C. G. Jung Gesellschaft Berlin
Hallo, liebe Freunde der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin,

in diesem Newsletter wollen wir Sie auf die Veranstaltungen im November und Dezember 2011 hinweisen.
Zu Ihrer Information: Wir haben die Preise zu den Vorträgen für Gäste und Mitglieder deutlich reduziert, um die Schwelle zur Teilnahme zu senken, da wir zahlreiche entsprechende Hinweise bekommen haben.
 
Veranstaltungen
November und Dezember 2011

12. November 2011 | 18 bis 20 Uhr Vortrag

Peter Schellenbaum  “Psychotherapie als heilender Energiekreislauf“
anschließend kleiner Imbiss zum Beginn des Studienjahres 2011/2012
auf Einladung der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin

13. November 2011 10 bis 18 Uhr Workshop zum Thema
Vortrag: 10 € Gäste, 8 € Mitglieder und Rentner, 5 € Studenten
Workshop: 50 € Gäste / 40 € Mitglieder und Rentner / 30 € Studenten


03. Dezember 2011  | 17 bis 19:30 Uhr Lesung und Vortrag

Patrick Roth „Aus den Frankfurter Poetikvorlesungen. "No Fiction" / ”Der fremde Reiter“
PD Dr. Michaela Kopp-Marx “Die Macht des Unbewussten.
Eine Annäherung an den Fremden Reiter”

Lesung und Vortrag: 10 € Gäste, 8 € Mitglieder und Rentner, 5 € Studenten
 

17. Dezember 2011 | 14 bis 17 Uhr Reihe „Berlin-Kultur revisited“: Führung und Diskussion

Beate Kortendieck-Rasche„Joseph in Bildern der Weihnacht“
Der Vater in Träumen schwangerer Frauen und werdender Väter
Ort: Gemäldegalerie Berlin im Kulturforum Matthäikirchplatz
Kostenbeitrag: 10 € Gäste, 8 € Mitglieder und Rentner, 5 € Studenten | (zzgl. Eintrittskarte)


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In diesem Newsletter weisen wir auf die Veranstaltungen im November und Dezember 2011 hin. Zu den Vorträgen unseres Programms brauchen Sie sich wie bisher nicht anzumelden, wir bitten aber um verbindliche Anmeldung zu den Workshops, per E-Mail an post@jungberlin.de.
Alle Veranstaltungen in der Klosterstr. 66, (bis auf den "Jour Fixe" und die Uraufführung des Films),
U Klosterstr., U/S Jannowitzbrücke.
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November 2011

Samstag, der 12. November 2011 
18:00 bis 20:00 Uhr Vortrag

Peter Schellenbaum, Locarno, Schweiz
“Psychotherapie als heilender Energiekreislauf”
Kostenbeitrag: 10 € Gäste, 8 € Mitglieder und Rentner, 5 € Studenten
 
Anschließend an den Vortrag lädt die C.G. Jung Gesellschaft Berlin zum Beginn
des 2. Studienjahres zu einem kleinen Imbiss mit Getränken

 
Sonntag, der 13. November 2011
10:00 bis 18:00 Uhr Seminar/Workshop zum Thema
Kostenbeitrag 50 € Gäste / 40 € Mitglieder und Rentner / 30 € Studenten
 
