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Lebenshaus-Newsletter

27. Februar 2021
Liebe Freundinnen und Freunde,

das Gedicht "Alle Tage" von Ingeborg Bachmann wurde erstmals 1953 veröffentlicht. Es bezog sich auf die damalige Epoche des Kalten Krieges. Leider ist es nach wie vor bedrückend aktuell: Das Unerhörte ist alltäglich geworden.
 
Alle Tage

Der Krieg wird nicht mehr erklärt,
sondern fortgesetzt. Das Unerhörte
ist alltäglich geworden. Der Held
bleibt den Kämpfen fern. Der Schwache
ist in die Feuerzonen gerückt.
Die Uniform des Tages ist die Geduld,
die Auszeichnung der armselige Stern
der Hoffnung über dem Herzen.

Er wird verliehen,
wenn nichts mehr geschieht,
wenn das Trommelfeuer verstummt,
wenn der Feind unsichtbar geworden ist
und der Schatten ewiger Rüstung
den Himmel bedeckt.

Er wird verliehen
für die Flucht von den Fahnen,
für die Tapferkeit vor dem Freund,
für den Verrat unwürdiger Geheimnisse
und die Nichtachtung
jeglichen Befehls.

Ingeborg Bachmann (1926 - 1973)
Herzliche Grüße

Ihr / Euer
Michael Schmid
Artikel

Neues Lebenshaus-Projekt: "Kriegsdienstverweigerer. Unsere Geschichten"

Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung (KDV) wurde 1949 ins Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen. Doch Generationen von jungen Männern wurde es dann ziemlich schwer gemacht, ihr Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung in Anspruch zu nehmen. Es war von Anfang an ein Skandal, dass dieses Grundrecht nur auf Antrag und nach staatlicher Überprüfung verliehen oder verwehrt wurde.

Auf unserer neuen Website "Kriegsdienstverweigerer. Unsere Geschichten" wollen wir sichtbar machen, welchen Schwierigkeiten und Schikanen wehrpflichtige junge Männer insbesondere bis 1983 ausgesetzt waren, wenn sie in der Bundesrepublik Deutschland den Kriegsdienst verweigern wollten. Dafür laden wir Betroffene ein, uns Berichte über ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit der eigenen Kriegsdienstverweigerung zukommen zu lassen. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013464.html

Hannah Brinkmann: "Gegen mein Gewissen"

Hannah Brinkmanns Onkel wurde zum Wehrdienst gezwungen - und nahm sich das Leben.In jahrelanger Arbeit der Recherche und des Zeichnens ist Hannah Brinkmanns Buch "Gegen mein Gewissen" entstanden. Dafür wählte sie die Form einer grafischen Erzählung. In detailreichen Zeichnungen ruft sie diese Phase bundesdeutscher Nachkriegsgeschichte ins Gedächtnis zurück. Einfühlsam arbeitet sie die Geschichte ihres Onkels auf und erinnert 46 Jahre nach seinem Tod an sein Schicksal. Sein Schicksal steht besonders herausragend für die Erniedrigung und Diskriminierung, die viele junge Männer in der Bundesrepublik über rund drei Jahrzehnte hinweg erlebt haben, wenn sie den Kriegsdienst verweigerten. Der Suizid von Hermann hat seinerzeit eine Debatte über die Rechtmäßigkeit der Gewissensprüfung ausgelöst. Das Buch gehört in die Hände von möglichst vielen jungen Menschen. Aber es lohnt sich über alle Generationen hinweg, es zu lesen und zu betrachten. Ein sehr empfehlenswertes Buch! Eine Rezension von Michael Schmid. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013461.html

EBCO: Europa ist für Kriegsdienstverweigerer in vielen Ländern kein sicherer Ort

Europa sei 2020 für viele Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen in mehreren Ländern kein sicherer Ort. Dies betont das Europäische Büro für Kriegsdienstverweigerung (EBCO) in seinem nun veröffentlichten Jahresbericht. "Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen wurden strafrechtlich verfolgt, verhaftet, vor Gericht gestellt, inhaftiert, mit Geldstrafen, Einschüchterungen, Angriffen, Morddrohungen und Diskriminierung belegt", so EBCO-Präsidentin Alexia Tsouni. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013460.html

"Widerstand gegen den Krieg – Kriegsdienste verweigern!"

