Hallo, liebe Freunde der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin e.V., 

hier erhalten Sie einige Ergänzungen und ausführlichere Informationen über das Programm im Juni 2013.

Juni 2013

Samstag, 08. Juni 2013, 11 - 14 Uhr | Seminar
Karin Langhammer und Beate Kortendieck-Rasche, Berlin            
»Traumseminar«

 
In dieser dritten Sitzung des Traumseminars wird es zunächst um den Begriff des Komplexes gehen. Wo begegnen uns Komplexe, wie erkennen wir sie, und wie definiert Jung bzw. seine Nachfolger diese. Andere Begriffe wie Schatten, Selbst, und Archetypen werden wir mit betrachten und anhand von eingebrachten Träumen erkennen und deuten.
 
Die Sitzungen des Traumseminars können einzeln wahrgenommen werden, es erfolgt jeweils eine kurze Zusammenfassung der vorigen. Des Weiteren soll diskutiert werden, ob Interesse an einem fortlaufenden Seminar besteht.
 
Zur Person:
Beate Kortendieck-Rasche ist niedergelassene Frauenärztin und Paartherapeutin in Berlin. Sie begleitet werdende Mütter und Väter in der Schwangerschaft, indem sie mit ihnen über ihre Träume arbeitet. Sie ist Mitglied im Vorstand der C.G. Jung Gesellschaft Berlin.
Karin Langhammer ist analytische Psychotherapeutin in eigener Praxis, Mitglied des C.G. Jung Institutes Berlin und der Deutschen Gesellschaft für Analytische Psychlogie, sie ist Mitglied im Vorstand der C.G. Jung Gesellschaft Berlin. 

Kostenbeitrag 10 / 8 / 5 €  (Gäste/Mitglieder und Rentner/Studierende und Erwerbslose)


Samstag, 08. Juni 2013, 15 - 17 Uhr | Vortrag

Dr. Hortense Reintjens,  Köln            
»Frauen weben das Netz – Zur sozialrechtlichen Stellung der Frau bei den nordarabischen Beduinen«

Frau Dr. Reintjens war im vergangenen Jahr bei uns zu einem Vortrag über sibirischen Schamanismus, der uns bestens in Erinnerung geblieben ist und dazu geführt hat, sie zu bitten, erneut zu uns zu kommen, um über ihre ethnologischen Studien zu berichten.
 
Sie schreibt uns dazu:
»Männer stellen den Stamm, Frauen weben das Netz“ ist ein Beduinensprichwort, das die überragende Bedeutung der Frauen im kulturellen Beziehungsgeflecht betont. Unter Beduinen sind strictu sensu nomadisierende, reiterkriegerische Kamelhirtenstämme arabischer Herkunft zu verstehen, deren Streifgebiete, - einst im eurasischen Halbwüstengürtel – nur noch in der Wüste Saudiarabiens zu finden sind. Der Anfang dieser Wirtschafts- und Daseinsform wird um ca. 1500 vor unserer Zeitrechnung angesetzt. Die Achse der Lebensgemeinschaft bildet die Blutsverwandtschaft, die das „Markenzeichen“ der Identität bis heute stellt. Die maternale Linie ist gleich wichtig wie die paternale. Das Beduinentum kennt eine geschlechtsspezifisch separierte Arbeits- und Lebenswelt, in der die Frauen gleichberechtigt sind. Der Vortrag versucht eine Skizze des Lebenszyklus der Frau, ihres sakrosankten Status und der Institutionen und Rollen, die Sprichwort bestätigen: Frauen weben das Netz.«


Sonntag, 09. Juni 2013, 11.15 - 12.15 Uhr | Führung in der Ausstellung
 »Welten der Muslime«
 
Mit einer Führung im Ethnologischen Museum Dahlem über 60 min. und anschließender Diskussion im Museums-Café wollen wir den Vortrag von Frau Dr. Reintjens vertiefen. Das Museum selbst schreibt zur Ausstellung: »Am Beispiel von Architekturteilen wie z.B. der reich verzierten Wand eines Gästehauses in Afghanistan wird die geschlechtsspezifische Nutzung von Raum und die heute kontrovers diskutierte Zuordnung der Frau zum privaten, die des Mannes zum öffentlichen Raum thematisiert.«
Eine differenzierte Annäherung an die Frage der Rolle der Frau in muslimischen Kulturen ist uns ein besonderes Anliegen, nicht zuletzt, weil sie hilft, extreme Positionen und Vorurteile, wie sie in der Öffentlichkeit verbreitet sind, zu überwinden.

