Hallo, liebe Freunde der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin e.V., 

wieder zunächst in aller Kürze:
 
Am kommenden Samstag wird im Leseseminar zum Roten Buch C.G. Jungs ein Rückblick/Überblick zum Liber Primus, dem ersten Teil des Roten Buches, stattfinden und wir laden dazu besonders alle die ein, die bereits an der gemeinsamen Lektüre teilgenommen haben, mit uns ihre Erfahrungen auszutauschen. Dabei wollen wir auch gemeinsam malen oder schreiben.
 
In unserer Reihe »Psyche und Film« sehen wir uns am 25. November den Film von Gerd Conradt »Video Vertov« in Anwesenheit des Regisseurs an. Am 30. Dezember 2014 schließen wir das Jahr mit dem Oskar-prämierten Film von Milos Forman »Amadeus« ab.
 
Am 13. Dezember 2014 können Sie sich auf den Workshop von Esther Böhlcke aus Hannover »Sonnenkreis und Sufi-Tanz. Bewegungsmeditation« freuen.
 
Am 20.12. laden wir wieder in die Gemäldegalerie ein, durch die uns wieder Beate Kortendieck-Rasche und Karin Langhammer gemeinsam mit einem Kunsthistoriker führen werden. Thema diesmal: »Engelwelten«. Genaueres erfahren Sie im Folgenden.
 

November 2014
 

Samstag, 22. November 2014, 11 - 14 Uhr  | Lektüreseminar
Dr. Christiane Henke, Dr. Günter Langwieler, Lina Launhardt (Berlin)
»Das rote Buch C.G. Jungs«

Es handelt sich um den zwölften Termin. Wir lesen die letzten Seiten des Liber Primus, des ersten Buches des Roten Buches. Es werden wieder Textauszüge mitgebracht. Es können auch neue Interessenten hinzukommen, man braucht aber eine gewisse Zeit, um sich in dem doch recht komplexen Text zurechtzufinden. Aber gerade das Lesen in der Gruppe hilft zu einem vertieften Verständnis und eröffnet immer wieder neue Perspektiven, die sich beim Lesen „im stillen Kämmerlein“ eher nicht auftun. Es ist beabsichtigt, bei der folgenden Sitzung am 22. November 2014 eine Zwischenbilanz unserer bisherigen Arbeit mit dem Roten Buch zu ziehen und wollen das auf besondere Weise tun. Mehr wird noch nicht verraten. 

Für neu Hinzukommende noch einmal der Ankündigungstext:
»Das Rote Buch zu lesen ist ein Abenteuer ganz eigener Art., denn die Frage, was dieses Buch eigentlich ist, ist nicht so leicht zu beantworten. Ist es ein Traumbuch, eine philosophische Abhandlung, eine Dichtung mit bunten Bildern, eine moderne mythologische Erzählung, ein farbig bebilderter Essay-Roman, eine Dokumentation prophetischer Visionen, eine Offenbarung, eine Privatbibel, ein Gesamtkunstwerk, ein Bericht über ein psychologisches Experiment mit Imaginationen? Die Reihe ließe sich fortsetzen, denn das Rote Buch ist ein Kosmos ganz eigener Art. Jung selbst sah darin später den Urstoff für sein ganzes späteres Werk.

Wir wollen in dem fortlaufenden Seminar das Rote Buch lesen und seinen kulturhistorischen, ideengeschichtlichen und psychologischen Zusammenhang erforschen. So wie das Rote Buch eine dialogische Auseinandersetzung eines imaginierenden Ichs mit seinen Phantasien beinhaltet, ruft es geradezu nach einem Dialog zwischen dem unmittelbaren Text und seinem Leser. Es soll deshalb auch Raum für die persönlichen Gedanken, Gefühle und Bilder der Teilnehmer zum gelesenen Text gegeben werden.«

Zur Person: 
Dr. jur. Christiane Henke,  Studium der  Germanistik, Anglistik, Philosophie  und Rechtswissenschaften. Lebt als freie Autorin in Berlin. Sie ist freie Mitarbeiterin beim RBB Fernsehen und schreibt als Autorin vor allem für das öffentlich rechtliche Radio.

Dr. med. Dipl.-Psych. Günter Langwieler, Studium der Psychologie und Humanmedizin, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse und Psychotherapie, niedergelassen in eigener Praxis, Dozent am C.G. Jung-Institut Berlin, Vorsitzender der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin, zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen zu Jungs Werk (Wotan, Zarathustra-Seminar, Rotes Buch etc.).