Die 1921 in den Niederlanden gegründete War Resisters‘ International (WRI) feiert bald ihren 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass veröffentlicht die Internationale der Kriegsdienstgegner*innen e.V. (IDK) – eine deutsche Sektion der WRI – im März ein Heft mit Beiträgen zur Geschichte des gewaltfreien Antimilitarismus und Pazifismus. Vorab drucken wir einen Artikel Gernot Lennerts aus diesem Heft, der an die jüngere Geschichte der WRI erinnert. Außerdem berichtet er über die Erweiterung der Organisation in den letzten Jahrzehnten und ihre derzeitigen Arbeitsschwerpunkte. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013469.html

Der Anfang vom Ende der Atomwaffen

Nur wenige Aktivisten gegen Krieg haben geglaubt, dass sie jemals erleben werden, dass Atomwaffen verboten werden, doch dank engagiertem Organisieren tritt heute ein historischer UN-Vertrag in Kraft. Von John Dear. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013467.html

Christinnen und Christen sagen: Nein zur atomaren Abschreckung

Zunächst 60 Christinnen und Christen, die seit Jahren in der Friedensarbeit der Kirchen engagiert sind, haben anlässlich des Inkrafttretens des Atomwaffenverbotsvertrages am 22. Januar 2021 an die Kirchen in Deutschland appelliert, die andauernde Legitimation der Atombewaffnung als Instrument der Abschreckung und Kriegsverhütung in Frage zu stellen. Unter den Unterstützern des Aufrufes sind die früheren Bischöfe Christoph Demke und Axel Noack, der Erfurter Propst Heino Falcke, die Theologen Ulrich Duchrow, Jürgen Moltmann, Konrad Raiser, Friedrich Schorlemmer, der Friedensforscher Dieter Senghaas und die Grünen-Politikerin Antje Vollmer. Der nachfolgende Aufruf kann weiter unterzeichnet werden. Inzwischen sind über 290 Unterschriften zusammengekommen. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013471.html

Münchner Sicherheitskonferenz 2021: Im Westen nichts Neues

Klimakrise und Corona: Auch bei der Sicherheitskonferenz waren sie Thema. Doch was bringt's, wenn Geld, das für die Bewältigung notwendig wäre, weiter ans Militär geht. Kommentar von Andreas Zumach. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013465.html

"Rüstungsexporte können tödlich sein" - Deutschland braucht endlich ein Rüstungsexportkontrollgesetz!

"Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" protestierte mit der Kunstaktion "Rüstungsexporte können tödlich sein. Deutschland braucht endlich ein Rüstungsexportkontrollgesetz." gegen die Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung und für ein Rüstungsexportkontrollgesetz. Dazu wurden drei riesige Schachteln aufgestellt, die an Zigarettenschachteln erinnern. Statt Zigaretten befinden sich darin deutsche Waffen. Die Warnhinweise und "Schockbilder" zeigen die möglichen Folgen des Waffenhandels - Tod und Zerstörung, wie z.B. im Jemenkrieg, in dem nachweislich auch deutsche Waffen gegen Zivilist*innen und zivile Ziele eingesetzt wurden. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013474.html

Der deutsch-israelische Waffenhandel

Die neu eingeführte DIMSE-Datenbank gibt einen Überblick über die israelischen Rüstungsexporte nach Deutschland. Wenn man diese Informationen mit dem kombiniert, was bereits über die U-Boot- und Korvettenverkäufe der deutschen Firma ThyssenKrupp an Israel veröffentlicht wurde, wird ersichtlich, dass die deutsche Regierung zur Korruption innerhalb der israelischen Regierung beigetragen hat. Milliarden von Euro wurden für den Kauf von unnötigen und gefährlichen Waffen und für die Bereicherung von Waffenhändlern in Israel und in Deutschland verschwendet. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013475.html

Keine Spur von Sicherheit

Die Debatte um den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ist in dieser Woche wieder aufgekeimt. Bundesaußenminister Heiko Maas drängt darauf, das Ende März auslaufende Mandat zu verlängern, die Linke lehnt dies ab und fordert eine Exitstrategie. Was hat der Einsatz der NATO eigentlich gebracht? Emran Feroz befindet sich zur Zeit in Kabul und schildert in einer kurzen Reportage ein eher pessimistisches Bild. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013463.html

