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Lebenshaus-Newsletter

22. Februar 2020
Liebe Freundinnen und Freunde,

aus aktuellem Anlass zunächst nachfolgender Text von medico international, dem wir uns gerne anschließen.
 

Wir trauern


Unsere Solidarität und unser Beistand richten sich an die Familien und die Freundinnen und Freunde der Opfer.

Wir trauern um die Toten des rassistischen und rechtsextremen Attentats und hoffen inständig, dass die Verletzten wieder gesund werden. Unsere Solidarität und unser Beistand richten sich an die Familien, die Freundinnen und Freunde der Opfer.
 
Das jahrelange Töten des NSU, der antisemitische Anschlag von Halle und der rassistische Anschlag von Hanau: Bedrohungen und Gewalt gelten allen, die für ein offenes Zusammenleben eintreten, die sich in dem Kampf gegen eine Welt von Ausgrenzung verbunden fühlen. Gemeint sind wir alle.
 
Aber doch auf sehr unterschiedliche Weise. Vielen von uns steht es frei, sich wegzuducken, viele von uns müssen keine Angst vor rassistischen Anschlägen haben.
 
Gerade deshalb sind wir alle gemeint, wenn es darum geht, eine offene Gesellschaft zu erstreiten und zu verteidigen. Gemeint sind wir alle, wenn es um Solidarität und um Gerechtigkeit, um Offenheit und Freiheit geht.
 
In Zeiten der Kontinuitäten polizeilicher und politischer Verharmlosung von Rechtsterrorismus, in Zeiten, in denen Solidarität verweigert wird und die Bereitschaft, das geschehene Unrecht anzuerkennen häufig ausbleibt, die Verantwortung sogar den Opfern selbst zugeschrieben wird und eine konsequente juristische Verfolgung allzu oft verweigert wird, brauchen wir keine volkstümelnde deutsche Leitkultur, sondern eine antifaschistische Leitkultur. Hierzulande und überall dort auf der Welt, wo rechte Gewalt den Alltag bestimmt. Denn: Wer schweigt und verharmlost, stimmt zu.
(medico international)


In einer Zeit, in der manche die Vergangenheit am liebsten ganz vergessen und verdrängen würden, möchte ich noch ein kurzes und bissiges Gedicht von Erich Fried zitiieren.
Dann wieder

Was keiner geglaubt haben wird
was keiner gewusst haben konnte
was keiner geahnt haben durfte
das wird dann wieder
das gewesen sein
was keiner gewollt haben wollte.


(Erich Fried - 1921 bis 1988)
Wem dies möglich ist, die/der sollte in den kommenden Tagen und Wochen an Mahnwachen und Demonstrationen der Zivilgesellschaft gegen Rechts teilnehmen. Für die Betroffenen von rassistischer Gewalt ist es in diesen Zeiten wichtig, zu sehen, dass sie nicht alleine sind. Gleichzeitig geht es darum, weiter um gleiche soziale Rechte für Alle, gegen jede rassistische Hetze und Ausgrenzung und gegen jede Abschiebung zu kämpfen.

