Hallo, liebe Freunde der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin e.V.,

 

in diesem Newsletter finden Sie unser Februar Programm und einen Ausblick auf den März.

Auf unserer letzten Vorstandssitzung haben wir den Termin für die nächste Mitgliederversammlung festgelegt. Sie findet am Samstag, dem 28.Februar 2015, von 15-17 Uhr statt,  (im Anschluss an das Leseseminar zum Roten Buch, wie immer von 11-14 Uhr). Sie sind zur Mitgliederversammlung herzlich eingeladen. Wahlen finden in diesem Jahr nicht statt. Wir möchten uns gern miteinander austauschen über unsere Gesellschaft, ob wir mit unserem Programm richtig liegen, was besser werden kann und wollen auch über ein Fortbildungskonzept diskutieren, das von der Kölner C.G. Jung-Gesellschaft vorgeschlagen wird und an dem wir uns beteiligen können.

Am ersten Februarwochenende geht es ums Sandspiel mit Paaren. Zu diesem Thema gibt es einen Vortrag von Monika Heinzel-Junger aus Tübingen, ausnahmsweise an einem Sonntag(!), dem 8.Februar.2015.

Am 24.Februar zeigen wir im Bundesplatz-Kino in unserer Reihe Psyche und Film den Dokumentarfilm »Matter of Heart« über C.G. Jung.

Neu ins Programm genommen haben wir in unserer Reihe Berlin-Kultur Revisited am Dienstag, dem 3.März.2015, einen Besuch in den Kammerspielen des Deutschen Theaters mit dem aktuell herausragenden Theater-Ereignis »Ismene« der holländischen Autorin Lot Vekemans. Es sind Karten für unsere Jung-Gesellschaft reserviert, genaueres finden Sie unten im Newsletter. Im Anschluss an das Stück wird der Dramaturg des Deutschen Theaters John von Düffel die Autorin persönlich vorstellen und zum Stoff befragen. Anschließend haben wir John von Düffel für einen weiteren Austausch mit uns gewinnen können.

Erinnert sei auch schon an den 7.März 2015,  wo wir Prof. Alfons Söllner mit einem Vortrag zu Walter Benjamins »Thesen zum Begriff der Geschichte« begrüßen können, Benjamins letztem Werk vor seiner Flucht vor den deutschen Nationalsozialisten und seinem Suizid an der spanischen Grenze 1940. Diese Thesen sind Alfons Söllner zufolge Benjamins Testament und Schlüssel für seine Wirkungsgeschichte. Die neunte These nehme den »Angelus Novus« von Paul Klee – ein Werk, das sich seit 1921 im Besitz Walter Benjamins befand - als Allegorie für Benjamins Auffassung von Geschichte, die sich zwischen Marxismus und Theologie nicht hätte entscheiden können.

Am 28.März 2015 geht es weiter mit unserem fortlaufenden Traumseminar von Karin Langhammer und Beate Kortendieck-Rasche (weitere Termine sind 9.Mai und 27.Juni 2015). Soweit die kurze Vorschau auf unsere nächsten Veranstaltungen.

 

Februar 2015

Sonntag(!), 8. Februar 2015, 15 – 17 Uhr  | Vortrag und Diskussion
Monika Heinzel-Junger (Tübingen)
»Paartherapie mit dem Kalffschen Sandspiel«

Die Sandspieltherapie wurde von der Schweizer Psychologin Dora Kalff in den 1950er Jahren entwickelt. Sie fußt auf der Psychologie C. G. Jungs, aber auch dem Weltspiel der Margret Lowenfeld (London 1928) und dem Buddhismus. Die Klienten bauen Bilder ihres Unbewussten in einem Sandkasten von der Größe des Gesichtsfeldes (75 X 50 cm) und mit vielen kleinen Figuren aus allen Bereichen der Wirklichkeit. Entscheidend ist der „freie und beschützte Raum“, den der/die Therapeut/in gewährleisten soll, und der eine Regression ins kindliche Spiel ermöglicht. Dazu gehört, dass Sandspieltherapie weitgehend nonverbal ist, d.h. es wird mehr mit Empathie gearbeitet als mit Deutung.