Afghanistan: Rückzug vom Abzug – Abschiebungen gehen weiter

Gemäß des zwischen den USA und den Taliban am 29. Februar vergangenen Jahres getroffenen Abkommens hätten die Truppen der USA und ihrer Verbündeten im April aus Afghanistan abziehen sollen. Eine Hintertür wurde allerdings offen gelassen: Der Abzug wurde an die Bedingung geknüpft, dass es zu einer spürbaren Gewaltreduzierung im Lande kommen müsste. Dies sei nicht der Fall, weshalb der Truppenabzug nun bis aus Weiteres erst einmal verschoben sei, heißt es jetzt bei der NATO: "Weil die Taliban-Angriffe nicht enden, will die Nato ihren Einsatz verlängern. Damit dürfte der Abzugsdeal mit der islamistischen Gruppe platzen", berichtete gestern die Wirtschaftswoche. Von Jürgen Wagner. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013455.html

Urteil zur Verantwortung Deutschlands im Fall Kundus des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte

Am 16. Februar 2021 hat die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg im Fall Hanan gegen Deutschland entschieden, dass die Bundesregierung nicht gegen die Verpflichtungen der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verstoßen hat. Doch der Gerichtshof bekräftigt, dass Staaten, die ihre Truppen für multinationale Militäreinsätze zur Verfügung stellen, verpflichtet sind Verbrechensvorwürfen gegenüber ihrem Personal nachzugehen. Diese Ermittlungen müssen nach den Standards der EMRK geführt werden. Das heutige Urteil ist daher für militärische Einsätze im Ausland von großer Bedeutung. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013457.html

Golfstrom-System schwächer als je zuvor im vergangenen Jahrtausend

Noch nie in über 1000 Jahren war die Atlantische Meridionale Umwälzströmung (AMOC), auch als Golfstrom-System bekannt, so schwach wie in den letzten Jahrzehnten: Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie von Wissenschaftlern aus Irland, Großbritannien und Deutschland. Die Forscher stellten sogenannte Proxydaten zusammen, die hauptsächlich aus natürlichen Archiven wie Ozeansedimenten oder Eisbohrkernen stammen und mehrere Hundert Jahre zurückreichen, um die Strömungsgeschichte der AMOC Strömung zu rekonstruieren. Sie fanden solide Belege dafür, dass die Abschwächung im 20. Jahrhundert im vergangenen Jahrtausend beispiellos war - sie ist wahrscheinlich eine Folge des vom Menschen verursachten Klimawandels. Die gigantische Ozeanzirkulation AMOC ist für Wetterlagen in Europa und den regionalen Meeresspiegel in den USA bedeutsam; ein wichtiger Hinweis auf ihre Verlangsamung ist eine in den letzten Jahrzehnten entstandene "Kälteblase" im nördlichen Atlantik. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013472.html

Das Absurdistan der Kernfusionsforschung verschlingt weitere Milliarden

Die EU-Staaten haben weitere 5,6 Milliarden für das Kernforschungsexperiment ITER im französischen Cadarache beschlossen. Damit sind nur 15 Jahre nach der 2006 gefallenen Entscheidung für ITER die ursprünglich geplanten Kosten um das Dreifache auf inzwischen 20 Milliarden Euro angestiegen. Selbst die immer sehr optimistischen Kernfusionsforscher*innen rechnen nun frühestens 2060 mit einem ersten einsatzbereiten Kernfusionsreaktor. Dabei ist ITER schon wieder 5 Jahre im Verzug der geplanten Baufortschritte. Damit setzt sich der größte Forschungsflop, den die Weltgemeinschaft je gesehen hat, unbeirrt weiter fort, trotz aller Rückschläge und nutzlosen riesigen Milliarden-Ausgaben. Von Hans-Josef Fell. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013470.html

Internationaler Strafgerichtshof (IStGH): Das Zentrum für Weltgerechtigkeit

Kriegsverbrechen, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschheit können am IStGH verhandelt werden. Was kann er leisten, wo sind die Grenzen? Von Andreas Zumach. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013454.html

Welthandelsorganisation in der Krise: Neuer Anlauf für die WTO

Die Welthandelsorganisation steckt in einer grundlegenden Krise. Darin steckt auch die Chance für Ngozi Okonjo-Iweala, die neue WTO-Chefin. Von Andreas Zumach. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013459.html

Corona und die Vereinten Nationen: Impfpatente endlich freigeben

Der UN-Menschenrechtsrat kritisiert zu Recht autoritäre Regime. Doch er übergeht den Impfnationalismus der westlichen Länder. Kommentar von Andreas Zumach. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013468.html

