Hallo, liebe Freunde der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin e.V., 
wir werden Sie hier etwas ausführlicher über das Programm im Mai 2013 informieren.

Mai 2013

Samstag, 04. Mai 2013, 11 - 14 Uhr | Lektüreseminar
Dr. Christiane Henke, Dr. Günter Langwieler, Lina Launhardt,  Berlin            
Das Rote Buch C.G. Jungs
 
Es handelt sich um den zweiten Termin, bei dem es schwerpunktmäßig um einen Überblick über den Inhalt des Liber primus, des ersten Teils des Roten Buches, gehen soll. Es werden wieder Textauszüge mitgebracht. Beim ersten Termin hatten wir die ersten drei Seiten im Transskript von Sonu Shamdasani gelesen. Nach dem Überblick werden wir die nächsten Seiten gemeinsam lesen und diskutieren. Noch einmal zur Orientierung der Einführungstext des Lektüreseminars:
 
„Das Rote Buch zu lesen ist ein Abenteuer ganz eigener Art., denn die Frage, was dieses Buch eigentlich ist, ist nicht so leicht zu beantworten. Ist es ein Traumbuch, eine philosophische Abhandlung, eine Dichtung mit bunten Bildern, eine moderne mythologische Erzählung, ein farbig bebilderter Essay-Roman, eine Dokumentation prophetischer Visionen, eine Offenbarung, eine Privatbibel, ein Gesamtkunstwerk, ein Bericht über ein psychologisches Experiment mit Imaginationen? Die Reihe ließe sich fortsetzen, denn das Rote Buch ist ein Kosmos ganz eigener Art. Jung selbst sah darin später den Urstoff für sein ganzes späteres Werk.
 
Wir wollen in dem fortlaufenden Seminar (nächste Termine:  22.6.und 6.7.2013 vor der Sommerpause) das Rote Buch lesen und seinen kulturhistorischen, ideengeschichtlichen und psychologischen Zusammenhang erforschen. So wie das Rote Buch eine dialogische Auseinandersetzung eines imaginierenden Ichs mit seinen Phantasien beinhaltet, ruft es geradezu nach einem Dialog zwischen dem unmittelbaren Text und seinem Leser. Es soll deshalb auch Raum für die persönlichen Gedanken, Gefühle und Bilder der Teilnehmer zum gelesenen Text gegeben werden.“ 
 
Zur Person:
Dr. jur. Christiane Henke,  Studium der  Germanistik, Anglistik, Philosophie  und Rechtswissenschaften. Lebt als freie Autorin in Berlin. Sie ist freie Mitarbeiterin beim RBB Fernsehen und schreibt als Autorin vor allem für das öffentlich rechtliche Radio. In den letzten Jahren hat sie sich mehrfach in längeren Radiosendungen  mit  tiefenpsychologischen Themen beschäftigt (Gott im Traum, 2003; Musik und Psyche. Was der grüne Löwe mit Schumanns Kinderszenen zu tun hat, 2005; Die Bibel des Unbewussten. Das rote Buch von C. G. Jung, 2011; Die Wirklichkeit der Seele. Zum 50. Todestag von C. G. Jung, 2011; Die Atombombe denken. Psychologische Aspekte der Kernenergie, 2012; Gezähmte Wölfe und Planetengesang. Über die Psychologie der Tonarten, 2013). 2011 hat sie ihre 1-Std.- Sendung über das rote Buch auf einer Veranstaltung der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin vorgestellt.

Dr. med. Dipl.-Psych. Günter Langwieler, Studium der Psychologie und Humanmedizin, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse und Psychotherapie, niedergelassen in eigener Praxis, Dozent am C.G. Jung-Institut Berlin, Vorsitzender der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin, zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen zu Jungs Werk (Wotan, Zarathustra-Seminar, Rotes Buch etc.).

Lina Launhardt, Studium der Soziologie, Kunstgeschichte, Allg. und Vergl. Literaturwissenschaften, Modellstudiengang Kulturarbeit, arbeitet als freie Autorin, u.a. Publikation von Katalogtexten, Film- und Ausstellungsprojekten im Bereich der Gegenwartskunst, seit 2006 intensive Beschäftigung mit dem Werk C.G. Jungs, seit 2011 Promotionsprojekt „Im Dialog mit der objektiven Psyche – Das Rote Buch von C.G. Jung und seine Bedeutung für den Archetypenbegriff“ bei Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach, Europa Universität Viadrina, Frankfurt/Oder

Kostenbeitrag 10 / 8 / 5 €  (Gäste/Mitglieder und Rentner/Studierende und Erwerbslose)


Samstag, 04. Mai 2013, 15 - 17 Uhr | Lesung
Dr. Karin Nohr, Berlin  
»Herr Merse bricht auf «

 
Frau Dr. Nohr schreibt uns dazu:
„Drei Themen beschäftigen mich seit jeher: Literatur, Imagination und Musik. In meinen unterschiedlichen Lebensphasen stand mal das eine, mal das andere im Vordergrund: Die Literatur in meinem Studium der Germanistik und Anglistik und meinen ersten Arbeitsjahren als Lehrerin am Gymnasium; die Imagination in meinem Psychologiestudium und meiner Ausbildung zur Psychoanalytikerin und Dozentin der AGKB, einer Fachgesellschaft, in der die therapeutische Arbeit mit Imaginationen im Vordergrund steht. Musizieren und Nachdenken über Musik hat alle meine Tätigkeiten begleitet; so entstand meine Dissertation über die Musiker-Instrumenten-Beziehung und die Mitarbeit in der von mir mitgegründeten Gesellschaft für Psychoanalyse und Musik.
Jetzt habe ich mich ganz dem Schreiben zugewandt und stelle fest, dass auch hierin meine Themen wieder auftauchen: Mein Débutroman „Herr Merse bricht auf“  beschreibt einen sehr gehemmten und dadurch oft unfreiwillig komischen, aber sehr liebenswürdigen Hornisten mit einer lebhaften Neigung zum Tagträumen. Hilft ihm sein Fantasieren? Entfremdet es ihn der so ersehnten Beziehungswelt? Darüber ließe sich im Anschluss an die Lesung gemeinsam nachdenken.“.G. Jung Gesellschaft Berlin. 