Die Sandspielarbeit mit Paaren ist eine besondere Form, bei der die Partner einander, über ihre Sandbilder, einen tiefen Einblick in ihr Unbewusstes ermöglichen. Dadurch kann ein neues gegenseitiges Verstehen und Akzeptieren möglich werden – gehalten von der therapeutischen Beziehung.

Zur Person:
Monika Heinzel-Junger ist Paartherapeutin, appr. Kinder- und Jugendlichentherapeutin und als systemische Psychotherapeutin ausgebildet, bevor sie zur Sandspieltherapie kam. Sie ist Lehrtherapeutin der Deutschen Gesellschaft für Sandspieltherapie DGST und der Internationalen Gesellschaft ISST. Sie arbeitet in freier Praxis in Tübingen und unterrichtet die Sandspieltherapie in Deutschland und der Schweiz. Sie ist gegenwärtig Zweite Vorsitzende der DGST.

Für Samstag, 7.Februar, gibt es noch freie Plätze für Selbsterfahrung in der Paartherapie im Sandspiel, und zwar in der Berliner Ausbildungsgruppe für Sandspieltherapie c/o Dr. Jörg Rasche, Roscherstr. 12, 10629 Berlin - Charlottenburg. Zeit 10 – 17, Kosten für diesen Tag: 80 € 
Interessenten hierfür bitte anmelden unter: joergrasche@gmx.de

Kostenbeitrag (Vortrag) 10 / 8 / 5 €  (Gäste/Mitglieder und Rentner/Studierende und Erwerbslose)


Dienstag, 24. Februar 2015, 20.30 – ca. 23.30 Uhr  | Reihe
»Psyche und Film« in Kooperation mit dem Kino am Bundesplatz
»Matter of Heart« Regie: Mark Witney, USA  1986 (104 min.) 

Zum Film:
Das Leben und Denken von C.G. Jung wird im Dokumentarfilm ausführlich dargestellt. Der Regisseur verwendet dabei viele Archivaufnahmen von C.G. Jung und ergänzt sie um Interviews mit Kolleginnen und Kollegen, die von Jung persönlich behandelt wurden oder mit denen Jung eng zusammengearbeitet hat, wie Marie Luise von Franz, Barbara Hannah und Laurens van der Post. Viele Episoden aus seinem Privatleben werden berichtet, insbesondere von seiner Beziehung zu seiner Ehefrau Emma Jung und zu seiner Sekretärin und Geliebten Toni Wolff. Wie immer gibt es im Anschluss an den Film die Gelegenheit zum Gedankenaustausch. 

Ort / Kino am Bundesplatz
Kostenbeitrag: Eintrittspreis Kino (9 EUR / ermässigt 7,50 EUR)


Samstag, 28. Februar 2015, 11 – 14 Uhr  | Lektüreseminar
Dr. Christiane Henke, Dr. Günter Langwieler (Berlin)
»Das Rote Buch C.G. Jungs – Liber Secundus«

Im Januar haben wir mit dem zweiten Buch begonnen. An diesem Samstag lesen wir das zweite Kapitel. Zum Inhalt und Konzept des Seminars verweisen wir auf bisherige Newsletter.


Zur Person: 
Dr. jur. Christiane Henke,  Studium der  Germanistik, Anglistik, Philosophie  und Rechtswissenschaften. Lebt als freie Autorin in Berlin. Sie ist freie Mitarbeiterin beim RBB Fernsehen und schreibt als Autorin vor allem für das öffentlich rechtliche Radio.