Ort / Ethnologisches Museum Dahlem, Lansstr. 8, 14195 Berlin
Kostenbeitrag: Führung 6 € zzgl. Eintritt Museum


Samstag, 22. Juni 2013, 11 - 14 Uhr | Lektüreseminar
Dr. Christiane Henke, Dr. Günter Langwieler, Lina Launhardt,  Berlin
»Das Rote Buch C.G. Jungs«
 
Es handelt sich um den dritten Termin, bei dem es im Informationsteil um die verschiedenen Schichten in der Entstehung des Roten Buches gehen soll. Anschließend lesen wir weiter gemeinsam den Text. Es werden wieder Textauszüge mitgebracht. 

Für neu Hinzukommende noch einmal der Ankündigungstext.

»Das Rote Buch zu lesen ist ein Abenteuer ganz eigener Art., denn die Frage, was dieses Buch eigentlich ist, ist nicht so leicht zu beantworten. Ist es ein Traumbuch, eine philosophische Abhandlung, eine Dichtung mit bunten Bildern, eine moderne mythologische Erzählung, ein farbig bebilderter Essay-Roman, eine Dokumentation prophetischer Visionen, eine Offenbarung, eine Privatbibel, ein Gesamtkunstwerk, ein Bericht über ein psychologisches Experiment mit Imaginationen? Die Reihe ließe sich fortsetzen, denn das Rote Buch ist ein Kosmos ganz eigener Art. Jung selbst sah darin später den Urstoff für sein ganzes späteres Werk.
 
Wir wollen in dem fortlaufenden Seminar (nächste Termine: 4. Mai, 22. Juni, 6. Juli 2013) das Rote Buch lesen und seinen kulturhistorischen, ideengeschichtlichen und psychologischen Zusammenhang erforschen. So wie das Rote Buch eine dialogische Auseinandersetzung eines imaginierenden Ichs mit seinen Phantasien beinhaltet, ruft es geradezu nach einem Dialog zwischen dem unmittelbaren Text und seinem Leser. Es soll deshalb auch Raum für die persönlichen Gedanken, Gefühle und Bilder der Teilnehmer zum gelesenen Text gegeben werden.«

Vielleicht haben Sie mitbekommen, dass in der Anfang Juni 2013 beginnenden Biennale von Venedig das Rote Buch C.G. Jungs im Original ausgestellt werden wird und in einen zentralen Kontext zur zeitgenössischen Kunst und zur Bedeutung der Imagination/Vorstellungskraft für die Kunst gestellt wird. Wir überlegen, bei ausreichendem Interesse eine Exkursion zur Biennale Ende September zu organisieren.
 
Zur Person:
Dr. jur. Christiane Henke,  Studium der  Germanistik, Anglistik, Philosophie  und Rechtswissenschaften. Lebt als freie Autorin in Berlin. Sie ist freie Mitarbeiterin beim RBB Fernsehen und schreibt als Autorin vor allem für das öffentlich rechtliche Radio. In den letzten Jahren hat sie sich mehrfach in längeren Radiosendungen  mit  tiefenpsychologischen Themen beschäftigt (Gott im Traum, 2003; Musik und Psyche. Was der grüne Löwe mit Schumanns Kinderszenen zu tun hat, 2005; Die Bibel des Unbewussten. Das rote Buch von C. G. Jung, 2011; Die Wirklichkeit der Seele. Zum 50. Todestag von C. G. Jung, 2011; Die Atombombe denken. Psychologische Aspekte der Kernenergie, 2012; Gezähmte Wölfe und Planetengesang. Über die Psychologie der Tonarten, 2013). 2011 hat sie ihre 1-Std.- Sendung über das rote Buch auf einer Veranstaltung der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin vorgestellt.
 
Dr. med. Dipl.-Psych. Günter Langwieler, Studium der Psychologie und Humanmedizin, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse und Psychotherapie, niedergelassen in eigener Praxis, Dozent am C.G. Jung-Institut Berlin, Vorsitzender der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin, zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen zu Jungs Werk (Wotan, Zarathustra-Seminar, Rotes Buch etc.).
 
Lina Launhardt, Studium der Soziologie, Kunstgeschichte, Allg. und Vergl. Literaturwissenschaften, Modellstudiengang Kulturarbeit, arbeitet als freie Autorin, u.a. Publikation von Katalogtexten, Film- und Ausstellungsprojekten im Bereich der Gegenwartskunst, seit 2006 intensive Beschäftigung mit dem Werk C.G. Jungs, seit 2011 Promotionsprojekt „Im Dialog mit der objektiven Psyche – Das Rote Buch von C.G. Jung und seine Bedeutung für den Archetypenbegriff“ bei Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach, Europa Universität Viadrina, Frankfurt/Oder
 
Kostenbeitrag 10 / 8 / 5 €  (Gäste/Mitglieder und Rentner/Studierende und Erwerbslose)


Samstag, 22. Juni 2013, 15 - 18 Uhr 
»Märchenpicknick«
200 Jahre Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm

Wir befinden uns ja im Grimm-Jahr 2013 – vor 200 Jahren haben die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm die „Kinder- und Hausmärchen“ herausgegeben – und wollen das mit einer Lesung und anschließendem Gespräch einiger der schönsten Märchen dieser Sammlung begehen. An einem hoffentlich warmen Sommertag bieten wir dazu im Garten des Gemeindezentrums alles, was man zu einem Picknick benötigt und wollen so auch Gelegenheit zu persönlicher Begegnung geben.

