C. G. Jung Gesellschaft Berlin
Veranstaltungen im Dezember & Januar 2012 

Hallo, liebe Freunde der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin,

in diesem Newsletter wollen wir nähere Informationen zu den Veranstaltungen im Dezember 2011 und Januar 2012 geben. Zunächst unser Kalender in Kurzform:

 
Veranstaltungskalender der C.G. Jung Gesellschaft
 
03.12.2011 | 17.00 bis 19.30 Uhr  ---  Achtung: geänderte Anfangszeit !  ---
Lesung und Vortrag 
Patrick Roth Lesung: Aus den Frankfurter Poetikvorlesungen: "No Fiction/Der fremde Reiter“.

PD Dr. Michaela Kopp-Marx Vortag: Die Macht des Unbewussten. - Eine Annäherung an den "fremden Reiter".
Kostenbeitrag: 10 / 8 / 5 €  (Gäste / Mitglieder und Rentner / Studierende)
 
17.12.2011 | 14.00 bis 17.00 Uhr
Reihe „Berlin-Kultur revisited“ Führung und Diskussion
Beate Kortendieck-Rasche„Joseph in Bildern der Weihnacht“
Der Vater in Träumen schwangerer Frauen und werdender Väter
Führung und Diskussion: 10 / 8 / 5 €  (Gäste / Mitglieder und Rentner / Studierende) 
(zzgl. Eintrittskarte)
Ort: Gemäldegalerie Berlin im Kulturforum Matthäikirchplatz 
 
21.01.2012 | 18.00 bis 20.00 Uhr
Vortrag Dr. Uwe Langendorf „Voodoo – die Botschaft der schwarzen Götter.
Zu Religion und Gesellschaft in der Karibik.“

Kostenbeitrag: 10 / 8 / 5 €  (Gäste / Mitglieder und Rentner / Studierende) 
 
28.01.2012 und 04.02.2012 | jeweils 11.00 bis 13.00 Uhr
Reihe „Jung lesen“: Seminar
Karin Langhammer„C.G. Jung Vom Wesen der Träume”
Kostenbeitrag: 10 / 8 / 5 € (Gäste / Mitglieder und Rentner / Studierende)
Ort jeweils Ev. Kirchenforum Stadtmitte, Klosterstr. 66
(bis auf die Führung in der Gemäldegalerie)
 
 
Dezember 2011
 
Samstag, der 03. Dezember 2011 
 
17.00 bis 19.30 Uhr | Lesung und Vortrag
Patrick Roth, Kalifornien  
Lesung: Aus den Frankfurter Poetikvorlesungen: "No Fiction/Der fremde Reiter“

PD Dr. Michaela Kopp-Marx , Germanistisches Seminar Heidelberg
Vortrag: Die Macht des Unbewussten. - Eine Annäherung an den "fremden Reiter".
Kostenbeitrag: 10 / 8 / 5 €  (Gäste / Mitglieder und Rentner / Studierende) 
 
Frau Dr. Kopp-Marx schreibt uns dazu: „Unter dem mythischen Motto „Ins Tal der Schatten“ begibt Patrick Roth sich in den Frankfurter Poetikvorlesungen“ auf die Reise zu den Quellen seiner schriftstellerischen Arbeit: dem Film, der Literatur, der Bibel und der Tiefenpsychologie. Was die unterschiedlichen Genres eint, sind die archetypisch-mythischen Bilder, die sie mehr oder weniger offenkundig variieren. Jene Motive und Stoffe entstammen einer gemeinsamen Quelle: der autonomen Psyche  bzw. dem kollektiven Unbewussten als dem eigentlichen Urgrund, aus dem auch Roth seine Stoffe bezieht. In der fünften und letzten Vorlesung „No fiction“ gipfeln seine poetologischen Reflexionen über das Finden, Bergen und Bearbeiten des Stoffs in der unheimlichen Geschichte vom „Fremden Reiter“. Sie erzählt von der Nachstellung eines berühmten Gefechts aus dem amerikanischen Bürgerkrieg und seiner Vorbereitung am abendlichen Lagerfeuer. Im Gespräch unter Männern kommt eine von Opfer und Tod bestimmte archaische Welt zum Ausdruck, die sich anderntags Bahn bricht, wenn der „fremde Reiter““ auf dem Schlachtfeld erscheint.
Der im Anschluss an die Lesung folgende Vortrag der Literaturwissenschaftlerin Michaela Kopp-Marx nähert sich der verstörenden Geschichte durch die Amplifikation ausgewählter Bilder und Konstellationen, die der Geschichte zugrunde liegen und Zeugnis geben von der „Macht des Unbewussten“.
 
