Hallo, liebe Freunde der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin e.V.,

 

das Neue Jahr geht jetzt schon in die dritte Woche und wir wünschen Ihnen und uns als Gesellschaft viele spannende Seminare, Vorträge, Kinoerlebnisse, natürlich auch Glück und Gesundheit. Aus verschiedenen Gründen ist unser Programm 2014 erst bis in den März fertig, wir setzen aber alles daran, es in den nächsten Wochen zu vervollständigen. Dafür geht es gleich mit dem Leseseminar zum Roten Buch, einem tollen Film im Bundesplatz-Kino, Vortrag und Workshop zum Sandspiel und einem gemeinsamen Besuch in der Oper Salome los. Die beiden Veranstaltungen zum Sandspiel mit Dr. Jörg Rasche sollen oder können der Beginn eines ganzen Sandspiel-Curriculum sein. Näheres finden Sie unten. 

 

Januar 2014

Samstag, 25.Januar 2014, 11 - 14 Uhr  | Lektüreseminar
Dr. Christiane Henke, Dr. Günter Langwieler, Lina Launhardt (Berlin)
»Das rote Buch C.G. Jungs«

Es handelt sich um den siebten Termin. Wir lesen weiter gemeinsam den Text. Es werden wieder Textauszüge mitgebracht. 

Für neu Hinzukommende noch einmal der Ankündigungstext: 
»Das Rote Buch zu lesen ist ein Abenteuer ganz eigener Art., denn die Frage, was dieses Buch eigentlich ist, ist nicht so leicht zu beantworten. Ist es ein Traumbuch, eine philosophische Abhandlung, eine Dichtung mit bunten Bildern, eine moderne mythologische Erzählung, ein farbig bebilderter Essay-Roman, eine Dokumentation prophetischer Visionen, eine Offenbarung, eine Privatbibel, ein Gesamtkunstwerk, ein Bericht über ein psychologisches Experiment mit Imaginationen? Die Reihe ließe sich fortsetzen, denn das Rote Buch ist ein Kosmos ganz eigener Art. Jung selbst sah darin später den Urstoff für sein ganzes späteres Werk.
 
Wir wollen in dem fortlaufenden Seminar das Rote Buch lesen und seinen kulturhistorischen, ideengeschichtlichen und psychologischen Zusammenhang erforschen. So wie das Rote Buch eine dialogische Auseinandersetzung eines imaginierenden Ichs mit seinen Phantasien beinhaltet, ruft es geradezu nach einem Dialog zwischen dem unmittelbaren Text und seinem Leser. Es soll deshalb auch Raum für die persönlichen Gedanken, Gefühle und Bilder der Teilnehmer zum gelesenen Text gegeben werden.«
 
Zur Person: 
Dr. jur. Christiane Henke,  Studium der  Germanistik, Anglistik, Philosophie  und Rechtswissenschaften. Lebt als freie Autorin in Berlin. Sie ist freie Mitarbeiterin beim RBB Fernsehen und schreibt als Autorin vor allem für das öffentlich rechtliche Radio. In den letzten Jahren hat sie sich mehrfach in längeren Radiosendungen  mit  tiefenpsychologischen Themen beschäftigt (Gott im Traum, 2003; Musik und Psyche. Was der grüne Löwe mit Schumanns Kinderszenen zu tun hat, 2005; Die Bibel des Unbewussten. Das rote Buch von C. G. Jung, 2011; Die Wirklichkeit der Seele. Zum 50. Todestag von C. G. Jung, 2011; Die Atombombe denken. Psychologische Aspekte der Kernenergie, 2012; Gezähmte Wölfe und Planetengesang. Über die Psychologie der Tonarten, 2013). 2011 hat sie ihre 1-Std.- Sendung über das rote Buch auf einer Veranstaltung der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin vorgestellt.
Dr. med. Dipl.-Psych. Günter Langwieler, Studium der Psychologie und Humanmedizin, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse und Psychotherapie, niedergelassen in eigener Praxis, Dozent am C.G. Jung-Institut Berlin, Vorsitzender der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin, zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen zu Jungs Werk (Wotan, Zarathustra-Seminar, Rotes Buch etc.).
Lina Launhardt, Studium der Soziologie, Kunstgeschichte, Allg. und Vergl. Literaturwissenschaften, Modellstudiengang Kulturarbeit, arbeitet als freie Autorin, u.a. Publikation von Katalogtexten, Film- und Ausstellungsprojekten im Bereich der Gegenwartskunst, seit 2006 intensive Beschäftigung mit dem Werk C.G. Jungs, seit 2011 Promotionsprojekt „Im Dialog mit der objektiven Psyche – Das Rote Buch von C.G. Jung und seine Bedeutung für den Archetypenbegriff“ bei Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach, Europa Universität Viadrina, Frankfurt/Oder