Kostenbeitrag 10 / 8 / 5 €  (Gäste/Mitglieder und Rentner/Studierende und Erwerbslose)


Dienstag, 25. Juni 2013, 20.30 - 23 Uhr  | Vortrag
»Psyche und Film« in Kooperation mit dem Kino am Bundesplatz
Einführung: Donat F. Keusch, Zürich und Berlin
»The Night of the Hunter« 

Donat F. Keusch schreibt uns dazu:
»Die Nacht des Jägers« ist einer der ungewöhnlichsten und schönsten Filme der 50er Jahre. Es ist ein Film von Charles Laughton nach dem Drehbuch von James Agee, basierend auf dem Roman von Davis Grubb, eine Produktion von Paul Gregory mit den Stars Robert Mitchum, Shelly Winters und Lillian Gish.  
 
Der böse Mann – hervorragend gespielt von Robert Mitchum – ist zerrissen zwischen zwei starken menschlichen Gefühlen. Dieser attraktive Serienmörder und Prediger hat sich »Love« und »Hate« auf die Fingerknöchel tätowieren lassen. Das geisterhafte Auftauchen der ermordeten Witwe als Wasserleiche, deren langes, blondes Haar in der Strömung zu flattern scheint, und die spannende Konfrontation des Predigers mit der resoluten Alten, gehören zu den Höhepunkten der Kinogeschichte: er singt in ihrem Vorgarten biblische Psalmen, in die sie, mit dem Gewehr auf dem Schoß auf dem Schaukelstuhl sitzend, einstimmt.
 
Ben Harper sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Hinrichtung. Bei einem Banküberfall hat er zwei Angestellte erschossen und 10.000 Dollar erbeutet, die er zu  Hause versteckt hat. Sein Zellengenosse Harry Powell versucht vergeblich herauszufinden, wo die Beute ist. Er sitzt eine Strafe wegen eines kleinen Delikts ab. Hinter seinem sympathischen Äußeren verbirgt sich ein gefährlicher Mörder und Psychopath, der als Prediger durch die Lande zieht. Harper wird hingerichtet und Powell aus dem Gefängnis entlassen. Er besucht Harpers Familie, erschleicht sich das Vertrauen der Witwe und heiratet sie. Schon bald muss er aber erkennen, dass nur Harpers Kinder, Pearl und John, das Versteck des Geldes kennen. Für sie beginnt ein Alptraum, aus dem sie sich mit Hilfe der alten und resoluten Rachel selbst befreien.  -  Eine moderne Hänsel-und-Gretel-Geschichte mit dem Mann in Schwarz als bösem Wolf.
 
Zur Person:
Donat F. Keusch hat Psychologie, Publizistik und Soziologie in Zürich studiert. Er arbeitet als Verleiher, Produzent und Drehbuchanalytiker. Zu seinen Produktionen  diverser Kinofilme gehören u.a. Les petites fugues und Yol (Goldene Palme in Cannes), Oskar-Nominierung für Das Boot ist voll. Weltweiter Vertrieb von Fritz Langs M, Shaffers Papillon und weiteren 100 Klassikern. Tätigkeit als Projekt-, Drehbuchberater und –schreiber. Dozent an Filmhochschulen. Stiftungs- und Aufsichtsrat der Weiterbildungsinstitution FOCAL. »Mein Markenzeichen: Pseudonym oder ungenannt. – Motto: Das Drehbuch ist der Film«
 
Ort / Kino am Bundesplatz
Kostenbeitrag: Eintrittspreis Kino


Alle Veranstaltungen finden, sofern nicht anders angegeben, wie gewohnt im
Evangelischen Kirchenforum Stadtmitte an der Parochialkirche, Klosterstr. 66, 10179 Berlin, U Klosterstraße, U/S Jannowitzbrücke statt. 

Informieren Sie sich bitte regelmäßig auf unserer Homepage zu weiteren Veranstaltungen und zum Jahresprogramm  und empfehlen uns weiter.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Ihr Vorstand der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin

Dr. Günter Langwieler
1. Vorsitzender
 


Unsere Adresse:
c/o Dr. Günter Langwieler
Welser Str. 10-12
D-10777 Berlin
Telefon +49 (0)30 219 153 17 (AB)
Email post@jungberlin.de
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