag vor Pfingsten, dem Fest des Geistes, soll noch schnell ein neues Steinkohlekraftwerk, "Datteln 4", bei Dortmund ans Netz. Geistloser geht´s nimmer! Von Franz Alt. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013022.html

Konjunkturprogramme: Rolle rückwärts abgewendet, aber kein Aufbruch in eine zukunftsfähige Wirtschaft

Mit rund 130 Milliarden Euro will die Große Koalition die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abfedern. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt, dass Maßnahmen von gestern wie eine Kaufprämie für Autos mit reinen Verbrennungsmotoren nicht in dem Konjunktur- und Zukunftspaket enthalten sind. Doch ein Zukunftspaket für die Wirtschaft in Zeiten von Klimakrise und massivem Artensterben müsste gänzlich anders ausgestaltet werden. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013030.html

Gesundheit zuerst: Coronabewältigung soll(te) Vorbild sein

Allzu oft verhinderten wirtschaftliche Interessen wirksame Maßnahmen zum Gesundheitsschutz und zur Prävention. Jetzt nicht mehr. Von Urs P. Gasche. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013023.html

USA: Wut schockiert eine erschöpfte Gesellschaft

Die massiven Unruhen erfassen das Land in einer Phase, in denen die Coronakrise die Menschen bereits stark ausgelaugt hat. Von Konrad Ege. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013028.html

Tödliche Staatsgewalt

Die systematische Tötung von AfroamerikanerInnen durch die US-Polizei ist in vielerlei Hinsicht der Tötung von PalästinenserInnen durch israelische Streitkräfte ähnlich. Die Waffen, die Einstufung der Opfer von Polizeigewalt als "Sicherheitsbedrohungen" und die Lügen, mit denen die Gewalt gerechtfertigt wird, sind die gleichen. Der Grad, mit dem die staatlichen Kräfte zur Rechenschaft gezogen werden, ist jedoch unterschiedlich. Benutzen die USA eine Besatzungsmentalität, um AfroamerikanerInnen zu unterdrücken, oder steht systematischer Rassismus im Zentrum beider Systeme extremer Gewalt? >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013034.html

Durch einen Mord bist du Erbe geworden?

Die Familie Sumarin in Silwan, einem Stadtteil von Ostjerusalem, kämpft vor Gericht um das Recht, in ihrem Haus zu bleiben. Der Jüdische Nationalfonds nutzt über seine Tochtergesellschaft Himanuta das Gesetz über das Eigentum Abwesender (Absentee Property Law) aus dem Jahr 1950, um die Vertreibung der Familie zu fordern, wobei er die Methoden anwendet, die während der ethnischen Säuberung der Palästinenser 1948 angewendet wurden und seither perfektioniert wurden. Die israelische Regierung beabsichtigt, das Gesetz über Eigentum Abwesender im gesamten zu annektierenden Gebiet des Westjordanlandes anzuwenden - was zur Vertreibung von Hunderttausenden Palästinensern führen würde. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013020.html

Gemeinnützigkeit: Attac legt Revision ein und klagt auf Akteneinsicht

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac kämpft weiter auch juristisch um seine Gemeinnützigkeit: Als nächsten Schritt durch die Instanzen hat Attac Revision beim Bundesfinanzhof (BFH) gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom Beginn dieses Jahres eingelegt. Die Revision ist nötig, um den Rechtsweg auszuschöpfen und notfalls Verfassungsbeschwerde einlegen zu können. Der BFH in München wird sich damit nach seinem Urteil vom Februar 2019 zum zweiten Mal mit der Gemeinnützigkeit von Attac befassen müssen. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013036.html

Geberkonferenz für den Jemen: Verlogener geht es kaum

Das Koordinationsbüro der UNO für humanitäre Hilfe (OCHA) veranstaltet eine Geberkonferenz zur Finanzierung der Versorgung für die Überlebenden des Jemenkriegs - gemeinsam mit Saudi-Arabien, einem Hauptakteur in diesem Krieg. Das unterstreicht die Ambiguität der vor 70 Jahren gegründeten Weltorganisation auf zynische Weise. "Wir, die Völker der Vereinten Nationen - fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat" - an diesem politischen Kernauftrag, formuliert in ihrer Gründungscharta vom Juni 1945, ist die UNO gescheitert. Kommentar von Andreas Zumach. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013027.html