Zu den Personen:
Patrick Roth wurde 1953 in Freiburg im Breisgau geboren. Nach seinem Filmstudium an der University of Southern California (1975/76) arbeitete er als Regisseur und Drehbuchautor. In den 80er Jahren verfasste er Hörspiele und Bühnenstücke, seit den 90er Jahren schreibt er vorwiegend Prosa. Seinen Durchbruch als Schriftsteller hatte er mit „Riverside“(1991), dem ersten Teil der „Christus Trilogie“ (1998). Roth schreibt Novellen, Romane und Erzählzyklen, die biblisch-mythische Stoffe mit Filmmotiven und Bildern aus dem Unbewussten verbinden. In den Frankfurter und Heidelberger Poetikvorlesungen („ins Tal der Schatten“, 2002; „Zur Stadt am Meer“, 2005) gibt Roth Geschichten erzählend Aufschluss über seine Quellen, seine Arbeitsweisen und künstlerischen Intentionen. 2006 entstand der Filmessay „In my Life. 12 Places I Remember“, ein Rückblick auf das Leben als deutscher Schriftsteller in den USA. Im Frühjahr 2012 erscheint „Sunrise“. Das Buch Joseph“, das thematisch an die „Christus Trilogie“ anschließt.

Michaela Kopp-Marx ist Privatdozentin für Neuere deutsche Literatur an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Seit 1998 Leitung der Heidelberger Poetikdozentur und des Clemens-Brentano-Förderpreises der Stadt Heidelberg. Arbeits- und Forschungsgebiete sind die Wechselbeziehungen von Bildender Kunst/ Medien und Literatur, die Literatur der Moderne und der Gegenwart, die Analytische Psychologie C.G. Jungs. Wichtigste Publikationen: Rilke und Rodin. Auf der Suche nach der wahren Art des Schreibens, 1997; Zwischen Petrarca und Madonna. Der Roman der Postmoderne, 2005. Der Lebendige Mythos. Das Schreiben von Patrick Roth, (Hg.) 2010. Aufsätze, Essays und Rezensionen zu Autoren der Modern und Gegenwart.
 
 
Samstag, der 17. Dezember 2011 
 
14.00 bis 17.00 Uhr | Führung und Diskussion

Beate Kortendieck-Rasche, Berlin  
Das Wunder der Geburt - aber wie war das mit Joseph??
Der Vater in Bildern von Weihnacht, der „heiligen Familie“ und in den Träumen schwangerer Frauen und werdender Väter.”
Kostenbeitrag: 10 / 8 / 5 €  (Gäste / Mitglieder und Rentner / Studierende) 
inkl. Führung, der Eintrittspreis muß von den Teilnehmern zusätzlich selbst getragen werden.  
 
Ort : Gemäldegalerie im Kulturforum, Matthäikirchplatz
Treffpunkt an der Kasse. Maximale Teilnehmerzahl sind 25 Personen, Anmeldung unter post@jungberlin.de
 
 
Unsere Reihe „Berlin-Kultur revisited“ wird uns auch dieses Jahr wieder in der Adventszeit in die Gemäldegalerie Berlin am Kulturforum führen. Gemeinsam mit einer Kunsthistorikerin wollen wir Bilder aus Renaissance und Mittelalter betrachten, welche die Weihnacht und die heilige Familie als Thema haben. Im Mittelpunkt steht dieses Mal die Gestalt des Joseph. Dazu werden Träume schwangerer Frauen und werdender Väter vorgestellt mit ihrer Sichtweise des Väterlichen.
 
Schwangerschaft und Geburt sind für die werdende Mutter ein tiefer Wandlungsprozess, der Körper und Seele ergreift. Das Erleben, wie es sich in den Bildern von Träumen zeigt, bildet sich ähnlich in den Initiationsritualen alter Völker ab und in der Symbolik der Bilder von Christi Geburt. Diese archetypischen Muster und Themen sollen Mittelpunkt unserer Betrachtung sein. Dabei gilt das Interesse dieses Mal der Gestalt des Joseph, der als Vater oft ein wenig im Abseits zu stehen scheint. Das Erleben des Vaters und sein Bild in den Träumen der werdenden Eltern, zeigen, dass auch er von dem Wandlungsprozess ergriffen ist. Der Stiefvater, der Handwerker, männliche Initiation, Verlust und Trennungserleben, Entscheidung und Verantwortung sind hierbei Themen, über die wir nachdenken können.
 