Herzliche Grüße
Euer / Ihr Michael Schmid
Inhaltsverzeichnis
  1. Konstantin Wecker: Die gefährliche Gleichsetzung von Rechts und Links
  2. #NetzohneHass: Hass löschen! Bundesweiter Aktionstag.
  3. Die AnStifter: Ein "Auschwitz-Appell" zum Holocaust-Gedenktag 2020
  4. Rainer Mausfeld: Kampf gegen Rechts heißt Kampf gegen Links
  5. Roland Rottenfußer: Die Geister, die sie riefen
  6. Internationaler Versöhnungsbund: Hildegard Goss-Mayr: 90 Jahre gelebte Gewaltfreiheit
  7. Martin Arnold: Gütekraft bei Hildegard Goss-Mayr: der Kern der aktiven Gewaltfreiheit
  8. Kazu Haga: Warum wir näher an Kings Auffassung von Gewaltfreiheit heranrücken müssen
  9. ITP: Ernesto Cardenal: Herzlichen Glückwunsch!
  10. Hans-Josef Fell: Zum Tod von Gudrun Pausewang
  11. .ausgestrahlt: Fessenheim-Abschaltung: Freude und Mahnung
  12. BUND: DIW-Studie: Kohleausstieg muss bis 2030 kommen - zwei Drittel des gesamten deutschen Emissionsbudgets bereits in 20 Jahren aufgebraucht
  13. PIK: Zwei Grad Ozean-Erwärmung waren in der Erdvergangenheit bereits genug, um die Antarktis zu destabilisieren
  14. Claus Grue: Ganzheitlicher Ansatz für Umgang mit Klimawandel
  15. Bulletin of Atomic Scientists: Weltuntergangsuhr: Nur noch 100 Sekunden bis Mitternacht
  16. Jürgen Wagner: Münchner Sicherheitskonferenz: EU-Marineeinsatz am Golf mit deutscher Beteiligung?
  17. Christian Müller: So schaffte sich die NATO ihren notwendigen Feind
  18. Tobias Pflüger: Münchner Sicherheitskonferenz 2020: Abrüstung ist das Gebot der Stunde
  19. IPPNW: Krieg und Militär haben eine verheerende Ökobilanz
  20. Otfried Nassauer: Ein Präsident mit Sprengkraft
  21. Jürgen Wagner: Großmanöver Defender 2020: Mit Tempo in den Neuen Kalten Krieg
  22. Rolf Verleger: Falsche Schlussfolgerung aus den Verbrechen der Nazis
  23. BIP: Trumps Jahrhundertplan: Hundert Jahre Besatzung
  24. pax christi: Trumps-"Deal": Völkerrechtsbruch in Westbank
  25. Emran Feroz: Afghanistan: So viele Bomben wie schon lange nicht mehr
  26. Emran Feroz: Afghanistans Schattenregime
  27. PRO ASYL: Afghanistan-Abschiebungen: Fälle zeigen neue Dimension der Härte
  28. Rolf Gössner: Wie politisch dürfen gemeinnützige Vereine agieren?
  29. Helmut Scheben: UN-Sonderermittler: Brisante Enthüllungen im "Fall Assange"

Hinweise

  1. Protestaktionen gegen Defender 2020
  2. Bitte um Unterzeichnung: Julian Assange aus der Haft entlassen

Termine

Artikel

Konstantin Wecker: Die gefährliche Gleichsetzung von Rechts und Links

Konstantin Wecker ruft nach dem Anschlag von Hanau dazu auf, die faschistische Gefahr endlich klar zu benennen und den Boden, auf dem sie wachsen kann, auszutrocknen. Zu viele vermeintlich brave Bürger und Politiker sind den Parolen der fremdenfeindlichen Kräfte viel zu weit entgegengekommen. Gerade Union und FDP haben sich nicht erst seit der versuchten Regierungsbildung von Erfurt an die AfD angeschmiegt - dass sie es teilweise nicht aus Überzeugung, sondern aus Opportunismus taten, macht es nicht besser. Das "Manifest" des Täters von Hanau mit seinen expliziten, rassistisch motivierten Vernichtungsfantasien macht deutlich, dass politische Motive für die Tat nicht mehr ernsthaft geleugnet werden können. Diese sind aber nur die Spitze eines gewaltigen Eisbergs, der auch von großen Teilen der politischen "Mitte" gebildet wird. Statt sich dem Morden konsequent entgegen zu stellen, versuchen viele immer noch verzweifelt, sich gegen Links genauso konsequent abzugrenzen. Konstantin Wecker ruft zum Widerstand aus der Perspektive radikaler Menschlichkeit auf. .>> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012780.html

#NetzohneHass: Hass löschen!

Es brennt in Deutschland. In Internetforen und sozialen Medien radikalisieren sich immer mehr Menschen. 2015 brannten die Flüchtlingsunterkünfte. Heute werden Menschen erschossen, weil die Täter den rechtsextremen Lügen, Taten folgen lassen. Ob Identitäre, NPD, PEGIDA, AfD oder andere: Die rechtsextremen Verführer und Rattenfänger haben die Stimmung geschürt, die den Terror von Halle und Hanau ermöglicht haben. Anlässlich der Morde in Hanau: Bundesweiter Aktionstag für ein #NetzohneHass am kommenden Sonntag..>> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012775.html