Die Hitler-Verehrer sind zurück - erneut auch in Prag

Neonazis in der Ukraine und immer mehr Neonazis nun auch in Tschechien. Das neuste Kapitel einer traurigen Geschichte. Von Christian Müller. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013032.html

Grüne Offensive

Bis Herbst 2020 wollen die Grünen ein neues Grundsatzprogramm mit Blick auf die kommenden Bundestagswahlen verabschieden. In den in diesem Zusammenhang lancierten Programmprozess wurden nun zwei Papiere eingespeist, die es in sich haben. Sowohl der Grünen Bundestagsabgeordneten Franziska Brantner als auch dem ersten "Impulspapier" des "Forums Neue Sicherheitspolitik" der "Böll-Stiftung" geht es darum, Deutschland und Europa als geopolitischen Akteur militär- und machtpolitisch in Stellung zu bringen - und wohl ebenso sehr darum, die Partei auf Kurs in Richtung einer möglichen Schwarz-Grünen Koalition zu bringen. Damit könnte sich der Wandel der Grünen zur Kriegspartei weiter beschleunigen, der schon vor Jahrzehnten seinen Anfang nahm. Von Jürgen Wagner. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013015.html

Hinweise

Neu: Lebenshaus-Rundbrief Nr. 105

In der Einleitung zum Rundbrief Nr. 105 geht Michael Schmid auf die Diffamierung von Kritikern und Andersdenkenden in der Corona-Krise ein. Außerdem thematisiert er die Befreiung Deutschlands am 8. Mai 1945 und Entwicklungen in Gesellschaft und Politik, die das Vermächtnis "Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!" auch heute aktuell machen. Katrin Warnatzsch schreibt darüber, was der "Lockdown" für ihre Arbeit mit jungen afghanischen Schutzsuchenden bedeutet. "Zurück zum Gesundheitswesen!" lautet der Titel eines Beitrags aus dem Corona-Tagebuch von Götz Eisenberg. Nirit Sommerfeld schreibt über ihre Beobachtungen in Corona-Zeiten und rät: "Lieber Respekt als Angst". Die KZ-Überlebende Esther Bejarano schreibt, was 75 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus getan werden muss und fordert: "8. Mai zum Feiertag machen!" Anlässlich des 100. Todestages des renommierten Pazifisten Otto Umfrid würdigt Michael Schmid diesen als "Friedenshetzer" verspotteten und verachteten, engagiert für Frieden und Gerechtigkeit kämpfenden Mann. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013045.html

Keine bewaffneten Drohnen für die Bundeswehr!

Die Bundeswehr will sie, ebenso viele Politiker*innen: bewaffnete Kampfdrohnen. Die Debatte um die Bewaffnung von Drohnen ist im vollen Gange und es ist zu befürchten, dass im Schatten der Corona-Pandemie Nägel mit Köpfen gemacht werden und eine Entscheidung ohne eine breite öffentliche Debatte getroffen wird. Um bewaffnete Kampfdrohnen zu verhindern müssen wir jetzt aktiv werden!
Stimme deine Abgeordneten aus deinem Wahlkreis um. Schicke ihnen eine E-Mail und mache deutlich, dass du gegen die Bewaffnung und den Einsatz von Kampfdrohnen bist. Deine Stimme zählt! Mit der neuen Aktionswebsite des Netzwerks Friedenskooperative lässt sich in weniger als einer Minute E-Mail an Abgeordnete schicken. >> https://www.lobbying4peace.de/keine-kampfdrohnen

Esther Bejarano: 8. Mai zum Feiertag machen! Was 75 Jahre nach Befreiung vom Faschismus getan werden muss!

