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Digitalisierung weichspüler- & bullshitbingofrei.
Heute: Offline ist der neue Luxus.
Tipps für Offtime in Urlaub und Alltag.
Podcast | Videotipp
Anitras Top10
Ein herzliches Hallo! 

Von 1997 bis 2009 habe ich im Urlaub nie abgeschaltet. Wie auch? Als Internetpionierin und Startup-Managerin hatte ich ständig das Gefühl, dass ich always on sein muss, weil auch das Digitale nie schläft …

Warum ich das geändert habe und wie meine erste digitale Selbsttherapie funktioniert hat, erzähle ich in der Ö1-Radiosendung Matrix. Der gesamte Beitrag ist sehr hörenswert und noch bis 28.07.2019 online.

Für alle, die mich lieber lesen hören als selbst zu lesen, gibt es diesen Newsletter auch als Podcast. Plus: Ein Video mit Tipps zum Abschalten im Urlaub. Diese Inhalte produziere ich exklusiv für meine Abonnenten. Schließlich soll es sich lohnen, dass Sie mir Ihre Mailadresse anvertraut haben.

Danke dafür und danke, dass Sie sich Zeit für meine Ideen und Inhalte nehmen. Dieser Newsletter wird Ihnen Zeit schenken. Greifen Sie zu!

Prolog
Busy statt Bussi?

24/7 im digitalen Revolutionsstress, busy statt Bussi – früher war ich der Stereotyp einer Karrierefrau. Heute weiß ich: Nur Sklaven sind ständig erreichbar. Wer in Nanosekunden antwortet, ist unterbeschäftigt. Wer in Nanosekunden Antwort erwartet, ein Kontrollfreak.

Mit der Gewissheit einer Internetveteranin und der Gelassenheit einer Digital-Detox-Pionierin verspreche ich Ihnen: Offline ist der neue Luxus. Unerreichbarkeit ist in Zeiten entgrenzter Arbeitszeit und ungebremster Kommunikationsflut ein Luxusgut geworden.

Auch Geld und Autos haben als Statussymbole ausgedient. Zeit zählt, die ist unbezahlbar. Wer es heute geschafft hat, protzt nicht mit einer Uhr. Wer es heute geschafft hat, hat so viel Zeit, dass er sie nicht messen muss. Wer die Digitalisierung smart nützt, entscheidet selbstbestimmt, wann er erreichbar ist, kann im »nicht-stören«–Modus leben und im Urlaub unerreichbar sein.
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1

Offline ist der neue Luxus

Für alle, die die Digitalisierung bis heute ignoriert haben, ist das eine schlechte Nachricht, denn: Offline ist keine Alternative. Wer offline ist, weil er noch nicht oder nicht smart genug digitalisiert hat, ist genau so arm dran wie der digitale Sklave, den Sie an seiner Smartwatch erkennen.  

Leider kein Scherz: Die Sklaven des 21. Jahrhunderts legen sich ihre Ketten selbst an. Mehr noch: Sie bezahlen dafür. Ist das noch Evolution oder ein Vorgeschmack auf das, was uns erwartet, wenn künstliche Intelligenz auf natürliche Dummheit trifft?


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2

Abschalten ist kein Trend

Abschalten ist wie Bremsen beim Autofahren: überlebenswichtig. Grundvoraussetzung für eine Fahrerlaubnis. Auf der digitalen Autobahn sind zu viele unterwegs, die nicht bremsen können. Die ohne Führerschein fahren und dabei auch noch am Handy daddeln – tipp, tipp, tot. Besser, Sie konfigurieren Ihr Handy heute noch smart und genießen das Leben in digitaler Balance: selbstbestimmt und selbstbewusst – mit und ohne Phone.


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3

Wer abschalten will,
muss das Digitale smart konfigurieren

Sympathisch formulierte Abwesenheitsnotizen, eine ansprechende, sympathisch getextete Webseite, die mehr Fragen beantwortet als man stellen kann (für Selbstständige ein absolutes MUSS), das Ausschalten von Pushnachrichten (Social Media!) und Kontrollfreakfunktionen (Lesebestätigung bei WhatsApp, zuletzt online …) ermöglichen das Glück der Unerreichbarkeit.
 