Die AnStifter: Ein "Auschwitz-Appell" zum Holocaust-Gedenktag 2020

Am Holocaust-Gedenktag 2020 startet das Stuttgarter Bürgerprojekt "Die AnStifter" mit einem "Auschwitz-Appell" eine Aktion, die zum dauerhaften Unterhalt und Ausbau der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau aufruft und beitragen soll. "Kein anderer Ort symbolisiert den Terror der Nationalsozialisten und den Holocaust so sehr wie das ehemalige deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau", heißt es in dem Aufruf, den "Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V." unterstützt. Vor dem Hintergrund zunehmender antisemitischer und fremdenfeindlicher Übergriffe fordern zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die Öffentlichkeit und die Bundesregierung auf, alles zu tun, um dieses Mahnmal auf Dauer als Erbe der Menschheit zu erhalten. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012740.html

Rainer Mausfeld: Kampf gegen Rechts heißt Kampf gegen Links

Die aktuellen "Dammbruch"-Empörungen zu Thüringen sind in weiten Teilen vorgeschoben, sagt Rainer Mausfeld. Denn rechte bis rechtsextreme Haltungen sind seit Beginn der Bundesrepublik in den Parteien der sogenannten Mitte fest verankert. Der Kampf der politischen Zentren der Macht gegen Rechts war und ist in Wahrheit immer ein Kampf gegen Links. Es ist beschämend, wie eilfertig weite Teile der Linken auf die ausgelegten Wortköder hereinfallen und Arm in Arm mit Merkel und Seehofer ihre Entschlossenheit im Kampf gegen Rechts bekunden - jeder wirklich Linke müsste es als eine Beleidigung empfinden, wenn ihn die Mächtigen zum Kampf gegen Rechts auffordern! Mit dieser Strategie hat es die neoliberale Mitte geschafft, die Linke in permanente Angst zu versetzen, als rechtsoffen zu erscheinen, und sie wichtiger Kernthemen beraubt. Doch in Thüringen wendet sich dies nun gegen die Politstrategen selbst. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012766.html

Roland Rottenfußer: Die Geister, die sie riefen

Anstatt sich nur entrüstet von der AfD zu distanzieren, sollten CDU und FDP damit aufhören, eine ähnliche Politik zu machen. Ein Gespenst ging um in Deutschland: das gruselige Projekt einer von der AfD abhängigen Regierung in Thüringen. Dieser Spuk scheint verjagt. Eilfertig distanzieren sich jetzt alle von Björn Höckes Mannen, die offen "Faschisten" genannt werden. Einige bei Union und FDP zeigen sich als reuige Sünder, andere wollen es schon immer gewusst haben. Die Bugwellen, die die Affäre vor sich herschob, brachten jetzt sogar das Boot einer aussichtsreichen Anwärterin auf die Kanzlerschaft zum Kentern. AfD rules. Die xenophoben Zündler haben sich durch mangelnde direkte Machtteilhabe noch nie davon abhalten lassen, die Republik vor sich herzutreiben. Bei so vielen aufrechten Demokraten, wie sie derzeit in den Talkshows zu besichtigen sind, ist Vorsicht geboten. Vielleicht wollen die Entrüstungs-Simulanten damit nur ihren eigenen Schatten vertreiben und vertuschen, dass sie den Deutschalternativen eigentlich nur allzu ähnlich sind. Roland Rottenfußer. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012762.html

Internationaler Versöhnungsbund: Hildegard Goss-Mayr: 90 Jahre gelebte Gewaltfreiheit

Hildegard Goss-Mayr, Ehrenpräsidentin des Internationalen Versöhnungsbundes, feiert am 22. Januar 2020 ihren 90. Geburtstag. Geprägt von den Eindrücken ihrer Kindheit im Nationalsozialismus und der Friedensarbeit ihres Vaters, Kaspar Mayr, engagierte sich Hildegard Goss-Mayr ihr Leben lang für Frieden und Gewaltfreiheit. Zusammen mit ihrem Mann Jean Goss (verstorben 1991), unterstützte sie den Aufbau gewaltfreier Bewegungen in vielen Krisen-und Konfliktgebieten. Sie half bei der Vorbereitung friedlicher Revolutionen, etwa in mehreren Ländern Lateinamerikas, auf den Philippinen und in Madagaskar. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012758.html

Martin Arnold: Gütekraft bei Hildegard Goss-Mayr: der Kern der aktiven Gewaltfreiheit

Hildegard Goss-Mayr, Ehrenpräsidentin des Internationalen Versöhnungsbundes, feierte am 22. Januar 2020 ihren 90. Geburtstag. Aus diesem Anlass hat der Internationale Versöhnungsbund - Österreichischer Zweig eine Sondernummer seiner Zeitschrift "Spinnrad" herausgebracht. Martin Arnold hat dafür den nachfolgenden Artikel geschrieben, den er uns freundlicherweise für eine Veröffentlichung in unseren Medien zur Verfügung gestellt hat. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012773.html