Kostenbeitrag 10 / 8 / 5 €  (Gäste/Mitglieder und Rentner/Studierende und Erwerbslose)


Dienstag, 28. Mai 2013, 20.30 - 23 Uhr | Vortrag
„Psyche und Film“ in Kooperation mit dem „Kino am Bundesplatz“
»Wandlungen – Richard Wilhelm und das I Ging« Ein Dokumentarfilm über Richard Wilhelm
Buch und Regie: Bettina Wilhelm
Einführung in die anschließende Diskussion durch Bettina Wilhelm

Weitere Informationen finden Sie auch hier:
http://www.wandlungen-i-ging-der-film.com/presse/WANDLUNGEN_Presseheft.pdf

Zur Person:
Bettina Wilhelm ist Dokumentarfilmerin. Sie ist in Shanghai geboren und die Enkelin von Richard Wilhelm, der als junger Missionar nach China ging, um sich von der chinesischen Kultur faszinieren zu lassen. Er übersetzte das „I Ging“ und arbeitete in den 20er Jahren auch mit C.G. Jung zusammen, mit dem er „Das Geheimnis der goldenen Blüte“ herausgab. Richard Wilhelm hatte an der Frankfurter Universität den ersten Lehrstuhl für Chinakunde inne. 
 
Es ist der dritte Film in unserer neuen Reihe „Psyche und Film“ in Kooperation mit dem Kino „Am Bundesplatz“, die an jedem letzten Dienstag im Monat stattfinden wird. Wir wollen uns zuerst gemeinsam einen Film ansehen. Anschließend werden wir mit Bettina Wilhelm über diesen Film diskutieren können.

Ort / Kino am Bundesplatz, Kostenbeitrag / Eintrittspreis Kino


Wir wollen Sie schon jetzt auf unsere erste Veranstaltung im Juni hinweisen.

Juni 2013

Samstag, 08. Juni 2013, 15 - 17 Uhr | Vortrag
Dr. Hortense Reintjens,  Köln            
Frauen weben das Netz – Zur sozialrechtlichen Stellung der Frau bei den nordarabischen Beduinen

Frau Dr. Reintjens war im vergangenen Jahr bei uns zu einem Vortrag über sibirischen Schamanismus, der uns bestens in Erinnerung geblieben ist und dazu geführt hat, sie zu bitten, erneut zu uns zu kommen, um über ihre ethnologischen Studien zu berichten.
 
Sie schreibt uns dazu:
„Männer stellen den Stamm, Frauen weben das Netz“ ist ein Beduinensprichwort, das die überragende Bedeutung der Frauen im kulturellen Beziehungsgeflecht betont. Unter Beduinen sind strictu sensu nomadisierende, reiterkriegerische Kamelhirtenstämme arabischer Herkunft zu verstehen, deren Streifgebiete, - einst im eurasischen Halbwüstengürtel – nur noch in der Wüste Saudiarabiens zu finden sind. Der Anfang dieser Wirtschafts- und Daseinsform wird um ca. 1500 vor unserer Zeitrechnung angesetzt. Die Achse der Lebensgemeinschaft bildet die Blutsverwandtschaft, die das „Markenzeichen“ der Identität bis heute stellt. Die maternale Linie ist gleich wichtig wie die paternale. Das Beduinentum kennt eine geschlechtsspezifisch separierte Arbeits- und Lebenswelt, in der die Frauen gleichberechtigt sind. Der Vortrag versucht eine Skizze des Lebenszyklus der Frau, ihres sakrosankten Status und der Institutionen und Rollen, die Sprichwort bestätigen: Frauen weben das Netz.“



Wir möchten schon jetzt ankündigen, dass wir Ende Juni 2013 anlässlich des Grimm-Jahres ein „Märchenpicknick“ mit Märchenlesungen und –interpretationen im Rahmen eines Picknick veranstalten wollen. Wir werden Genaueres demnächst ins Netz stellen und im nächsten Newsletter berichten.

Alle Veranstaltungen finden, sofern nicht anders angegeben, wie gewohnt im
Evangelischen Kirchenforum Stadtmitte an der Parochialkirche, Klosterstr. 66, 10179 Berlin, U Klosterstraße, U/S Jannowitzbrücke statt. 

Informieren Sie sich bitte regelmäßig auf unserer Homepage zu weiteren Veranstaltungen und zum Jahresprogramm  und empfehlen uns weiter.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Ihr Vorstand der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin

Dr. Günter Langwieler
1. Vorsitzender
 


Unsere Adresse:
c/o Dr. Günter Langwieler
Welser Str. 10-12
D-10777 Berlin
Telefon +49 (0)30 219 153 17 (AB)
Email post@jungberlin.de
Internet www.jungberlin.de

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