Corona-Einmalzuschuss für Arme reicht nicht: Aktuelle Umfrage zu Lebenshaltungskosten untermauert Kritik an zu geringen Leistungen in der Grundsicherung

Eine Mehrheit der Bevölkerung (54 %) hält die von der Bundesregierung geplante Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro für Grundsicherungsbeziehende, die heute im Bundestag beschlossen werden soll, für nicht ausreichend. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Paritätischen Gesamtverbandes. 68 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Menschen mit geringen Einkommen in der Corona-Krise bisher insgesamt von der Bundesregierung nicht ausreichend unterstützt werden, im Gegensatz zu beispielsweise Großkonzernen, die finanzielle Umsatzverluste erlitten haben. Mit einer kreativen Protestaktion vor dem Reichstag wird ein Bündnis von fast 50 Organisationen heute gegen die unzureichende Nothilfe für die Ärmsten in der Corona-Pandemie demonstrieren. Die Organisationen fordern eine zügige Erhöhung der Regelsätze auf mindestens 600 Euro sowie für die Dauer der Krise eine monatliche Zusatzzahlung von 100 Euro. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013473.html

Unsere "mediale Grundversorgung"

Ein Blick in das Programmangebot der Privatsender und in die Werbeblöcke während der Spielfilmunterbrechungen genügt zur Feststellung: Deren vordringliche Aufgaben sind nicht Information und kulturelle Bereicherung. Es geht ihnen ums Geschäft, unter Ausnutzung primitiver Bedürfnisse, die von ihnen selbst geweckt werden. Ähnlich wie Fastfood wollen sie die Kunden und Kundinnen anfixen, wollen Lust wecken auf Kaufen, Fressen, Protzen. Und genau dafür hatte ja ein Interessenkonsortium aus Wirtschaft und Politik die privaten TV-Sender in den 1980er Jahren geschaffen. Denn neben den Profitinteressen gab es auch noch ein anderes Motiv: "Unsere Politik bezüglich RTL-plus war immer darauf ausgerichtet, eine Anbindung von RTL an das konservative Lager zu sichern beziehungsweise ein Abgleiten nach links zu verhindern", schrieb der CSU-Politiker Edmund Stoiber 1988 an den Bayrischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (FR, 31.10.1988). Von Georg Rammer. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/013466.html

Hinweise

Eine neue Entspannungspolitik? Neue Ansätze sind nötig! Ein Überblick

In dem Report von Ulrich Frey wird die deutsche Entspannungspolitik im internationalen Zusammenhang analysiert. Beginnend bei der erfolgreichen Formel Egon Bahrs „Wandel durch Annäherung“ und der Charta von Paris ist einzugehen auf die Erosion der Entspannungspolitik und die Kontroversen um eine neue Entspannungspolitik. Aufzugreifen sind Impulse für eine neue Entspannungspolitik. Abschließend werden im Rückblick auf die Wurzeln der Entspannungspolitik mögliche neue Ansätze in schwieriger Zeit betreffend die Kernproblematik von Abrüstung und Aufrüstung sowie Chancen in den USA, Russland und Europa diskutiert. Es folgt ein zusammenfassendes Fazit. Download (PDF) >> http://konfliktbearbeitung.net/sites/default/files/eine_neue_entspannungspolitik_-_neue_ansaetze_sind_noetig._ein_ueberblick.pdf

Myanmar – Solidarität mit gewaltfreien Massenprotesten!

Aktion von Weltfriedensdienst: Nach dem Militärputsch in Myanmar gehen viele friedliche Demonstrant*innen seit Tagen für die Demokratie auf die Straße. Die „Bewegung des zivilen Ungehorsams" leistet kreativen, gewaltfreien Widerstand. Bereits 384 Menschen hat das Militär im ganzen Land verhaftet. Viele Menschenrechtler*innen und Journalist*innen sind untergetaucht. Um zu unterbinden, dass die Menschen ihren friedlichen Protest miteinander organisieren, sperrte das Militär Facebook und andere Plattformen. Dr. Jella Fink, Friedensfachkraft in Myanmar, lebt dort seit 2014 und berichtet aktuell in verschiedenen deutschen Medien, wie sie die Ereignisse einschätzt. Sie beobachtet gekaufte Gegendemonstrant*innen, die Angst vor dem digitalen Überwachungsstaat und Polizisten, die gar nicht gegen Demonstrant*innen vorgehen wollen.
Was können wir in Deutschland tun? Weitere Informationen zu den Protesten und Podcasts aus Myanmar >> https://wfd.de/nach-militaerputsch-in-myanmar