Kostenbeitrag 10 / 8 / 5 €  (Gäste/Mitglieder und Rentner/Studierende und Erwerbslose)


Dienstag, 28.JAnuar 2014, 20.30 - ca. 23 Uhr  | Vortrag
»Psyche und Film« in Kooperation mit dem Kino am Bundesplatz
Einführung: Donat F. Keusch, Zürich und Berlin
»Gran Torino« Regie: Clint Eastwood, USA 2008

Zum Film:
Walt Kowalski (Clint Eastwood) hat sein ganzes Leben in einer Autofabrik gearbeitet. Der mit Vorurteilen behaftete Renter hat nichts Besseres mehr zu tun als an seinem Haus rumzuwerkeln, Bier zu trinken und zum Friseur zu gehen. Der Korea-Kriegs-Veteran traut Niemandem und hält sein M-1 Gewehr immer schußbereit. Seine ehemaligen Nachbarn sind verstorben oder weggezogen und so wohnen nun koreanische Einwanderer neben ihm. Das paßt dem, verbittertem Mann überhaupt nicht. Die Häuser sind schlecht gepflegt und die Bandenkriminalität nimmt auch zu. Da Walt nichts mehr im Leben hat, muß er die Sache also ausitzen.

Bis eines Tages der Nachbarsjunge Thao (Bee Vang) seinen 1972 Gran Torino klauen will, dessen Bande, die Hmong-Gang, hat ihn dazu angehalten. Walt verhindert nicht nur den Diebstahl, sondern auch die Überfälle der Gang und wird so zum gefeierten Helden, besonders Thaos Mutter und seiner älteren Schwester Sue (Ahney Her) sind sehr dankbar. Nach und nach beginnt eine Freundschaft zwischen Walt und seinen Nachbarn, die ihn seine Welt mit anderen Augen sehen läßt.
„Gran Torino“ ist ein Plädoyer gegen Rassismus und ein pathetisches Schuld-und-Sühne-Drama. Ausführliche Inhaltsangabe: http://www.dieterwunderlich.de/Eastwood-gran-torino.htm

Zur Person:
Donat F. Keusch hat Psychologie, Publizistik und Soziologie in Zürich studiert. Er arbeitet als Verleiher, Produzent und Drehbuchanalytiker. Zu seinen Produktionen  diverser Kinofilme gehören u.a. „Les petites fugues“ und „Yol“ (Goldene Palme in Cannes), Oskar-Nominierung für „Das Boot ist voll“. Weltweiter Vertrieb von Fritz Langs „M“, Shaffers „Papillon“ und weiteren 100 Klassikern. Tätigkeit als Projekt-, Drehbuchberater und –schreiber. Dozent an Filmhochschulen. Stiftungs- und Aufsichtsrat der Weiterbildungsinstitution FOCAL. „Mein Markenzeichen: Pseudonym oder ungenannt.