Peter Schellenbaum schreibt uns dazu:
“Zuerst werde ich mich ausführlich, auch in Fallbeispielen, dazu äußern, was ich unter therapeutischer Resonanz verstehe. Dieses Thema bleibt der Leitfaden durch meinen Vortrag am Samstagabend und auch in der konkreten Arbeit mit Spontanritualen im Seminar am Sonntag.
Aufbauend auf alltäglichen Resonanzerfahrungen werde ich im Referat die therapeutisch eingesetzte Resonanz vom Begriff der Gegenübertragung trotz mancher Ähnlichkeit deutlich abgrenzen und auf subtile Ausdrucksformen von Macht in der therapeutischen Beziehung hinweisen. Macht bewirkt Ohnmacht, verhindert Resonanz und somit den freien Energiekreislauf auch zwischen “Therapiepartnern”.
Des weiteren wird von der zentralen Bedeutung des Leibes – Ganzheit von Körper, Geist und Seele – die Rede sein. Die Selbstwahrnehmung des Leibes durch Spürbewusstsein, umfassender als das bloß reflexive Bewusstsein, ist Voraussetzung für unsere Resonanzfähigkeit sowohl in einer Zweier- als auch in einer Gruppenbeziehung.
Die für unsere Menschwerdung wesentliche Erfahrung eines Energiekreislaufes, in welchen Beziehungskreisen auch immer, übt auf unsere Psyche heilende Wirkung aus, bereits in der pränatalen Resonanz zwischen Mutter und Kind und später in allen Beziehungsfeldern.
Diese Basiserfahrung kann in der Psychotherapie zum bewussten Prozess werden. – Die Psychoenergetik, ausgehend vor allem von der Tiefenpsychologie C.G. Jungs und der neueren Körperpsychotherapie, trägt diesen Zusammenhängen Rechnung.
Indem sie von Resonanz mit “Energiesignalen”  spricht, versucht sie zu verhindern, dass Resonanz, ganz allgemein und spezifischer in der Psychotherapie, im regressiven Sinne missverstanden wird. Nur dank dieser Unterscheidung kann Psychotherapie zum heilenden Energiekreislauf werden.”  

Dezember 2011

Samstag, der 3. Dezember 2011 
 
17:00 bis 19:30 Uhr Lesung und Vortrag
Patrick Roth, Kalifornien  

Aus den Frankfurter Poetikvorlesungen. “No Fiction”/”Der fremde Reiter“
PD Dr. Michaela Kopp-Marx , Germanistisches Seminar Heidelberg
 “Die Macht des Unbewussten. Eine Annäherung an den Fremden Reiter”

Kostenbeitrag: 10 € Gäste, 8 € Mitglieder und Rentner, 5 € Studenten
 
Frau Dr. Kopp-Marx schreibt uns dazu: „Unter dem mythischen Motto „Ins Tal der Schatten“ begibt Patrick Roth sich in den Frankfurter Poetikvorlesungen“ auf die Reise zu den Quellen seiner schriftstellerischen Arbeit: dem Film, der Literatur, der Bibel und der Tiefenpsychologie. Was die unterschiedlichen Genres eint, sind die archetypisch-mythischen Bilder, die sie mehr oder weniger offenkundig variieren.
Jene Motive und Stoffe entstammen einer gemeinsamen Quelle: der autonomen Psyche  bzw. dem kollektiven Unbewussten als dem eigentlichen Urgrund, aus dem auch Roth seine Stoffe bezieht. In der fünften und letzten Vorlesung „No fiction“ gipfeln seine poetologischen Reflexionen über das Finden, Bergen und Bearbeiten des Stoffs in der unheimlichen Geschichte vom „Fremden Reiter“.
Sie erzählt von der Nachstellung eines berühmten Gefechts aus dem amerikanischen Bürgerkrieg und seiner Vorbereitung am abendlichen Lagerfeuer. Im Gespräch unter Männern kommt eine von Opfer und Tod bestimmte archaische Welt zum Ausdruck, die sich anderntags Bahn bricht, wenn der „fremde Reiter““ auf dem Schlachtfeld erscheint.
Der im Anschluss an die Lesung folgende Vortrag der Literaturwissenschaftlerin Michaela Kopp-Marx nähert sich der verstörenden Geschichte durch die Amplifikation ausgewählter Bilder und Konstellationen, die der Geschichte zugrunde liegen und Zeugnis geben von der „Macht des Unbewussten“.

Zu den Personen:

Patrick Roth wurde 1953 in Freiburg im Breisgau geboren. Nach seinem Filmstudium an der University of Southern California (1975/76) arbeitete er als Regisseur und Drehbuchautor. In den 80er Jahren verfasste er Hörspiele und Bühnenstücke, seit den 90er Jahren schreibt er vorwiegend Prosa. Seinen Durchbruch als Schriftsteller hatte er mit „Riverside“(1991), dem ersten Teil der „Christus Trilogie“ (1998). Roth schreibt Novellen, Romane und Erzählzyklen, die biblisch-mythische Stoffe mit Filmmotiven und Bildern aus dem Unbewussten verbinden. In den Frankfurter und Heidelberger Poetikvorlesungen („ins Tal der Schatten“, 2002; „Zur Stadt am Meer“, 2005) gibt Roth Geschichten erzählend Aufschluss über seine Quellen, seine Arbeitsweisen und künstlerischen Intentionen. 2006 entstand der Filmessay „In my Life. 12 Places I Remember“, ein Rückblick auf das Leben als deutscher Schriftsteller in den USA. Im Frühjahr 2012 erscheint „Sunrise“. Das Buch Joseph“, das thematisch an die „Christus Trilogie“ anschließt.