Globale Recherche belegt: Banken steigern Kohlefinanzierung trotz Klimazusagen

Eine neue Finanzrecherche zeigt erstmals das volle Ausmaß, in dem globale Investoren und Banken trotz eigener Klimaschutzaussagen weiterhin die Kohleindustrie unterstützen. Sie wurde heute von urgewald zusammen mit Reclaim Finance (Frankreich), Rainforest Action Network (USA), 350.org Japan und 25 weiteren NGO-Partnern aus aller Welt veröffentlicht.
Demnach waren 4.488 untersuchte institutionelle Investoren im Januar dieses Jahres mit über einer Billion US-Dollar (1,03 Billion) in Kohlefirmen investiert. 665 Banken haben solche Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren[1] mit Krediten und Investmentbanking-Geschäften in Höhe von 1,12 Billion US-Dollar unterstützt. Ein besonders erschreckendes Ergebnis: Zwischen 2016 und 2019, seit Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens, haben Banken ihre Unterstützung für den klimaschädlichsten Energieträger von Jahr zu Jahr gesteigert. 2020 lagen sie geschätzt auf ähnlich hohem Niveau wie 2019. Mehr >> https://urgewald.org/medien/globale-recherche-belegt-banken-steigern-kohlefinanzierung-trotz-klimazusagen

Unmoralische Fleischwerbung jetzt stoppen!

Es ist kein Geheimnis, dass Konsum durch Werbung angeheizt wird. So auch bei Fleisch: Supermärkte locken die Verbraucher:innen mit besonders billigen Fleischangeboten in die Läden. Die folgenschweren Konsequenzen für Umwelt, Tiere und Gesundheit werden bei diesen Lockangeboten skrupellos verschwiegen. Eine aktuelle UNO-Studie belegt: Fleischkonsum ist der weltweit größte Naturzerstörer. Nur mit pflanzlicher Ernährung kann der dramatische Verlust der Artenvielfalt und ökologisch sensibler Lebensräume aufgehalten werden. Die Folgen der Fleischproduktion sind für uns und zukünftige Generationen enorm. Wir können es uns nicht mehr leisten, Fleisch als billiges Lebensmittel zu vermarkten. Trotzdem haben deutsche Supermärkte Fleisch 2020 häufiger denn je mit Sonderangeboten beworben, wie aktuelle Zahlen belegen. Ein neues Greenpeace-Rechtsgutachten zeigt: Ein Fleischwerbeverbot wäre ein einfacher Schritt, der den Konsum und die Produktion von Fleisch verringern würde und der rechtlich umsetzbar ist.
Jetzt die Petition an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) unterzeichnen! Kurzlink >> https://ogy.de/e444

Raus aus dem Anti-Klima-Abkommen!

Der Vertrag über die Energiecharta erlaubt es Energiekonzernen, Staaten wegen demokratisch gefassten Entscheidungen vor privaten Schiedsgerichten auf horrende Summen Schadensersatz zu verklagen. Auf Basis des Vertrags laufen aktuell mehrere Verfahren von europäischen Energiekonzernen gegen EU-Staaten, weil sie aus Kohle- und Atomkraft aussteigen wollen. Fordern Sie darum jetzt die EU-Kommission und die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten auf, diesen Anti-Klimaschutz-Vertrag zu verlassen! Zum Mitmachen >> https://www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/raus-aus-dem-anti-klima-abkommen.html

Termine

:: 01.03.2021 ff. - Veranstaltungen zu 10 Jahre Fukushima

Die Atomkatastrophe von Fukushima jährt sich am 11. März 2021 zum zehnten Mal und dauert bis heute an, mit gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen von immensem Ausmaß. .ausgestrahlt ruft auch in diesem Jahr dazu auf, an die schwerwiegenden Folgen des Super-GAU zu erinnern und damit der Öffentlichkeit die Gefahren der Atomkraft ins Gedächtnis zu rufen. Ein Übersicht mit Veranstaltungen und weiteren Aktionen findet sich hier >> https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/jahrestag-fukushima/

 

:: 05.03.2021 - 18:30 Uhr [online]: Warum das Militär die zivile Atomkraft braucht