Ort / Kino am Bundesplatz
Kostenbeitrag: Eintrittspreis Kino (9 EUR / ermässigt 7 EUR)



Februar 2014

Samstag, 1.Februar 2014, 15 - 17 Uhr  | Vortrag
Dr. med. Jörg Rasche, Berlin
Sandspieltherapie nach Dora Kalff – Ausbildung in Berlin 2014/2015
 »Der Regenbogen – Einführung in die Sandspieltherapie«

Kostenbeitrag 10 / 8 / 5 €  (Gäste/Mitglieder und Rentner/Studierende und Erwerbslose)

Sonntag, 2.Februar 2014, 10 - 16 Uhr  | Workshop
Dr. med. Jörg Rasche, Berlin
Sandspieltherapie nach Dora Kalff – Ausbildung in Berlin 2014/2015
 »Der Regenbogen – Einführung in die Sandspieltherapie«

Kostenbeitrag 60 / 40 / 30 €  (Gäste/Mitglieder und Rentner/Studierende und Erwerbslose)
Anmeldung erforderlich unter: post@jungberlin.de

Die Veranstaltungen  bilden den Auftakt einer Modulreihe bzw. Gruppenausbildung in der Sandspieltherapie DGST / ISST. Bei Bedarf zweisprachig deutsch / englisch.
Die Ausbildung soll 2 Jahre umfassen: 7 Wochenenden und eine Sommerakademie 2015. Die Selbsterfahrung im Sandspiel ist dabei grundlegend. Nähere Einzelheiten zum Curriculum siehe in der website der DGST und auf www.jungberlin.

Zur Person:
Dr. med. Joerg Rasche ist  Jungianischer  Psychoanalytiker und Kinderpsychiater, Sandspielausbildung bei Dora Kalff, er ist Vorsitzender der DGST, Ausbilder der ISST, Mitherausgeber des deutsch-schweizerischen »Journal for Sandplay Therapy«. Er lebt in Berlin. Kontakt: joergrasche@gmx.de


Saturday, 1.Februar 2014, 15 - 17 Uhr  | public lecture with discussion
Dr. med. Jörg Rasche, Berlin
Sandplay Therapy  (Dora Kalff) – Training in Berlin 2014 / 2015
Hosted by the Berlin C. G. Jung Society a training program for sandplay therapy will start soon.
 »The Rainbow – Introduction to Sandplay Therapy«

Costs: Lecture 10 / 8 / 5 Euro (Guests/ members( students)
Location: Evangelisches Kirchenforum Stadtmitte an der Parochialkirche, Klosterstr. 66, 10719 Berlin

Sunday, 2014 February 2., 10am – 4pm | Workshop with self experience in the group
Dr. med. Jörg Rasche, Berlin
Sandspieltherapie nach Dora Kalff – Ausbildung in Berlin 2014/2015
 »Der Regenbogen – Einführung in die Sandspieltherapie«

Costs: Workshop  60 / 40 / 30 Euro (Guests/ members/ students)
Location: Evangelisches Kirchenforum Stadtmitte an der Parochialkirche, Klosterstr. 66, 10719 Berlin
Please register under: post@jungberlin.de

Lecture and workshop shall be the opening of training in sandplay therapy in units or in group events, following the requirement of DGST / ISST.  German / English
The training shall contain 7 weekends and 1 academy in summer 2015. It goes over 2 years. Self experience in sandplay is basic. More details about the curriculum see under website DGST and www.jungberlin

Sandspieltherapie
Das therapeutische Sandspiel geht auf die englische Kinderärztin Margarete Lowenfeld zurück, die 1927 das „Weltspiel“ mit Sandkästen und vielen Figuren und kleinen Gegenständen schuf. Auf Anregung von C. G. Jung hat Dora Kalff das Modell zu einem Jungianischen Verfahren weiterentwickelt. Es spricht viele Kinder, Eltern (und Therapeuten) an, weil es Spielen und Reflektion im „freien und beschützten Raum“(Kalff) verbindet. Es ist eine weitgehend nonverbale Therapieform, bei der insbesondere das empathische Mitgehen (silent incubation) und die Triangulierung mit dem Material (co-transference) wirksam sind. Innere Bilder können einen sichtbaren Ausdruck finden und erfahren werden. Was hier so einfach aussieht ist „starke Medizin“, und Therapeutin oder Therapeut sollten eine gründliche Selbsterfahrung mit der Methode und ein fundiertes Wissen in Jungscher Analyse und Theorie erworben haben. Daher hat Dora Kalff ein Curriculum entworfen und eine internationale Gesellschaft für Sandspieltherapie ISST gegründet. Im Rahmen der deutschen Ländergesellschaft DGST werden Weiterbildungen in der Sandspieltherapie angeboten (siehe deren website).

