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Liebe Newsletter-LeserInnen, einige von Euch wird vielleicht in den vergangenen Wochen das Info-Kästchen auf meiner Webseite unter der Rubrik "Kurse & Vorträge" aufgefallen sein und, dass es aufgrund eines Notfalls in meiner Familie vorerst keine neuen Veranstaltungen gibt. 

Auch momentan kann ich noch keinen Zeitpunkt absehen, an dem ich neue Termine bekannt geben werde.

Deshalb möchte ich über einen Teil meiner Geschichte und den Grund für meine berufliche Auszeit schreiben:

Ich erhole mich derzeit von einem langen Krankenhausaufenthalt und einer komplexen Operation, die ich trotz literweise Grüner Säfte, viel Yoga, positiver Gedanken und Gebete nicht umgehen konnte.
Ich habe in den letzten Monaten gelernt, dass Rohkost vieles, aber auch nicht alles kann. Sicherlich kann sie die Basis für unsere Gesundheit schaffen, uns mehr Lebensqualität geben und in vielen Fällen Heilungsprozesse entscheidend und manchmal lebensrettend unterstützen. 
Aber außer einer ausgewogenen Ernährung braucht es auch die Unterstützung von Freunden und Familie, den Mut weiter zu gehen und in manchen Fällen eben auch tolle Ärzte (ja, die in den weißen Kitteln!), die ihren Patienten zu hören, sie verstehen und sie bestmöglich unterstützen. 

Manchmal braucht es beides: Natur- und Schulmedizin. 

Deshalb bin ich sehr dankbar, dass ich mir für die Behandlung eines der besten Krankenhäuser Deutschlands - das Charite Klinikum in Berlin - ausgesucht hatte. Dort hatte ich das Glück, auf eine ganz neue Generation von Ärzten zu treffen: Ich begegnete nicht nur gut ausgebildeten Fachkräften, sondern Menschen, die sich für ihre Patienten Zeit nehmen, ihnen wirklich zuhören, alles verständlich erklären und offen für neue Heilungswege sind.

So hatte ich das große Glück eine junge Ärztin an meiner Seite zu wissen, die sich selbst für Ernährung, Rohkost und Krankheiten interessierte, sogar Bücher von der Entdeckerin der Grünen Smoothies - Victoria Boutenko - gelesen hatte. 
Als ich zeitweise aufgrund der Operation durch eine Magensonde ernährt werden musste, machten sich sowohl das Pflegepersonal, als auch meine Stationsärztin vorher darüber Gedanken, wie man mich wohl in dieser Zeit ernähren könne. Normalerweise bekommen alle Patienten eine vorgefertigte Astronautennahrung aus dem Plastikbeutel. 
"Was machen wir nur mit Ihnen, sie essen ja nur Rohkost! Da können wir Ihnen unmöglich Astronautennahrung geben...Das vertragen ja schon normale Menschen nicht!" hieß es.

Natürlich hatte ich mir genau darüber bereits selbst ausgiebig Gedanken und Sorgen gemacht - Die Ärzte konnten mich doch unmöglich zwingen diese künstliche, im Labor hergestellte Pampe zu mir zu nehmen! 
Genau das Gegenteil war der Fall! Die Ärzte und Schwestern waren erleichtert, ja sogar erfreut, als ich Ihnen versicherte, dass mich meine Freunde mit Bio-Lebensmitteln versorgten und ich mein Essen, genauer gesagt meine Grünen Smoothies, selbst im Mixer zubereiten würde.

So erhielt mein roter Vitamix Einzug im Charite Klinikum und die Grünen Smoothies fanden ihren Weg durch meine Magensonde in meinen Magen.
Bereits wenige Wochen nach der Operation teilte mir die Stationsärztin mit, dass sich meine Blutwerte enorm schnell normalisiert hätten: Die Entzündungsparameter sanken und meine Blutbildung war dafür auf dem Vormarsch. Sie führte dies nach eigenen Aussagen auf meine Ernährung zurück und sagte, dass sie dies bei anderen Patienten sonst nicht so schnell beobachten konnte.

Trotzdem: Ernährung kann nicht alles. Manchmal braucht es eben auch eine Operation, schmerzlindernde oder lebensrettende Medikamente und eben auch Ärzte, dem Körper dort weiterhelfen, wo er selbst nicht mehr weiter kann.

Und auch wenn es noch ein langer Weg ist, bis unser Gesundheitssystem ein eben solches ist, hoffe ich doch, dass ich mit meiner Geschichte eine Mischung aus medizinisch belegbaren Daten und einen Funken (oder einen Turbo) an Inspiration hinterlassen habe.
Meine Ärztin war im Entlassungsgespräch zumindest der Überzeugung, dass meine Ernährung ein wichtiger Teil von vielen Faktoren war, die mich gerettet haben. 
Und wer weiß, vielleicht sind deshalb Bio-Blattgrün, frische Früchte und  der Vitamix bald doch ein fester Bestandteil des Krankenhaus-"Inventars"...

Dankbar bin ich natürlich auch für meine liebende Familie, meine tollen Freunde, die mich in der schweren Zeit auf alle nur erdenklichen Weisen unterstützt haben und wirklich übermenschliche Kräfte und Fähigkeiten bewiesen haben. Da wurden die Berliner Bio-Läden leer gekauft, liebevolle Care-Pakte und Karten geschickt, ganze Blumenwiesen an's Krankenbett gestellt und schwere Wagenladungen an Heilwasser angeschleppt und es gab "therapeutische" Skype-Sitzungen mit Lieblingswitzen.
Hunderte Kilometer wurden mehrfach zum Händchen halten zurück gelegt und es gab sogar ein 2-tägiges Privatkonzert mit der Akustik-Gitarre im Einzelzimmer zur medizinisch zwingend notwendigen Aufheiterung.

Was ich aus dieser Erfahrung mache, weiß ich noch nicht genau. Ich hoffe aber, in Zukunft anderen Menschen mit meiner Erfahrung und dem, was ich daraus gelernt habe und lerne eine Inspiration zu sein, ihren eigenen Weg zu finden und die Unterstützung zu bekommen, die sie brauchen. (Und bei Bedarf auch eine Krankenschwester, die Grüne Smoothies verabreicht ;-)
Vielleicht werde ich nach und nach ein bisschen mehr von dem teilen, was mich bewegt, erschrocken, entmutigt, ermutigt und mir geholfen hat - allerdings auch mit dem Wissen, dass es nicht einen Weg geben kann, der für alle Menschen stimmig ist. 

Wenn ich etwas gelernt habe, dann, dass jeder Mensch seinen ganz eigenen (Heilungs-)Weg hat.
Und den herauszufinden nennt sich Leben.

Ich denke, dass ich in den nächsten Wochen und Monaten noch etwas mehr von meinem Weg teilen kann.
Mehr Inspiration und Information gibt es in meinem Newsletter, auf meinem facebook Profil und auf meinem youtube Kanal.

Vielen Dank auch an "meinen Schatz"  Stefan Hiene, der mich inspiriert und ermutigt hat, diesen Newsletter zu schreiben.

Herzliche Grüße 

Melanie


 

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