Online-Vortrag "Warum das Militär die zivile Atomkraft braucht" mit Eva Stegen. Atomkraft-Kommunikationsbeauftrage tragen einfühlsam die Botschaft in die Welt, man wisse um das fürchterliche Image der Kernenergie. Die Menschen hätten sofort Bilder von Katastrophen und Bomben vor Augen, aber das sei ja nun ganz anders. Mit jeder neuen Generation von zivilen AKW gibt es ein Update des friedlichen Atom-Narrativs. Was ist also dran an der zivil-militärischen Abhängigkeit? Soviel vorab: das Militär profitiert enorm von der zivilen Seite, Stromkund*innen dienen als Infrastruktur-Garanten. Doch es geht längst nicht nur um die Bombe.
Die Veranstaltung findet in Form einer Videokonferenz statt, kann aber auch am Telefon verfolgt werden. Sie dauert zwischen 60 bis 90 Minuten. VA: .ausgestrahlt. Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. >> https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/onlineveranstaltungen/warum-das-militar-die-zivile-atomkraft-braucht/

 

:: 06.03.2021 - 19:00 Uhr [online]: Einsatzort Afghanistan: Bewaffnete Drohnen um Soldat*innen zu schützen?

Online-Diskussion mit Emran Feroz (österreichisch-afghanischer Journalist und Autor des Buches "Tod per Knopfdruck: Das wahre Ausmaß des US-Drohnen-Terrors oder Wie Mord zum Alltag werden konnte", über den Drohnenkrieg in Afghanistan), Lisa Ling (militärische Kommunikationstechnikerin und Drohnen-Whistleblower im Dokumentarfilm “National Bird”), Cian Westmoreland (ehem. RF / SATCOM-Techniker der U.S. Air Force; im 73. EACS richtete Stützpunkt Kandahar als Signalrelais für bemannte/unbemannte Flugzeuge über Afghanistan ein), Mod.: Elsa Rassbach (deutsch-amerikanische Mitgründerin der Drohnen-Kampagne). VA: Drohnen-Kampagne in Zusammenarbeit mit: Alois-Stoff-Bildungswerk der DFG-VK NRW, DFG-VK BaWü, Bertha-v-Suttner Stiftung, Kath. Fonds. 19 Uhr, via online-tool Zoom, Anmeldung erforderlich oder als Livestream über >> http://www.drohnen-kampagne.de , Flyer siehe Kurzlink hier >> https://ogy.de/93ei

 

:: 07.03.2021 - 13:00 Uhr ab Bahnhof Kirchheim am Neckar Demo zum Atomkraftwerk Neckarwestheim: "10 Jahre Super-GAU in Fukushima. Energiewende-Demo"

Am 11. März 2021 ist der 10. Jahrestag des dreifachen Super-GAUs in Fukushima. Bis heute sind die strahlenden Reaktoren eine Gefahr für Umwelt und Gesundheit, täglich tritt weitere Radioaktivität aus. Trotzdem sollen dort olympische Wettkämpfe stattfinden. Die japanische Regierung will eine unverantwortliche Verklappung von über 1 Million Tonnen an radioaktiv-kontaminiertem Kühlwasser in den Pazifik durchführen.
Atom- wie Kohlekraftwerke, sind gesundheits- und klimaschädlich. Die bisherige dezentrale Energiewende bei der Stromerzeugung wird seit 2017 mit neuen Vorschriften abgewürgt. Ausschreibungszwang und jährlich gedeckelte Zubau-Korridore verhindern die weitere Energiewende.
Protest ist angesagt! Ein Bündnis ruft für 7. März 2021 zu einer Demonstration zum Atomkraftwerk Neckarwestheim und einer Kundgebung auf. Lebenshaus Schwäbische Alb gehört zu den Unterstützern dieser Veranstaltung. >> https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/013453.html + https://www.endlich-abschalten.de

 

:: 09.03.2021 - 17:00 bis 18:00 Uhr [online]: Das Wahljahr 2021 – Zukünftige deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik aus parteipolitischer Perspektive

Online-Diskussion "Das Wahljahr 2021 – Zukünftige deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik aus parteipolitischer Perspektive" u.a. mit Kathrin Vogler (MdB Die Linke, friedenspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion), Mod.: Dr. Franke (European Council on Foreign Relations), VA: Berliner Arbeitsgruppe für Sicherheitspolitik (BAS), via online-tool, Anmeldung erforderlich: berlin@sicherheitspolitik.de. 
Webseite Kathrin Vogler - Kurzlink >> https://ogy.de/pxr6


 
Weitere Termine finden sich u.a.:
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.
Bubenhofenstr. 3
D-72501 Gammertingen
Germany

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