In Berlin soll 2014 ein zweijähriges Ausbildungsprogramm beginnen, das neben Selbsterfahrungssequenzen auch Theorieseminare (120 Stunden), Supervisionen und Betreuung bei der Erarbeitung einer Symbolarbeit und einer ausführlichen Falldarstellung umfasst. Es werden verschiedene Dozenten der DGST und ISST eingeladen. Das Angebot richtet sich auch an Psychotherapeuten aus den östlichen Nachbarländern und wird gegebenenfalls zweisprachig sein (deutsch / englisch). Die Ausbildung umfasst 7 Wochenenden und eine Woche Sommerschule in 2015. 40 Theoriestunden aus der Analytischen Weiterbildung an C.G.Jung-Instituten können angerechnet werden. Die Sandspielausbildung kann grundsätzlich auch in Form von Modulen erworben werden (siehe die Angebote der verschiedenen DGST-Lehrtherapeuten auf der website), doch hat eine geschlossene Ausbildungsgruppe, wie sie jetzt für Berlin geplant ist, große Vorteile. Leitung: Dr. Jörg Rasche 

Das Sandspielwochenende 1. und 2. Februar in der C. G. Jung-Gesellschaft Berlin ist zur Einführung und als Auftakt gedacht. Es wird herzlich dazu eingeladen.


Mittwoch, 5.Februar 2014, 19.30 Uhr  | Oper und Gespräch
Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe BERLIN KULTUR/ REVISITED laden wir ein.
»Salome« Oper von Richard Strauss, Staatsoper Berlin (Ort: Schillertheater)
 
Zur Oper:
Diese Mischung aus Erotik, Gewalt, Christentum und Sexualpathologie hatte auf der Bühne noch keiner gewagt: »Salome«, heute ein Welterfolg, löste bei der Uraufführung 1905 zunächst einen Schock aus. Die schöne junge Prinzessin Salome, die den asketischen Propheten Jochanaan begehrt, von ihm voller Abscheu zurückgewiesen wird und als Lohn für ihren Tanz vor König Herodes schließlich den Kopf des Propheten erhält, war zu viel für Klerus und gute Gesellschaft im Wilhelminischen Kaiserreich. 

Nach dem gemeinsamen Besuch der Vorstellung treffen wir uns in einem nahe gelegenen Lokal, um über die Aufführung zu reden. Anlass ist die Figur der Salome, die im „Roten Buch“ C.G. Jungs auftaucht (s.o. Lektüreseminar) Dr. Jörg Rasche wird zur Einleitung der Diskussion eine kurze Einführung in den Mythos der Salome geben.

Wer teilnehmen möchte, beschaffe sich bitte eine Eintrittskarte für die Oper am Mittwoch, dem 5. Februar 2014.
Die Einführung und Diskussion findet anschließend statt. Der Ort wird noch bekannt gegeben.  
Wir bitten um Anmeldung an post@jungberlin.de, um besser planen zu können.
 

Alle Veranstaltungen finden, sofern nicht anders angegeben, wie gewohnt im Evangelischen Kirchenforum Stadtmitte an der Parochialkirche, Klosterstr. 66, 10179 Berlin, U Klosterstraße, U/S Jannowitzbrücke statt.
Informieren Sie sich bitte regelmäßig auf unserer Homepage zu weiteren Veranstaltungen und zum Jahresprogramm  und empfehlen uns weiter. 


Mit freundlichen Grüßen,  

Ihr Vorstand der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin
Dr. Günter Langwieler
1. Vorsitzender
 

Unsere Adresse:
c/o Dr. Günter Langwieler
Welser Str. 10-12
D-10777 Berlin
Telefon +49 (0)30 219 153 17 (AB)
Email post@jungberlin.de
Internet www.jungberlin.de

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