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4

Die Abwesenheitsnotiz als Privatsekretär

Braucht man einen Abwesenheitsassistenten im Urlaub? Unbedingt. Der kann einen Privatsekretär ersetzen und den Urlaub retten. Wenn Sie sehr viele Mails erhalten oder einfach störungsfreier entspannter arbeiten möchten, empfehle ich ihn auch im Alltag. Warum? Der Abwesenheitsassistent kommuniziert dann automatisch Ihre »E-Mail-Öffnungszeiten«. Falls Sie noch keine haben, wird es Zeit. Maximal drei am Tag. Jetzt gibt es Menschen, die sagen: »Aber ein Auto-reply generiert doch noch mehr Mailflut?« Ja, im ersten Schritt. Im zweiten gewöhnt er uns alle dran, dass wir nicht rund um die Uhr erreichbar sein müssen und dass Mails kein Instant-Messenger sind. Das heißt: kurzfristig mehr Mails, langfristig weniger und achtsamerer Umgang mit der hysterischen Antwortserwartungshaltung binnen Nanosekunden. 

 

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5

Die perfekte Abwesenheitsnotiz

Formulieren Sie sie so charmant wie einen Liebesbrief! Viele Leute sind vor dem Urlaub bereits derart gestresst, dass sie einfach eine herzlose Notiz hinterlassen, da steht dann sinngemäß: »Bin im Urlaub (endlich!), Ihre Mail kann mich mal. Tschüss.« Auch entseelte Standardformulierungen von Mailprogramm- oder Konzernbots untergraben die Macht, die so eine Abwesenheitsnotiz haben kann – wenn man sie smart einsetzt. Die Zeit die Sie dem Autoresponder schenken, wird er Ihnen bringen! Abwesenheitsinfos stets kundenfreundlich und charmant formulieren.

Besonders wichtig ist auch die Betreffzeile. Hier müssen die BetreffZIELE rein. Im Fall Ihrer Mailöffnungszeiten »Neue E-Mail-Öffnungszeiten«. Im Fall von Urlaub schreibe ich: »Beantwortet diese Mail Ihre Fragen?«. Warum das? Weil die Leute die Mail nicht öffnen, sobald sie in der Betreffzeile »Urlaub bis 31.12.2050« lesen. Wenn Sie möchten, dass Ihre Abwesenheitsnotiz gelesen wird, dürfen Sie den üblichen Urlaubseinzeiler nicht in die Betreffzeile packen. Warum sollen die Leute eine Abwesenheitsnotiz überhaupt lesen? Weil die Abwesenheitsnotiz nur so als Privatsekretär für Sie arbeiten kann!

Was sind die Top5-Gründe, warum Ihnen jemand eine Mail schreibt? Ich formuliere die meistgestellten Fragen proaktiv und leite dann zwecks der Antwort auf meine Webseite weiter. Dort habe ich vorher Antworten auf die mir bekannten FAQ vorbereitet. Mir ist bewusst, dass das nicht in jedem Fall möglich ist. Versuchen Sie, es möglich zu machen. Wer keinen menschlichen Urlaubsvertreter hat, hat einen digitalen, der aus der smarten Kombi von Abwesenheitsnotiz und Webseite besteht. Zur Inspiration: eine Abwesenheitsnotiz aus meinem Archiv.
 

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6

Erwartungen übertreffen

Warum den Leuten via Abwesenheitsnotiz nicht noch einen Tipp geben? Ich schreibe manchmal »Wenn Sie jetzt Sehnsucht nach Urlaub haben, dann gönnen Sie sich doch gleich mal eine Runde Urlaub für die Augen: Kleine, feine Offtime-Oasen finde ich immer wieder bei www.i-escape.com«. Oder ich gebe einen Buchtipp, »Wenn auch Sie mehr Zeit für Urlaub gewinnen möchten, dann habe ich einen super Buchtipp für Sie. Mein aktueller Bestseller »Mail halten!« schenkt Lebenszeit. Mein Buch passt zum Thema. Wäre das nicht der Fall, würde ich ein anderes empfehlen.

Wo wir schon dabei sind, zwei Lieblingsbücher Kategorie Schmöker: »Der Sympathisant« und »Was man von hier aus sehen kann« und »Kurt«. Oh, das waren ja drei. Ich lächle Sie an. Kategorie Sachbuch: Alles von Juval Harari. Der neue Precht. Und: »Kurzer Bericht von der Unermesslichkeit der Welt« – das genieße ich dieser Tage.


