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Zum Beginn möchte ich euch für eure Unterstützung danken, sei es durch Gebete oder durch finanzielle Unterstützung.
 
April:
Anfang April wurde ein neuer Präsident gewählt, was zu Unruhen im ganzen Land führte. Die Partei, die seit 15 Jahren an der Macht ist, hat verloren, was nicht so leicht hingenommen wurde. Die Folge davon waren Vandalismus und Demonstrationen. Davon merkten wir zum Glück nur den Vandalismus.
Wenn man in ein Land kommt, das Ecuador, also Äquator heißt, darf man die Chance nicht vorbeiziehen lassen, auf der Linie zwischen Nord- und Südhalbkugel zu spazieren. 1736 wurde von den Franzosen die Position des Äquators auf 240m genau bestimmt und später wurde an dieser Stelle ein Monument erbaut. Durch GPS wurde dann aber herausgefunden, dass die richtige Stelle ca. 240m weiter liegt. Heute befindet sich dort ein Museum mit einmaligen Experimenten.
Mitte April und im Mai besuchte uns je ein Team angehender Ärzte aus den USA, die uns einen Tag lang zur Seite standen. Durch ihre Hilfe checkten wir mehr als hundert Hilfsempfänger durch und schickten sie bei Bedarf zu unserer befreundeten Klinik.
Ärzte Event
Da Ende April mein 20. Geburtstag nahte, hatten ein paar Freunde und ich dafür einige richtig coole Aktivitäten geplant. Drei Tage davor jedoch verkündigte der noch amtierende Präsident einen einmonatigen Lockdown über die Wochenenden mit zusätzlichen Einschränkungen und Sperrzeiten unter der Woche. Also verbrachte ich meinen 20. Geburtstag eingesperrt daheim. Jedoch bemühte sich meine Gastfamilie, ihn trotzdem so gut wie möglich zu gestalten. Dank des guten Wetters konnten wir draußen im kleinen Garten sitzen und grillen. Die Kinder backten mir sogar eine Torte. Bei Pan de Vida zeigten sie mir dann noch, wie sehr sie mich inzwischen kennengelernt hatten, indem sie mir statt eines Geburtstagskuchens einen Burger mitgebracht hatten.
Mai:
Nach meinem Geburtstag wurde ich durch meine kommenden Weisheitszähne schmerzlich an mein fortschreitendes Alter erinnert. Nach drei Wochen durchgehender starker Kopfschmerzen zusätzlich zu den Zahnschmerzen und den damit einhergehenden Essschwierigkeiten entschied ich mich, zum Zahnarzt zu gehen. Nach einer kurzen Untersuchung stand es fest: Sie müssen raus! Was für ein Schock! Etwas, was ich unter allen Umständen vermeiden wollte, war eine Operation in Ecuador. Nach dem Röntgen wurde es klarer, dass ich nicht mehr die eineinhalb Monate bis zur Rückkehr nach Österreich warten konnte. Um die bestmögliche Behandlung zu garantieren, wechselte ich zu einem Spezialisten, den die US-Botschaft bei ihren Mitarbeitern hinzuzieht. Dieser wies mich auf die Dringlichkeit einer OP hin, da sich meine ganzen Zähne anfingen zu verschieben. Da die Versicherung nur zwei Extraktionen decken würde, da zur akuten Verbesserung der Situation nur zwei nötig wären, hatte ich die Operation nur auf einer Seite. Die folgenden Tage aß ich nur Apfelmus und sonstige zerkleinerten Dinge. Lange hielt ich es nicht aus und wechselte zu normalem Essen, was schmerzhaft war, jedoch besser als immer nur irgendetwas Geschreddertes zu sich zu nehmen. Zusätzlich zu den Essproblemen kamen die Zahn- und Kopfschmerzen, die mir sehr zusetzten. Später fand ich heraus, dass man in Ecuador nach einer solchen OP die Wunden nicht zunäht und man ein pflegeintensives Loch für ca. sechs Monate hat.
In dieser Zeit bekamen wir endlich unser erstes von Pan de Vida betreutes Team von einer Universität aus Oklahoma, USA. Das war für mich ein großer Segen, denn ich durfte sie oft begleiten und wir bauten schnell eine gute Dynamik auf, was jedoch den Abschied nach 10 Tagen umso schwerer machte.
Juni:
Die letzten Wochen war ich noch ein paar Male beim Zahnarzt zur Kontrolle. Anfang Juni hatten wir einen Rohrbruch im ersten Stock bei Pan de Vida. Die kommenden zwei Wochen wurde das aber Gott sei Dank von Handwerkern behoben. Zurzeit bin ich mitten in der Verabschiedungsphase. In der letzten Arbeitswoche bin ich jeden Tag mit je 2-3 Pan de Vida Mitarbeitern essen gegangen, um mich für die vergangene Zeit zu bedanken und Lebwohl zu sagen.
Das letzte Wochenende vor meinem Abflug will ich noch genießen, um die Schönheit des Landes, in dem ich die letzten neun Monate verbringen durfte, in guter Erinnerung zu behalten. Dafür fahren mein Freund Alex, der Begleiter meiner letzten Reise, und ich an die wunderschöne Küste Ecuadors nach Esmeraldas.
Ende Juni zieht Familie Metzler, meine österreichische Gastfamilie, in ein Haus von deutschen Missionaren, die auf Heimaturlaub und Reisedienst sind, in der Nähe von Pan de Vida und passen darauf auf. In der verbleibenden Zeit vor meinem Abflug müssen wir unsere jetzige Unterkunft für die Übergabe an ihre eigentlichen Besitzer vorbereiten und alles in das neue Haus übersiedeln.
Das Jahr deines Lebens!

DANKE

  • für deine Unterstützung
  • für dein Gebet               
  • dass Gott versorgt        
  • für dieses unglaubliche Jahr
  • für alle Personen, die ich näher kennenlernen durfte
  • für die unglaubliche Kreativität Gottes
  • für Gottes Behütung
 
 

BITTE

  • Gottes Segen für Pan de Vida
  • Segen für die Mitarbeiter von Pan de Vida
  • weiterhin Bewahrung für die Familie Metzler
  • eine gute Heimreise
  • Gute Eingewöhnung in Österreich
  • zukünftige Bewahrung durch Gott
  • eine reibungslose Übergabe der Unterkunft
Du willst mich finanziell unterstützen? 
IBAN: AT66 1200 0516 0720 0373,
BIC: BKAUATWW
Verwendungszweck: Paul Spindler
 
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This email was sent to daniel.metzler@hilfedieankommt.at
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Paul Spindler · Styriaweg 1 · Neuhofen An Der Krems 4501 · Austria

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