Kazu Haga: Warum wir näher an Kings Auffassung von Gewaltfreiheit heranrücken müssen

Gewaltfreiheit ist nicht nur die Abwesenheit von Gewalt, sondern bedeutet, dass wir die Initiative gegen Gewalt und Ungerechtigkeit ergreifen und daran arbeiten, den Schaden wiedergutzumachen. Von Kazu Haga. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012741.html

ITP: Ernesto Cardenal: Herzlichen Glückwunsch!

Am 25. Januar feierte der nicaraguanische Theologe, Dichter und Revolutionär Ernesto Cardenal seinen fünfundneunzigsten Geburtstag: Herzlichen Glückwunsch. Ernesto Cardenal gehört zu den Christen, die sich radikal auf die Bibel eingelassen und ihr Leben danach ausgerichtet haben. Unvergessen bleibt das "Evangelium der Bauern von Solentiname", das 1975 entstand. Aber da hatte er bereits zwanzig Jahre Kampf gegen die Diktaturen in Nicaragua hinter sich. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012749.html

Hans-Josef Fell: Zum Tod von Gudrun Pausewang

Am 23. Januar ist die Grundschullehrerin, Autorin und Friedens- & Anti-AKW-Aktivistin Gudrun Pausewang im Alter von 91 Jahren gestorben. Bundesweite Bekanntheit erlangte Sie durch ihr 1987 erschienenes Buch "die Wolke", das die fiktive Geschichte eines Super-GAU des deutschen Atomkraftwerk Grafenrheinfeld erzählt. Es führt eindringlich vor Augen, welche Folgen ein solches Ereignis mit sich bringt: Flucht, Not, Elend, Tod. Von Hans-Josef Fell. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012744.html

.ausgestrahlt: Fessenheim-Abschaltung: Freude und Mahnung

Zur Abschaltung des französischen AKW Fessenheim 1 am Samstag erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: "Der lange Kampf der Anti-Atom-Bewegung auf beiden Seiten des Rheins zahlt sich endlich aus. Mit jedem Reaktor, der vom Netz genommen wird, wird das atomare Risiko geringer. Allerdings warne ich vor zu lauten Freudenbekundungen aus der deutschen Politik. Schließlich laufen hierzulande noch immer sechs große Atomkraftwerke, die ebenfalls in die Jahre gekommen sind, deren Störanfälligkeit zunimmt und die schon längst hätten abgeschaltet werden müssen." >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012774.html

BUND: DIW-Studie: Kohleausstieg muss bis 2030 kommen - zwei Drittel des gesamten deutschen Emissionsbudgets bereits in 20 Jahren aufgebraucht

Die Kohlepolitik der Bundesregierung ist ein Irrweg. Mit ihrem Kohleausstiegsgesetz reißt die Große Koalition alle europäischen und globalen Emissionsminderungsziele - und ihre eigenen. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) verfasste Studie. Ohne Korrekturen und eine deutliche Beschleunigung führt dieser Ausstiegspfad in ein klimapolitisches Desaster. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012761.html

PIK: Zwei Grad Ozean-Erwärmung waren in der Erdvergangenheit bereits genug, um die Antarktis zu destabilisieren

Ein steigender Meeresspiegel durch das Abschmelzen der gewaltigen Eismassen der Antarktis hätte weitreichende Konsequenzen für die Küstenregionen der Welt. Durch neue Daten aus dem Eis konnte ein internationales Team von Wissenschaftlern jetzt zeigen, wie der Eispanzer der Antarktis in der Vergangenheit auf steigende Temperaturen reagiert hat. Ihre in den US-Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichte Studie zeichnet erstmals anhand von Daten aus einem Blaueisfeld nach, dass sich der Westantarktische Eisschild bereits während der letzten Warmzeit vor 120.000 Jahren als recht instabil erwiesen hat. Die Eem-Warmzeit war die letzte Phase der Klimageschichte mit ähnlichen globalen Temperaturen wie die, auf die die Welt durch die menschengemachte Erderwärmung in den nächsten Jahrzehnten zusteuert. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012759.html