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7

So ruinieren Sie sich jegliche Erholung

Auf keinen Fall die Handynummer als Notrufhotline hergeben. Da kann man auch gleich auf den Urlaub verzichten. Viele Selbstständige haben Angst, Geschäft zu verlieren und schreiben: In dringenden Fällen können Sie mich anrufen. In unserer Sofortness-Zeit glauben doch alle, es sei dringend, wenn sie gerade ein PDF nicht finden …

 

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8


Bullshitfilter aus Fleisch und Blut

Falls Sie sonst nicht ruhig schlafen können, geben Sie einem Menschen (einem!), der abwägen kann, ob es wirklich einer Eskalation bedarf (= Sie im Urlaub stören) oder ob es sich nur um Denkfaulheit oder digitale Ungeduld handelt, eine Handynummer. Aber nicht Ihre, sondern die Ihres Partners.

Doch mal schnell heimlich auf dem Klo ein paar Mails checken? Nur um sicherzugehen, dass nichts passiert ist?!? Nein. Nein. Nein. Da ist die Entspannung sofort weg und wird sich auch nicht einstellen.

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9

Mails, die im Urlaub kommen, einfach löschen?

Als Selbstständiger: nein! Da können Sie auch gleich Geld verbrennen. Schalten Sie Ihre Abwesenheitsnotiz zwei Tage länger und nehmen Sie sich Zeit, die Mails abzuarbeiten. Aber nur die der externen Kommunikation. Kollegenzeugs hat sich während Ihres Urlaubs zu 99% selbst erledigt. In Firmen ist das Löschen von Urlaubsmails für die interne Kommunikation absolut sinnvoll. Hier ist jede zweite Mail so unnötig wie Sonnenallergie, weil die Leute nur zu faul sind, selbst nachzudenken. Das Löschen bitte liebevoll in der Abwesenheitsnotiz kommunizieren. Alternative: Stellvertreterregelung – Mails weiterleiten und vom Kollegen bearbeiten lassen.

 

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10

Selbstschutzmaßnahmen und Familienentzug

Firmenhandy zuhause lassen. Mailprogramm vom Handy löschen. WhatsApp für die Urlaubszeit deinstallieren oder Autoresponder-App aktivieren – Sie werden überrascht sein, für wie viel lächerliche Entzugserscheinungen und wie viel analogen Urlaubsgenuss das sorgt. Wenn Sie mit der Familie fahren, machen Sie doch einfach mal einen Detox-Selbstversuch: Alle (!) Familienmitglieder dürfen ihr Handy täglich nur 30 Minuten nutzen und maximal ein Foto machen. Außerhalb der 30 Minuten werden die Handys in einem verschließbaren Behältnis aufbewahrt. Idealerweise mit Codeschloss und der Code wechselt jeden Tag die Zahlen und den Besitzer. Anhand dieser Maßnahme erkennen Sie auch sehr schön, wie abhängig wir inzwischen alle von unserem geliebten Smartphone sind.

Warnhinweis: Wenn Kinder always on gewohnt sind und im Urlaub plötzlich abschalten sollen, dann ist das so als würde man einem Betrunkenen sagen, er solle auf Knopfdruck weniger betrunken sein. Deshalb empfehle ich, einen familiengruppendynamischen Entzug bereits vier Wochen vor Urlaub zu starten und die Handydosis sanft zu reduzieren.

Vielen Dank für Ihre Lese- und Lebenszeit.


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Anitra Eggler ist »die gefragteste weibliche Stimme zur Digitalisierung« (ORF). Die Bestsellerautorin »hat eine große Karriere gemacht« (Markus Lanz) und ist »mit allen digitalen Wassern gewaschen« (Radio1). Ihr realsatirisch digitaltherpeutisches Bühnenprogramm ist »große Kunst!«. Die Digital-Detox-Pionierin zählt zu »den inspirierendsten Vortragsrednern unserer Zeit« (Augenzeugen). Die »schonungslos charmante Ehrlichkeit« der Internetveteranin begeistert Hunderttausende: Nerds, Dax-Vorstände, Natives und WhatsApp-Omis inklusive. Was wie Selbstbeweihräucherung klingt, ist lediglich eine Zusammenfassung von Pressestimmen und Kundenzitaten.

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