Esther Bejarano schreibt: Ich überlebte als Mitglied des "Mädchenorchesters" das deutsche Vernichtungslager Auschwitz und konnte vor 75 Jahren auf dem Todesmarsch der Häftlinge des KZ-Ravensbrück der SS entkommen. Ich bin Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in der BRD e.V und Ehrenpräsidentin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA). Ich fordere: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, hat Esther Bejarano zusammen mit dem VVN-BdA eine Petition gestartet. >> https://www.change.org/p/8-mai-zum-feiertag-machen-was-75-jahre-nach-befreiung-vom-faschismus-getan-werden-muss-tagderbefreiung-bkagvat-bundesrat

Termine

:: 03.-07.07.2020 - Atomwaffenstandort Büchel: Aktionstage von IPPNW und ICAN

Die US-Atombomben lagern in einer der schönsten Umgebung Deutschlands: in der Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz zwischen Maaren, Kratern und einem Geysir. Sie sollte ein Ort sein, um die Wunder der Natur zu genießen. Stattdessen donnern Atombomber über das Gelände und deutsche Soldat*innen üben den Einsatz von Massenvernichtungswaffen. Bei den Aktionstagen von IPPNW und ICAN geht es um Protest gegen diese Atomwaffen – mit Aktionen, Workshops, Musik und Tanzen. Der 3. Geburtstag des Vertrages zum Atomwaffenverbot am 7. Juli soll groß gefeiert werden, denn es ist wahrscheinlich, dass das Abkommen in diesem Jahr in Kraft treten wird! Mehr >> https://buechel.nuclearban.de/
 


:: 26.09.2020 - 9:30 Uhr Parkplatz Eckerwald: "Erinnern, Gedenken, Verantwortung übernehmen" – Führung durch den Gedenkpfad Eckerwald sowie die Gedenkstätte und den KZ-Friedhof Schörzingen

Die Gedenkstätte Eckerwald erinnert an eines der letzten mörderischen Kapitel nationalsozialistischer Kriegspolitik. Im Herbst 1944 wurde von Häftlingen des KZ Schörzingen in einer Bauzeit von rund drei Monaten auf diesem Gelände eine Schieferölfabrik errichtet. Das KZ bei Schörzingen bestand von Januar 1944 bis April 1945. Die Zahl der Häftlinge betrug mehr als 1.000. Aufgrund der katastrophalen Lebens- und Arbeitsbedingungen verstarben mindestens 549 Häftlinge, die in Massengräbern auf der "Donauwiese" verscharrt wurden. Für Samstag, 26.09.2020 laden wir zu einer Führung durch den Gedenkpfad Eckerwald sowie die Gedenkstätte und den KZ-Friedhof Schörzingen ein, mit der wir an dieses ganz dunkle Kapitel deutscher Geschichte erinnern wollen. VA: Lebenshaus Schwäbische Alb e.V. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/013040.html

 

:: 17.10.2020 - 10:00 Uhr Ev. Gemeindehaus Gammertingen: Tagung 2020: "We shall overcome!" Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht. Drei biografische Zugänge

Bei der 8. Tagung "We shall overcome!" von Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie am 17. Oktober 2020 in Gammertingen werden u.a. Thomas Felder, Renate Wanie und Hans-Hartwig Lützow über ihr langjähriges Engagement berichten. In Kombination dazu besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Konzert mit dem schwäbischen Liedermacher Thomas Felder am Abend sowie an einer Wanderung auf der Schwäbischen Alb am 18. Oktober. VA: Lebenshaus Schwäbische Alb e.V. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/013039.html



:: 17.10.2020 - 20:00 Uhr Ev. Gemeindehaus Gammertingen: "Von Wegen" - Konzert mit Thomas Felder

Am 17. Oktober 2020 gibt es im Anschluss an die Tagung "We shall overcome!" im evang. Gemeindehaus in Gammertingen ein. Konzert mit dem schwäbischen Liedermacher Thomas Felder der sein 50-jähriges Bühnenjubiläum feiert. "Von Wegen", so heißt sein Programm. Wir freuen uns, den singenden Musikanten wieder in Gammertingen zu erleben. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/013041.html



Weitere Termine finden sich u.a.:
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.
Bubenhofenstr. 3
D-72501 Gammertingen
Germany

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Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unser Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden an unseren Verein. Wir sind durch das Finanzamt Sigmaringen als gemeinnützig und mildtätig anerkannt (letztmals mit Bescheid vom 25.10.2018). Deshalb sind Spenden und Mitgliedsbeiträge steuerabzugsfähig. Eine Spendenbestätigung wird ab 25 € zu Beginn des kommenden Jahres automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung. ErstspenderInnen bitte unbedingt ihre Anschrift angeben! Danke!!!

Spendenkonto: 
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Bank: GLS Bank eG
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