Claus Grue: Ganzheitlicher Ansatz für Umgang mit Klimawandel

Der Sommer in Grönland war lang und heiß. Nicht nur in Bezug auf die Temperaturrekorde, sondern auch politisch in Form großer Empörung über den überraschenden Vorstoß von US-Präsident Donald Trump, die Insel "kaufen" zu wollen. Der Vorstoß hatte unter anderem eine diplomatische Krise mit dem NATO-Verbündeten Dänemark ausgelöst, zu dem Grönland seit 1721 gehört. Von Claus Grue. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012757.html

Bulletin of Atomic Scientists: Weltuntergangsuhr: Nur noch 100 Sekunden bis Mitternacht

Die Wissenschaftler des Bulletin of Atomic Scientists haben die Weltuntergangsuhr (Doomsday Clock) heute auf 100 Sekunden vor Mitternacht vorgerückt. Die Friedensnobelpreisträger IPPNW und ICAN halten das vor dem Hintergrund der zunehmenden atomaren Aufrüstung, der Aufkündigung von Rüstungskontrollverträgen und den Bedrohungen durch den Klimawandel für absolut berechtigt. Noch nie stand der Zeiger so nahe vor Mitternacht und damit symbolisch vor einem Weltuntergang. Die nukleare Bedrohung und die Gefahr durch den Klimawandel werden durch einen dritten Faktor verstärkt: durch Desinformationskampagnen via Internet und Cyberangriffe. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012738.html

Jürgen Wagner: Münchner Sicherheitskonferenz: EU-Marineeinsatz am Golf mit deutscher Beteiligung?

Im Januar 2020 unterstützten acht Staaten die "Europäische Marine-Überwachungsmission in der Meerenge von Hormus" ("European Maritime Awareness in the Strait of Hormuz", EMASOH). Dabei handelt es sich nicht um einen offiziellen EU-Einsatz, sondern um eine Ad-hoc-Koalition, in deren Rahmen mehrere Kriegsschiffe aus einigen dieser Staaten dazu beitragen sollen, die Handelswege besonders an der Straße von Hormus zu "schützen". Deutschland gehört zwar zu den Unterzeichnern, sagte aber bislang selber - im Gegensatz zu Frankreich, Dänemark, den Niederlanden und Griechenland - keine Kriegsschiffe zu. Von Jürgen Wagner. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012770.html

Christian Müller: So schaffte sich die NATO ihren notwendigen Feind

Nicht immer ist klar, was Ursache und was Wirkung ist. Auch in der Politik gilt es genau hinzuschauen. Ein Beispiel: die NATO. Von Christian Müller. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012765.html

Tobias Pflüger: Münchner Sicherheitskonferenz 2020: Abrüstung ist das Gebot der Stunde

Bei der so genannten Sicherheitskonferenz steht in diesem Jahr besonders die Aufrüstung der EU und Deutschlands auf der Agenda. Da werden Abstiegsängste geschürt ("Krise des Westens"), um die Aufrüstung der Europäischen Union zur Weltmacht zu fordern. Passend dazu verunglimpft Konferenzleiter Wolfgang Ischinger Abrüstung als Traumtänzerei. Sein erklärtes Ziel ist es, Deutschland und die EU militärisch handlungsfähig zu machen. Der UN-Botschafter Christoph Heusgen meint, Deutschland komme international eine besondere Rolle und Führungsaufgabe zu. Von Tobias Pflüger. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012767.html

IPPNW: Krieg und Militär haben eine verheerende Ökobilanz

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz eine Reduktion der Emissionen des Militärs durch Abrüstung. Nicht die Migration aufgrund des Klimawandels darf als Sicherheitsrisiko definiert werden, sondern die militärische Aufrüstung selbst, die auf der einen Seite die Klimakatastrophe befeuert und finanzielle Ressourcen für deren effektive Bekämpfung bindet und auf der anderen Seite zu großem menschlichem Leid, zu Zerstörung von Infrastruktur und zur Entstehung von Fluchtbewegungen führt. So plant US-Präsident Donald Trump in seinem Haushaltsentwurf zusätzliche Ausgaben für eine Modernisierung des US-Atomwaffenarsenals in Höhe von 3,2 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 20 Prozent entsprechen würde. Dafür will er im Umwelt- und Bildungsbereich kürzen. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012763.html