Lina Launhardt, Studium der Soziologie, Kunstgeschichte, Allg. und Vergl. Literaturwissenschaften, Modellstudiengang Kulturarbeit, arbeitet als freie Autorin, u.a. Publikation von Katalogtexten, Film- und Ausstellungsprojekten im Bereich der Gegenwartskunst, seit 2006 intensive Beschäftigung mit dem Werk C.G. Jungs, seit 2011 Promotionsprojekt „Im Dialog mit der objektiven Psyche – Das Rote Buch von C.G. Jung und seine Bedeutung für den Archetypenbegriff“ bei Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach, Europa Universität Viadrina, Frankfurt/Oder. 


Dienstag, 25. November 2014, 20.30 – ca. 23.30 Uhr  | Reihe
»Psyche und Film« in Kooperation mit dem Kino am Bundesplatz
Anschliessende Diskussion in Anwesenheit von Gerd Conradt 
»Video Vertov« Regie: Gerd Conradt (93 min.) 

Zum Film:
In dem Dokumentarfilm geht es um »Ein Leben zwischen Liebe und Revolution«. Der Dokumentarfilmer liefert ein historisches Selbstporträt ab. Als Rahmenhandlung dient eine Erzählung an die Enkel, darin wird über Jahrzehnte entstandenes Video-Material eingebettet. Gerd Conradt greift Erinnerungen an die bewegte 68er Zeit auf, spricht über Revolution und Auftritte der »Roten Fahne«, berichtet auch von Reisen und Liebe, von Meditationen und ständigen Versuchen der Selbstfindung. Zwischen Sinnsuche und historischen Dokumenten deutscher Geschichte zeigt er seine Lust am Experimentieren und Provozieren, gesteht Fehler ein und schafft dabei ein persönliches Porträt seiner selbst.

Gerd Conradt wird selbst anwesend sein und mit uns diskutieren, (immer unter dem Vorbehalt, dass nicht kurzfristig andere Verpflichtungen eintreten.)

Ort / Kino am Bundesplatz
Kostenbeitrag: Eintrittspreis Kino (9 EUR / ermässigt 7,50 EUR)



Dezember 2014

Samstag, 13. Dezember 2014, 14 – 18 Uhr  | Workshop
Esther Böhlcke (Hannover)
»Sonnenkreis und Sufi-Tanz. Eine Bewegungsmeditation«

Esther Böhlcke schreibt uns dazu:
»Sie werden Tänze bzw. Bewegungsrituale kennenlernen. Jenseits von geübt oder ungeübt, werden wir unsere äussere und innere Orientierung (rechts, links, vorwärts, rückwärts, seitwärts) und unser Verhältnis zur Zeit (zu früh oder zu spät, zum richtigen Moment) einüben.
Vermittelt über den Körper zeigen wir unsere inneren Bilder, hier in den Bewegungsritualen in symbolischer Form. Diese Bewegungsarbeit wird das Ziel haben, die TeilnehmerInnen mit dem universellen, geometrischen Raum-Zeit-Kontinuum vertraut zu machen und sich selbst damit auch als Teil dessen zu erfahren und begreifen und sich darin sicher zu bewegen. Mitzubringen: bequeme Kleidung und eine Decke.« 

Zur Person:
Esther Böhlcke ist Pädagogin und Bewegungspädagogin und bietet in Hannover Gestaltsoziotherapie/ Integrative Therapie an. Sie ist im Vorstand der C.G. Jung-Gesellschaft Hannover e.V.

Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl (max. 20) bitten wir um Anmeldung per e-mail.

Kostenbeitrag 40 / 30 / 20 €  (Gäste/Mitglieder und Rentner/Studierende und Erwerbslose)
 

Samstag, 20. Dezember 2014, 15 - 17 Uhr  | Führung
Beate Kortendieck-Rasche, Karin Langhammer (Berlin)

Beate Kortendieck-Rasche schreibt uns dazu:

Auch der Engel hat Abschied genommen
Bekränzt mit Traum.
                                     NellySachs
 
Am 20.12.2014 ist es wieder so weit: Wir treffen uns um 15 Uhr in der Gemäldegalerie Kulturforum am Matthäi Kirchplatz zu einer Führung. Gemeinsam mit einem Kunsthistoriker werden wir uns mit Engeln beschäftigen. In der Jüdisch - Christlichen Tradition, im Islam, bei Assyrern, Babyloniern, im Hinduismus und Buddhismus - überall tauchen Flügelwesen auf als Botschafter zwischen Götterwelt und Menschenwelt und als Vermittler zwischen Bewusstem und Unbewusstem. Cherubim und Seraphim, Unschuldsengel und blauer Engel, Schutzengel oder Luzifer: in verschiedensten Erscheinungen ist der Wunsch nach oder das Wissen um eine andere Welt gestaltet. Ergänzend zu den Bildern werden wir in Träumen und Gedichten von Engeln hören und sie als Projektionsfläche der menschlichen Sehnsucht und des Wunsches nach Schutz, Geborgenheit und Wissen, aber auch für Schuld- und Schattenintegration kennen lernen. Die Führung wird gegen 17 Uhr zu Ende sein, anschließend ist im Museumscafé noch Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