Nach dem Besuch der Ausstellung und einer Kaffeepause wird es in den Räumen des Museums noch die Gelegenheit geben, das Thema mit Beate Kortendieck-Rasche weiter zu vertiefen und Eindrücke auszutauschen.
 
Zur Person:
Beate Kortendieck-Rasche ist niedergelassene Frauenärztin und Paartherapeutin in Berlin. Sie begleitet werdende Mütter und Väter in der Schwangerschaft, indem sie mit ihnen über ihre Träume arbeitet.
 
 
Januar 2012
 
Samstag, der 21. Januar 2012 

18.00 bis 20.00 Uhr | Vortrag
Dr. med. Uwe Langendorf, Berlin
„Voodoo – die Botschaft der schwarzen Götter. Zu Religion und Gesellschaft in der Karibik.“
Kostenbeitrag: 10 / 8 / 5 €  (Gäste / Mitglieder und Rentner / Studierende) 
  
Dr. Langendorf schreibt uns dazu:
“Der Vortrag gibt eine Einführung in Mythologie und Rituale des afroamerikanischen Kultes auf Haiti. Die westafrikanischen Religionen wurden mit dem Sklavenhandel seit dem 17.Jahrhundert auf die Zuckerrohrinsel importiert, wie auch auf die übrigen Inseln der Karibik und Nordbrasilien. Trotz Verbot und Verfolgung haben sie diese Kulte erhalten und , vermischt mit katholischen und indianischen Elementen, bis zu den heutigen Formen von Religiosität entwickelt, die auf Haiti mit „Voodoo“ bezeichnet werden.. Hauptsächlich dieser Religion verdankten die über Jahrhunderte unterdrückten Sklaven den Erhalt ihrer Identität. Von den Europäern  wurde Voodoo als grausame, barbarische „Primitivkultur“ fantasiert, nicht ohne einen wollüstigen Schauder, wozu vor allem die Geschichten von Lebenden Leichnamen, den „Zombies“, beitrugen.
Psychologisch besonders interessant ist Voodoo wegen seiner rituellen Kultivierung der Besessenheit, die, anders als im Christentum und im Islam, nicht als Übel oder Pakt mit dem „Bösen“, sondern als positive Fähigkeit eingeübt wurde, mit den spirituellen Mächten in Verbindung zu treten.
Uns Europäern tritt der Voodoo als etwas ganz und gar Fremdes gegenüber, in dem wir aber „wie in einem dunklen Spiegel“ etwas von unserer eigenen Geschichte erkennen können.”
 
Zur Person:
Dr.med.Uwe Langendorf ist analytischer Psychotherapeut, Dozent am C. G.. Jung-Institut Berlin und in der Gesellschaft für Psychohistorische Forschung tätig. Seine Interessenschwerpunkte sind Ethnologie und Fragen der Zeitgeschichte.
 
 
Samstag, der 28. Januar und 04. Februar 2012

11.00 bis 13.00 Uhr | Lektüre-Seminar in der Reihe “Jung lesen”
Dipl. Psych. Karin Langhammer, Berlin
„C.G.Jung: Vom Wesen der Träume”
Kostenbeitrag: 10 / 8 / 5 €  (Gäste / Mitglieder und Rentner / Studierende) 
 
Karin Langhammer schreibt uns dazu: “In diesem Seminar geht es um das Verständnis, wie sich C.G. Jung dem Thema Traum nähert, wie er einen einzelnen Traum interpretiert und strukturiert. Anhand einzelner Beispiele soll versucht werden, Träume hier und heute entsprechend zu verstehen und zu deuten.” Den Text finden Sie in den Gesammelten Werken C.G. Jungs Band 8 oder in Franz Alt Das C.G. Jung Lesebuch. Walter Verlag 1988.
 
Zur Person:
Karin Langhammer ist analytische Psychotherapeutin in eigener Praxis, Mitglied des C.G. Jung Institutes Berlin und der Deutschen Gesellschaft für Analytische Psychlogie, sie ist Mitglied im Vorstand der C.G. Jung Gesellschaft Berlin.
 
 
Bitte informieren Sie sich regelmäßig auf unserer Homepage zu weiteren Veranstaltungen und zum Jahresprogramm  und empfehlen uns weiter. Wir wünschen Ihnen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.
 
Mit freundlichen Grüßen
 

Ihr Vorstand der C.G.. Jung-Gesellschaft Berlin
 
Dr. Günter Langwieler
1. Vorsitzender
 

Unsere Adresse:
c/o Dr. Günter Langwieler
Welser Str. 10-12
D-10777 Berlin
Telefon +49 (0)30 219 153 17 (AB)
Email post@jungberlin.de
Internet www.jungberlin.de

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