Otfried Nassauer: Ein Präsident mit Sprengkraft

Vor Donald Trump ist letztlich nichts und niemand sicher. Das zeigt seine jüngste Entscheidung, den Einsatz von Landminen durch das US-Militär weltweit zu erleichtern. Der US-Präsident funktioniert selbst wie eine Landmine. Einmal gelegt, ruht sie in der Erde bis sie ein unbedarftes oder unvorsichtiges Opfer sie auslöst. Sie explodiert und tötet das Opfer oder verletzt und schädigt es lebenslang. Genau das ist die beabsichtigte Wirkung. Von Otfried Nassauer. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012756.html

Jürgen Wagner: Großmanöver Defender 2020: Mit Tempo in den Neuen Kalten Krieg

Am 23. Januar 2020 berichtete Stars & Stripes über den Beginn des größten US-Manövers seit etwa einem Vierteljahrhundert, das bis in den Mai hinein zu allem Überfluss auch noch durch diverse NATO-Manöver ergänzt wird. Obwohl auch hierzulande erste Truppenverlegungen schon im Januar vonstattenging, soll "Defender 2020" in Deutschland vor allem in den Monaten März (zuerst hieß es immer April) bis Mai schwerpunktmäßig stattfinden. Deutschland wird dabei nicht nur über die angegliederten NATO-Manöver, sondern vor allem auch bei der logistischen Unterstützung der US-Truppen eine zentrale Rolle spielen. Von Jürgen Wagner. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012755.html

Rolf Verleger: Falsche Schlussfolgerung aus den Verbrechen der Nazis

Deutschland bestreitet, dass der Internationale Gerichtshof für die von Israel besetzten palästinensischen Gebiete zuständig seien. Sollte die Herrschaft internationalen Rechts in diesem einen Fall etwa nicht gelten? Sind die besetzten Gebiete völker- und menschenrechtsfreie Zonen? Dr. Rolf Verleger, Vorsitzender des Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern (BIP) zeigt der Bundesregierung in einem offenen Brief die negativen Konsequenzen ihres Handelns auf. Gedenkreden zum Anlass der Befreiung von Auschwitz, sagt er, genügen nicht. Die Konsequenz aus den Taten der Nazis müsse der Einsatz für Menschlichkeit sein - jetzt. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012769.html

BIP: Trumps Jahrhundertplan: Hundert Jahre Besatzung

Trumps Plan ist ein Wahlgeschenk für Netanjahu. Aber auch wenn er nie umgesetzt würde, werden die Palästinenser für den Schaden jahrzehntelang bezahlen. Er zementiert die Besatzung, droht, Hunderttausenden von palästinensischen Bürgern Israels die Staatsbürgerschaft zu entziehen, verhindert die palästinensische Souveränität und verweigert den Nachkommen der Vertriebenen das Recht auf Rückkehr. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012748.html

pax christi: Trumps-"Deal": Völkerrechtsbruch in Westbank

"Wir fordern die Zurückweisung des US-Vorschlags durch Deutschland und die EU. Wir lehnen den einseitigen Plan von US-Präsident Trump, an dem die palästinensische Seite nicht beteiligt wurde, aufs Schärfste ab", kritisiert Dr. Manfred Budzinski, der Sprecher der pax christi-Nahostkommission und erläutert: "Dieser als Vision bezeichnete Plan will den permanent stattfindenden Völkerrechtsbruch durch die israelische Regierung mit ihren Siedlungen in der Westbank und in Ost-Jerusalem mit über 600.000 Menschen legalisieren und erlaubt auch die Annexion des Jordantals. Die US-amerikanische Regierung fordert damit dazu auf, internationales Recht zu verletzen. Sie negiert wichtige Resolutionen des UN-Sicherheitsrats, legitimiert anhaltende Völkerrechtsverletzungen durch Israel und setzt ein gefährliches Beispiel für andere Länder: Wer völkerrechtswidrig Fakten schafft, wird irgendwann dafür belohnt."

>> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012745.html

Emran Feroz: Afghanistan: So viele Bomben wie schon lange nicht mehr

Während die Verhandlungen zwischen den USA und den afghanischen Taliban die Endrunde erreicht haben, eskaliert die Gewalt am Hindukusch wie seit langem nicht mehr. Grund hierfür sind auch die Luftangriffe des US-Militärs, die im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht haben - und womöglich auch nicht so schnell aufhören werden. Von Emran Feroz. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012779.html

Emran Feroz: Afghanistans Schattenregime

Dass die Afghanistan-Berichterstattung vieler Medien oftmals viele Lücken hat, ist mittlerweile nichts Neues. Sobald es um Afghanistan geht, hört man in den allermeisten Fällen lediglich von den Taliban oder der Kabuler Regierung. Währenddessen gibt es andere Akteure, die kaum Beachtung gewinnen. Das beste Beispiel hierfür ist der NDS, der afghanische Geheimdienst, der nach Beginn des "War on Terror" in Afghanistan von der CIA geschaffen wurde. Von Emran Feroz aus Kabul. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012746.html

PRO ASYL: Afghanistan-Abschiebungen: Fälle zeigen neue Dimension der Härte

Trotz des jüngsten großen Anschlags in Kabul mit Toten und Verletzten setzt die Bundesregierung Sammelabschiebeflüge in die afghanische Hauptstadt ungerührt weiter fort. Der mittlerweile 32. Sammelabschiebeflieger startet vom Flughafen Düsseldorf aus nach Kabul starten. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012760.html

Rolf Gössner: Wie politisch dürfen gemeinnützige Vereine agieren?

Aberkennung der Gemeinnützigkeit bremst kritisch-bürgerschaftliches Engagement per Steuerrecht aus und schadet einer lebendigen Demokratie. Während "attac" und "VVN-BdA" um ihren Status kämpfen müssen, gelten neoliberale und extrem rechte Vereine weiterhin unangefochten als "gemeinnützig". Von Rolf Gössner. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012737.html

Helmut Scheben: UN-Sonderermittler: Brisante Enthüllungen im "Fall Assange"

Der Vergewaltigungsvorwurf war fingiert, um Julian Assange und Wikileaks zu stoppen. Brisante Aussagen eines Schweizer Diplomaten. Von Helmut Scheben. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012754.html

Hinweise

Protestaktionen gegen Defender 2020

Zusammen mit anderen NATO-Staaten will die USA im Frühjahr 2020 das Militärmanöver "Defender 2020" in Deutschland und weiteren europäischen Ländern durchführen. In vielen deutschen Orten finden bereits Protestaktionen gegen das Großmanöver statt. Gegen das geplante Militärmanöver in Europa wird bereits vielerorts protestiert. Weitere Informationen >> https://www.antidef20.de/

Bitte um Unterzeichnung: Julian Assange aus der Haft entlassen

Am 6. Februar stellten Günter Wallraff (Investigativjournalist), Sigmar Gabriel (Bundesaußenminister a.D.), Gerhart Baum (Bundesinnenminister a.D.) und Sevim Dagdelen (MdB) in der Bundespressekonferenz in Berlin den Appell "Julian Assange aus der Haft entlassen" vor, der von weit mehr als 100 Prominenten aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Medien unterzeichnet wurde. Hier kann der Appell unterzeichnet werden >> https://assange-helfen.de/

Termine
 

:: 08.03.2020 - 13:00 Uhr Bahnhof Kirchheim/Neckar Demonstration nach Neckarwestheim: "Fukushima > Tokio" "Atomausstieg sofort! Klimaschutz braucht Energiewende!"

Unter dem Motto "Fukushima > Tokio" "Atomausstieg sofort! Klimaschutz braucht Energiewende!" ruft ein breites Bündnis für Sonntag, 8. März 2020, zu einer Demonstration zum Atomkraftwerk Neckarwestheim und einer Kundgebung auf. Lebenshaus Schwäbische Alb gehört zu den Unterstützern dieser Veranstaltung. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/012777.html
 

:: 18.03.2020 - 18:00 Uhr am Stadtbrunnen in Gammertingen: Protestkundgebung "Keine Abschiebungen nach Afghanistan!"

Mit unserer 13. Protestkundgebung fordern wir erneut die Einstellung aller Abschiebungen nach Afghanistan. Nicht nur die Bundesregierung, auch die Länder - u.a. Baden-Württemberg - sind Teil des Problems, indem sie mit Abschiebungen in ein kriegserschüttertes Land die harte Abschiebepraxis zum Teil mittragen. Bis zu einem endgültigen, generellen Abschiebestopp und konkreten Bleibeperspektiven für afghanische Geflüchtete ist also unser weiteres Engagement erforderlich.

Weitere Termine finden sich u.a.:
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.
Bubenhofenstr. 3
D-72501 Gammertingen
Germany

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