Zur Person:
Beate Kortendieck-Rasche ist niedergelassene Frauenärztin und Paartherapeutin in Berlin. Sie begleitet werdende Mütter und Väter in der Schwangerschaft, indem sie mit ihnen über ihre Träume arbeitet. Sie ist Mitglied im Vorstand der C.G. Jung Gesellschaft Berlin.

Karin Langhammer ist analytische Psychotherapeutin in eigener Praxis, Mitglied des C.G. Jung Institutes Berlin und der Deutschen Gesellschaft für Analytische Psychlogie, sie ist Mitglied im Vorstand der C.G. Jung Gesellschaft Berlin. 

Ort / Kulturforum am Matthäi-Kirchplatz
Kostenbeitrag 10 / 8 / 5 €  (Gäste/Mitglieder und Rentner/Studierende und Erwerbslose) 
zuzüglich Eintrittskarte Gemäldegalerie                                  

Begrenzte Teilnehmerzahl—um Anmeldung per e-mail wird gebeten.
 

Dienstag, 30. Dezember 2014, 20.30 – ca. 23.30 Uhr  | Reihe
»Psyche und Film« in Kooperation mit dem Kino am Bundesplatz
Anschliessende Diskussion mit Donat Keusch
»Amadeus« Regie: Milos Forman, USA  1984 (153 min.) 

Zum Film:
Das Leben Wolfgang Amadeus Mozarts wird aus der Sicht des Wiener Komponisten Antonio Salieri geschildert, eines zeitgenössischen Rivalen Mozarts am Wiener Hof. Dem Drehbuch liegt das gleichnamige Theaterstück von Peter Shaffer zugrunde. Im Winter 1823 beginnt der Film, 32 Jahre nach Mozarts Tod. Salieri hat einen Suizidversuch unternommen und befindet sich in einer Irrenanstalt. Ein Priester nimmt ihm die Beichte ab. Salieri blickt auf sein Leben zurück.  „Alle mochten mich, und ich mochte mich auch – bis er auftauchte.“  Mozart bezeichnet er als „obsönes Kind“ mit göttlichem Talent. … Die Musik zum Film wurde von der Academy of  St. Martin in the Fields unter Sir Neville Marriner aufgenommen. Der Film hat zahllose Preise gewonnen, u.a. den Oskar 1985 für den Besten Film, die Beste Regie, den Besten Hauptdarsteller (F. Murray Abraham)…  Ein besonderer Film, für die Tage zwischen den Jahren.
  
Zur Person:
Donat F. Keusch hat Psychologie, Publizistik und Soziologie in Zürich studiert. Er arbeitet als Verleiher, Produzent und Drehbuchanalytiker. Zu seinen Produktionen diverser Kinofilme gehören u.a. »Les petites fugues« und »Yol« (Goldene Palme in Cannes), Oskar-Nominierung für »Das Boot ist voll«. Weltweiter Vertrieb von Fritz Langs »M«, Shaffers »Papillon« und weiteren 100 Klassikern. Tätigkeit als Projekt-, Drehbuchberater und –schreiber. Dozent an Filmhochschulen. Stiftungs- und Aufsichtsrat der Weiterbildungsinstitution FOCAL. Mein Markenzeichen: Pseudonym oder ungenannt. 

Ort / Kino am Bundesplatz
Kostenbeitrag: Eintrittspreis Kino (9 EUR / ermässigt 7,50 EUR)

 

Alle Veranstaltungen finden, sofern nicht anders angegeben, wie gewohnt im Evangelischen Kirchenforum Stadtmitte an der Parochialkirche, Klosterstr. 66, 10179 Berlin, U Klosterstraße, U/S Jannowitzbrücke statt.

Informieren Sie sich bitte regelmäßig auf unserer Homepage zu weiteren Veranstaltungen und zum Jahresprogramm  und empfehlen uns weiter. 


Mit freundlichen Grüßen,  

Dr. Günter Langwieler
1. Vorsitzender
C.G. Jung-Gesellschaft Berlin e.V.

 

Unsere Adresse:
c/o Dr. Günter Langwieler
Merseburger Str. 14
D-10823 Berlin
Telefon +49 (0)30 611 13 74 (AB)
Email post@jungberlin.de
Internet www.jungberlin.de

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