Michaela Kopp-Marx ist Privatdozentin für Neuere deutsche Literatur an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Seit 1998 Leitung der Heidelberger Poetikdozentur und des Clemens-Brentano-Förderpreises der Stadt Heidelberg. Arbeits- und Forschungsgebiete sind die Wechselbeziehungen von Bildender Kunst/ Medien und Literatur, die Literatur der Moderne und der Gegenwart, die Analytische Psychologie C.G. Jungs. Wichtigste Publikationen: Rilke und Rodin. Auf der Suche nach der wahren Art des Schreibens, 1997; Zwischen Petrarca und Madonna. Der Roman der Postmoderne, 2005. Der Lebendige Mythos. Das Schreiben von Patrick Roth, (Hg.) 2010. Aufsätze, Essays und Rezensionen zu Autoren der Modern und Gegenwart.
 
 
Samstag, der 17. Dezember 2011 
 
14:00 bis 17:00 Uhr   Führung und Diskussion

Beate Kortendieck-Rasche, Berlin  
„Joseph in Bildern der Weihnacht.
Der Vater in Träumen schwangerer Frauen und werdender Väter“
Kostenbeitrag: 10 € Gäste, 8 € Mitglieder und Rentner, 5 € Studenten | zzgl. Eintrittskarte
 
Ort: Gemäldegalerie Berlin im Kulturforum Matthäikirchplatz
 
Zur Person:

Beate Kortendieck-Rasche ist niedergelassene Frauenärztin und
Paartherapeutin in Berlin. Sie begleitet werdende Mütter und Väter in der Schwangerschaft, indem sie mit ihnen über ihre Träume arbeitet.
 
Zum Thema:

Im letzten Jahr in der Vorweihnachtszeit  war es um Maria und das Erleben von Schwangerschaft und Geburt in Träumen schwangerer Frauen – gespiegelt in Marienbildern und Christgeburtsdarstellungen aus Mittelalter und Renaissance gegangen. Dabei entstand die Idee, das Thema der Schwangerschaft aus der Perspektive der werdenden Väter fortzusetzen und dazu die Person des Joseph in den Mittelpunkt zu stellen.
Bei dem Museumsbesuch in der Neuen Gemäldegalerie werden gemeinsam mit einer Kunsthistorikerin einige charakteristische Bilder betrachtet.
Dazu werden Träume schwangerer Frauen und werdender Väter gelesen und Analogien zu den Bildern gezeigt. Anschließend können im Gespräch die Eindrücke vertieft werden.
Diese Veranstaltung in der Adventszeit ist sicher ein Highlight. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist auf 25. Anmeldung per E-mail erforderlich.

Eine verbindliche Anmeldung ist zum Workshop von Peter Schellenbaum über E-mail an die Adresse der C.G. Jung Gesellschaft Berlin erforderlich, da die Teilnehmerzahl (max. 30) begrenzt ist. Das Gleiche trifft auch auf die Führung in der Gemäldegalerie zu (max. 25). Zum Vortrag von Peter Schellenbaum und zur Lesung von Patrick Roth bzw. Vortrag von Frau PD Dr. Michaela Kopp-Marx brauchen Sie sich nicht anzumelden.
 
Bitte informieren Sie sich regelmäßig auf unserer Homepage zu weiteren Veranstaltungen und zum Jahresprogramm  und empfehlen uns weiter, mit freundlichen Grüßen,


Ihr Vorstand der C.G.. Jung-Gesellschaft Berlin
 
Dr. Günter Langwieler
1. Vorsitzender
 
 
 
P.S. Der Film von Rüdiger Sünner über C.G. Jung “Nachtmeerfahrten” ist mittlerweile im Kino angekommen.

Unsere Adresse:
c/o Dr. Günter Langwieler
Welser Str. 10-12
D-10777 Berlin
Telefon +49 (0)30 219 153 17 (AB)
Email post@jungberlin.de
Internet www.jungberlin.de

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