Dr. med. Dipl.-Psych. Günter Langwieler, Studium der Psychologie und Humanmedizin, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse und Psychotherapie, niedergelassen in eigener Praxis, Dozent am C.G. Jung-Institut Berlin, Vorsitzender der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin, zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen zu Jungs Werk (Wotan, Zarathustra-Seminar, Rotes Buch etc.).

Kostenbeitrag 10 / 8 / 5 €  (Gäste/Mitglieder und Rentner/Studierende und Erwerbslose)


März 2015
 

Dienstag, 3.März 2015, 20 – ca. 22.30 Uhr  | Aufführung und Gespräch
»Ismene, Schwester von« Kammerspiele im Deutschen Theater
von Lot Vekemans. Mit Susanne Wolff, Regie: Stephan Kimmig

Ankündigung des DT:
»Dreitausend Jahre  hat niemand mehr an sie gedacht, war ihr Leben vergessen ebenso wie ihr Tod: Unerlöst befindet sich Ismene in einem Zwischenreich, nach einem Dasein ohne eigenen Inhalt und einem Ableben ohne Erinnerung. Alles an ihr scheint fremdbestimmt – durch die Helden ihrer Familie, den Vater Ödipus, die streitbaren Brüder Eteokles und Polyneikes, besonders aber durch ihre Schwester Antigone, die gegen die Tyrannei ihres Onkels Kreon beispielshaft aufbegehrt, ein heroischer Weg, den Ismene mitgeht. – Jetzt hat die niederländische Autorin Lot Vekemans, Expertin für verschlüsselte Biografien (‚Gift‘, ‚Judas‘), diese Figur in der Vergessenheit aufgesucht und sie aus dem Schatten treten lassen. Nach einer Ewigkeit des Schweigens stellt sich Ismene ihrer Geschichte.«

Dieses zeitgenössische und zugleich zeitlose Stück ist für uns ein aktueller Berührungspunkt mit dem Deutschen Theater; - eindrucksvoll geschrieben, schlicht inszeniert und bewegend gespielt. Es geht um Ismenes  psychologischen Konflikt mit der Schwester und um Antigones archetypischen Konflikt zwischen religiösem Ritus und politischer Ordnungsmacht. 

Im Anschluss an die einstündige Aufführung wird der Dramaturg John von Düffel dem Publikum die Autorin Lot Vekemans (Niederlande) vorstellen und sie über die Erfahrungen bei der Arbeit an einem mythologischen Stoff befragen ; - vielleicht auch in Anwesenheit der Schauspielerin Susanne Wolff. - Und nach einer kurzen Pause können wir uns dann mit John von Düffel in kleinerem Kreis untereinander weiter austauschen.

Es sind für uns die Reihen 6 bis 8 reserviert. Interessenten melden sich bis spätestens 15. Februar 2015 per Mail an: post@jungberlin.de oder telefonisch bei Volker Hansen (030 805 811 73  Praxis, AB). Die Eintrittskarten sind dann bis zum 28.Februar 2015 unter Hinweis auf die C.G.Jung-Gesellschaft zum ermäßigten Preis von 16,15 € bei der Kasse direkt oder per Karte (030-28441-225) zu erwerben. -

Alle Veranstaltungen finden, sofern nicht anders angegeben, wie gewohnt im Evangelischen Kirchenforum Stadtmitte an der Parochialkirche, Klosterstr. 66, 10179 Berlin, U Klosterstraße, U/S Jannowitzbrücke statt.

Informieren Sie sich bitte regelmäßig auf unserer Homepage zu weiteren Veranstaltungen und zum Jahresprogramm  und empfehlen uns weiter. 


Mit freundlichen Grüßen,  

Dr. Günter Langwieler
1. Vorsitzender
C.G. Jung-Gesellschaft Berlin e.V.

 

Unsere Adresse:
c/o Dr. Günter Langwieler
Merseburger Str. 14
D-10823 Berlin
Telefon +49 (0)30 611 13 74 (AB)
Email post@jungberlin.de
Internet www.jungberlin.de

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